Kalter Hund – das Originalrezept

Kalter Hund verbindet cremige Schokolade und knusprige Butterkekse in einer Kastenform zu einem einfachen Kuchen ohne Backen!

Rezept für Kalten Hund

Häufig braucht es gar kein aufwändiges Rezept, um ein kleines Stück Glück auf den Tisch zu bringen. Der Kalte Hund ist herrlich einfach aus Butterkeksen und geschmolzener Kuvertüre zubereitet und kommt ganz ohne Backen aus.

Sobald der erste Löffel Kuvertüre im Topf schmilzt, liegt süßer Schokoduft in der Luft. Vielleicht kennst du den einfachen Kekskuchen aus deiner Kindheit? Mit meinem Kalter-Hund-Rezept holst du dir diesen Traum aus Schokolade auf den Dessert-Teller!

Lukullus, der einfache Kekskuchen ohne Backen

Zutaten für den klassischen Kalten Hund

Der Kalte Hund hat seine Wurzeln vermutlich in den 1950er- und 60er-Jahren, als Kuchen, die ohne Backofen zubereitet werden können, richtig beliebt waren. Diese unkomplizierten Kühlschrank-Kuchen hatten damals etwas sehr Modernes – und für mich haben sie bis heute nichts von ihrem Charme verloren. Du kannst den Kekskuchen ganz in Ruhe vorbereiten, ohne später in der Küche zu stehen, wenn eigentlich alle schon am Tisch sitzen. Gerade für Familienfeiern oder besondere Anlässe ist das ein echter Segen.

Charakteristisch ist immer die Kombination aus Schokolade und Butterkeksen – einfach, nostalgisch und schnell gemacht. In meinem Rezept für den Kalten Hund greife ich zu Vollmilch- und Zartbitter-Kuvertüre. Das sorgt für die perfekte Balance aus cremiger Süße und fester, herber Tiefe – so schmeckt der Kalte Hund am besten und wird auch wirklich schnittfest.

Damit dieser Klassiker perfekt gelingt, brauchst du außerdem:

  • Butterkekse, sie liefern die typischen knusprig-mürben Schichten.
  • Kokosfett macht die Schokoladencreme beim Kühlen schnittfest. Im Supermarkt findest du es im Regal auch oft unter dem Namen Palmin.
  • Sahne sorgt für Geschmeidigkeit und eine zartschmelzende Textur.
  • Bourbon-Vanillezucker rundet das Aroma fein und warm ab.

Zutaten für den Kalten Hund

Tipps für die Zubereitung des Kalten Hunds

  • Bleib beim Schmelzen der Kuvertüre geduldig und arbeite bei niedriger Hitze. Wird die Kuvertüre zu heiß, verliert sie leider ihren schönen Glanz.
  • Die richtige Kuvertüre macht den Unterschied: Ein hoher Anteil an Kakaobutter sorgt für eine einfache Verarbeitung.
  • Kuvertüre enthält bereits Fett, weshalb nur wenig zusätzliches Kokosfett nötig ist. Wenn du doch einmal normale Tafelschokolade verwendest, solltest du die Menge des Kokosfetts erhöhen, damit der Kalte Hund beim Kühlen schön fest wird.
  • Schneide das Backpapier für die perfekte Passgenauigkeit in der Kastenform an den Ecken ein. Auch Frischhaltefolie kannst du zum Auskleiden der Kuchenform verwenden.
  • Wenn du eine Silikonform zu Hause hast, kannst du sie ohne Backpapier oder Frischhaltefolie verwenden. Der Kalte Hund lässt sich später ganz einfach herauslösen.
  • Mindestens fünf Stunden sollte der Kalte Hund ruhen – idealerweise über Nacht, denn so wird er besonders schön schnittfest.
  • Erwärme ein scharfes Messer kurz in heißem Wasser, trockne es ab und schneide dann ganz einfach durch die Schichten.
  • Übriggebliebene Kuvertüre wickelst du am besten gut ein und bewahrst sie kühl, trocken und geruchsneutral auf.

Einfacher Kalter Hund ohne Backen

Häufige Fragen zum Kuchen ohne Backen

  • Wie sagt man noch zum Kalten Hund? Der beliebte Kekskuchen hat ganz viele charmante Namen. Vielleicht kennst du ihn als Kalte Schnauze, Schichtkuchen, Kalten Igel, Kellerkuchen oder sogar Lukullus-Kuchen.
  • Warum sagt man „Kalter Hund“? Der Name hat tatsächlich eine kleine Geschichte. Früher nannte man bestimmte Transport- oder Förderwagen im Bergbau „Hunde“ – und deren Form erinnert an die längliche Kastenform des Kuchens. Da dieser Kuchen ohne Backen zubereitet wird und komplett kalt fest wird, entstand im Laufe der Zeit der liebevolle Name „Kalter Hund“.
  • Ist Kalter Hund ein deutsches Rezept? Ja, das Rezept ist ein echter Klassiker aus dem deutschsprachigen Raum. Viele kennen es noch aus ihrer Kindheit, wo sie den schokoladigen Kekskuchen bei ihrer Oma genießen durften.
  • Warum zerbricht mein Kalter Hund beim Schneiden? Das kann passieren, weil der Kalte Hund sehr hart ist. Ich lasse ihn vor dem Schneiden gerne fünf bis zehn Minuten bei Raumtemperatur stehen und schneide ihn dann mit einem in heißem Wasser erwärmten Messer.
  • Wie lange hält sich Kalter Hund ohne Ei? Der Kuchen kommt, bis vielleicht in den gekauften Keksen, ganz ohne Ei aus – deshalb hält er sich im Kühlschrank recht lange. Gut verpackt bleibt er etwa fünf bis sieben Tage lang frisch. Die Schokolade sorgt dafür, dass er nicht austrocknet.

Kalter Hund Originalrezept aus der DDR

Weitere süße Rezepte für Schoko-Fans sind mein einfacher Schokokuchen, die kleinen Schoko Crossies und meine Chocolate Chip Cookies.

Kalter Hund Rezept

Kalter Hund – das Originalrezept

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Kalter Hund ist der ungebackene Kuchen-Klassiker aus der Kastenform. Abwechselnd geschichtete Schokolade und Butterkekse sind das Geheimnis des einfachen Rezepts.
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ZUBEREITUNG25 Minuten
ZEIT GESAMT25 Minuten
PORTIONEN20 Stücke

ZUTATEN

DER KALTE HUND BENÖTIGT MINDESTENS 5 STUNDEN KÜHLZEIT.

DU BENÖTIGST EINE KASTENFORM MIT CA. 25 X 11 CM.

  • 400 g Vollmilch-Kuvertüre
  • 200 g Zartbitter-Kuvertüre
  • 200 g Butterkekse
  • 200 g Sahne
  • 150 g festes Kokosfett - z. B. von Palmin (unbezahlte Werbung)
  • 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker

ANLEITUNG

  • Zuerst kleidest du die Kastenform mit Backpapier oder hitzebeständiger Frischhaltefolie aus, damit der Kalte Hund gut aus der Form genommen werden kann. Die 200 bis 250 g Butterkekse stellst du dir bereit.
    TIPP: Wenn du die Ecken des Backpapiers einschneidest, lässt es sich leichter in die Form bringen.
    Kastenform mit Frischhaltefolie auskleiden, Butterkekse bereitstellen
  • Nun zerteilst du 200 g Zartbitter-Kuvertüre und 400 g Vollmilch-Kuvertüre grob mit einem großen Messer. 150 g Kokosfett schneidest du in mittelgroße Würfel.
    Zartbitter- und Vollmilch-Kuvertüre zerkleinern, Kokosfett in Würfel schneiden
  • Gib die Kuvertüre- und Kokosfett-Würfel sowie die 200 g Sahne in einen Topf und erwärme alles bei sehr niedriger Temperatur, bis die Kuvertüre schmilzt.
    Kuvertüre, Kokosfett und Sahne in einem Topf erhitzen
  • Dabei ständig mit einem Kochlöffel rühren und darauf achten, dass die Masse nicht zu warm wird (nicht wärmer als 45 °C) sonst wird sie matt und grau. Zum Schluss rührst du 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker unter.
    Bourbon-Vanillezucker dazugeben und verrühren
  • Nun verteilst du eine dünne Schicht Schokocreme auf dem Boden der Kastenform und streichst sie mit einem Teigschaber glatt.
    Schokocreme in die Kastenform geben und glattstreichen
  • Dann folgt eine Schicht Butterkekse. Wichtig: Je nach Größe der Form und wie viele Kekse du bis zum Rand haben möchtest, musst du eventuell manche Kekse beim Einschichten zerbrechen.
    Butterkekse auf die Schokolade geben
  • Im Anschluss bedeckst du die Kekse mit einer Schicht Schokolade, die du wieder glattstreichst. So weiterarbeiten, bis die Schokocreme verarbeitet ist – mit Schokocreme abschließen. Bei der angegebenen Kastenform-Größe ergibt das ungefähr 5-6 Keks-Schichten.
    Kekse und Schokolade schichten, bis die Schokocreme verarbeitet ist und mit Schokolade abschließen
  • Die Form stellst du abgedeckt mindestens 5 Stunden in den Kühlschrank, am besten über Nacht kühlen.
    Form abdecken und für mindestens 5 Stunden in den Kühlschrank stellen
  • Zum Servieren stürzt du den Kalten Hund vorsichtig aus der Form und ziehst das Backpapier oder die Frischhaltefolie ab. Du kannst ihn mit einem dünnen scharfen Messer in Scheiben schneiden.
    TIPP: Falls du Schwierigkeiten beim Herauslösen aus der Form hast, diese kurz in warmes Wasser tauchen.
    kalten Hund zum servieren vorsichtig Stürzen und Frischhaltefolie abziehen. Anschließend in Scheiben schneiden
  • Ich wünsche dir einen süßen Appetit!
    Fertig ist dein kalter Hund!

NÄHRWERTE PRO PORTION

Kalorien: 299 kcal | Kohlenhydrate: 22 g | Eiweiß: 3 g | Fett: 22 g

WAS MEINST DU?

Hast du mein Rezept für Kalten Hund einmal ausprobiert? Wie findest du es? Ich freue mich immer über Lob, freundliche Kritik oder deine Tipps und Erfahrungen. 
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Emmi in der Küche

Ich ❤️ die einfache, schnörkellose Küche und möchte dir Inspiration geben, wenn du dir mal wieder die Frage stellst: „Was soll ich heute für meine Lieben und mich bloß kochen?“

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4 Kommentare
  1. Heidemarie 18. Dezember 2025 - 13:40

    Hallo … die Beschreibungen finde ich nicht ganz schlecht … ich bin ein Kind der 50er Jahre uuuuund habe wenn Oma kalten “ Igel “ versteckt hatte, den immer gefunden und davon genascht . Ich bin mir nicht ganz sicher aber das Originalrezept ist damals nicht mit Kuvertüre gemacht … ich habe es von meiner Oma bekommen … das war vor 40 Jaren und sie hatte es von ihrer Mutter ! Dieses Rezept ist aus dem Erzgebirge und älter als ich . Liebe Grüsse Heidi

    Antworten >>
    1. Emmi
      Emmi 18. Dezember 2025 - 18:44

      Liebe Heidemarie, ja der kalte Hund ist eben ein Klassiker. Mein Rezept ist auch aus den 50er /60er Jahren und es gibt sicherlich viele regionale Abwandlungen. Viele LG

      Antworten >>
  2. Oma 16. Dezember 2025 - 22:34

    Hallo, in einem kalten Hund kommt nur Puderzucker, Kakao, Kokosfett und Ei. Warum Sahne und Kuvertüre? Das ist ein DDR Klassiker Ich mache den kalten Hund und lasse ihn mindestens zwei Tage stehen. Aber nur mit Butterkeksen. Liebe Grüße Carmen

    Antworten >>
    1. Emmi
      Emmi 17. Dezember 2025 - 16:50

      Liebe Oma, weil ich das so im Original eben kenne. Viele LG

      Antworten >>

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