Mit Liebe zubereitet: Wenn es bei deiner Oma früher auch leckeren Grießpudding gab, weckt mein Rezept vielleicht Kindheitserinnerungen. Der zarte Duft von Vanille und frisch gekochter Milch ist einfach unwiderstehlich und verspricht pure Nostalgie.
Mit diesem einfachen Rezept zeige ich dir, wie du einen wunderbar fluffigen und zugleich cremigen Grießpudding selber machen kannst, der zartschmelzend auf der Zunge zergeht. Den Pudding aus dem Supermarkt kannst du ab jetzt guten Gewissens im Regal stehen lassen.

Zutaten für mein klassisches Grießpudding-Rezept
Für ein unvergleichliches Geschmackserlebnis setze ich bei meinem Grießpudding mit Weichweizengrieß auf eine Kombination aus frischer Säure, warmer Vanille und Cremigkeit.
Du benötigst nur wenige Zutaten:
- Weichweizengrieß ist die Grundlage für den Grießpudding. Ich verwende immer Weichweizengrieß statt Hartweizengrieß, denn er nimmt die Flüssigkeit perfekt auf und sorgt für eine samtige Textur.
- Milch und Sahne schmecken im Pudding vollmundig und machen ihn reichhaltig. So kannst du die Süßspeise als Dessert oder auch prima als kleines Frühstück servieren.
- Zucker bringt die nötige Grundsüße in den Grießpudding, Bourbon-Vanillezucker verleiht ihm zusätzlich eine dezente, warme Vanillenote. Noch hochwertiger ist das Mark einer Vanilleschote (die leere Schote kannst du zusätzlich mit aufkochen). Im Vanillin-Zucker ist ein künstliches Vanillearoma enthalten, für mich kommt es geschmacklich nicht an das Original heran.
- Das Ei wird getrennt: Während das Eigelb mit den Pudding-Zutaten verrührt wird, sie bindet, Farbe verleiht und die Masse cremig macht, wird das steif geschlagene Eiweiß als Eischnee zum Schluss für mehr Fluffigkeit untergehoben.
- Die Schale einer unbehandelten, gewaschenen Zitrone bringt eine angenehme Frische in die süße Masse.
- Eine kleine Prise Salz wirkt als natürlicher Geschmacksverstärker – auch in süßen Speisen wie meinem Grießpudding-Rezept.
- Einen wunderschönen Farbtupfer verpasst du deinem Pudding mit einer bunten Beerenmischung – im Sommer greife ich am liebsten zu frischen Beerenfrüchten, im Winter darf es auch selbstgemachte Rote Grütze oder Kompott sein.

Wissenswertes und häufige Fragen rund um den Grießpudding
Es gibt viele leckere Süßspeisen, deren Hauptzutat Weichweizengrieß ist – doch wo liegt zum Beispiel der Unterschied zwischen Grießbrei, Grießpudding und Grießflammerie? Meine Antworten auf diese und weitere Fragen findest du hier!
Unterschiede zwischen Grießbrei, Grießpudding und Grießflammerie
Die Begriffe werden im Alltag oft synonym verwendet, bezeichnen aber feine Unterschiede in der Konsistenz und Zubereitung:
- Grießbrei wird meist warm und als großzügige Portion aus einer Schüssel oder direkt aus dem Topf gegessen. Er hat eine breiige Konsistenz, besteht hauptsächlich aus Milch, Grieß und Zucker und ist, wie mein Grießpudding-Rezept von Oma, ein beliebter Klassiker unter den süßen Speisen. Probiere gerne einmal mein Grießbrei-Rezept, wenn du Lust auf etwas Abwechslung oder keine Form zum Stürzen hast.
- Grießpudding setzt sich aus ähnlichen Zutaten zusammen, ist aber fest genug, um abgekühlt gestürzt zu werden. So macht der Pudding optisch richtig was her!
- Grießflammerie ist im Prinzip nur ein anderer Begriff für den Grießpudding. Die Milchbasis wird häufig mit dem Mark einer ganzen Vanilleschote verfeinert.
Wie viel Grieß nimmt man bei 250 ml Milch?
Als Faustregel für einen cremigen Grießbrei gilt: 25 Gramm Grieß auf 250 ml Milch. Möchtest du den Pudding wie in meinem Grießpudding-Rezept stürzen, solltest du die Menge bei 250 ml Milch auf 35 Gramm erhöhen oder wie in meinem Rezept 80 g Weichweizengrieß auf 600 ml Flüssigkeit (500 ml Milch und 100 ml Sahne) verwenden.
Wie mache ich Grießbrei ohne Klümpchen für den Grießpudding?
Der Schlüssel liegt in der Temperatur und der Rührtechnik! Lass die Milchmischung aufkochen, reduziere dann die Hitze und streue den Weichweizengrieß langsam und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen ein. Das Eigelb wird ebenfalls untergerührt. Ist die Grießmasse so fest, dass sie nur zäh vom Löffel fließt, kommt der Eischnee ohne weitere Hitzezufuhr zum Einsatz. Anschließend portionierst du den Grießbrei für mein Grießpudding-Rezept nur noch in Förmchen, lässt sie abkühlen und stürzt sie zum Servieren auf Tellerchen.

5 leckere Pudding-Variationen
Mein Grießpudding-Rezept ist klassisch gehalten. Nach Belieben kannst du es selbstverständlich auf deinen persönlichen Geschmack anpassen. Hier habe ich ein paar Ideen für Variationen für dich:
- Fruchtiger Klassiker: Serviere den kalten Pudding mit eingekochten Kirschen, fruchtiger Roter Grütze oder einem selbstgemachten Pflaumen-Kompott, wie meinem Zwetschgenröster.
- Würziger Genuss: Verfeinere den Grießpudding mit einer Mischung aus Zimtzucker – schlicht, aber unschlagbar. Die Kombination mag ich im Herbst besonders gerne.
- Süße Sünde: Einem großzügigen Löffel Karamellsoße oder flüssiger Schokolade auf dem Pudding kann kaum jemand widerstehen.
- Nussiges Topping: Gehackte, leicht in der Pfanne geröstete Nüsse oder Haselnusskrokant bringen Biss und Knusprigkeit in die sonst samtige Struktur hinein.
- Kuchen-Fans aufgepasst: Ausgekühlter Grießpudding kann auch eine leckere, überraschende Füllung für feines Gebäck wie Mürbeteigkuchen sein. Mit einem beerigen Fruchtspiegel überzogen, kreierst du eine besonders edle Variante.

Weitere Rezepte mit Weichweizengrieß, neben dem klassischen Brei-Rezept, sind auch meine Kokos-Grieß-Schnitten und der fluffig-leichte Quark-Grieß-Auflauf. Eine breite Auswahl an süßen Rezepten findest du je nach Anlass auch bei meinen Frühstücksideen oder Desserts.

Grießpudding wie bei Oma – schnell und einfach
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ZUTATEN
DER GRIEßPUDDING MUSS 1 STUNDE ABKÜHLEN UND 2 STUNDEN KÜHLEN.
- 500 ml Milch
- 100 ml Sahne
- 80 g Weichweizengrieß
- 60 g Zucker
- 1 Ei - Größe M
- 1/2 Zitrone
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- gemischte Beeren für die Garnitur
ANLEITUNG
- Das 1 Ei trennst du, gibst das Eiweiß in einen hohen Rührbecher und das Eigelb in eine kleine Schüssel. Von der 1/2 Zitrone schneidest du mit einem Sparschäler die Schale ab, möglichst ohne in das Weiße zu schneiden.

- Zum Eiweiß gibst du 1 Prise Salz und schlägst es mit den Quirlen des Handrührgeräts oder der Küchenmaschine steif. Anschließend im Kühlschrank kalt stellen.

- In einem Topf kochst du 500 ml Milch, 100 ml Sahne, 60 g Zucker, 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker und die Zitronenschalen auf.

- Von der heißen Milchmischung gibst du 2 EL zum Eigelb in die kleine Schüssel und verrührst es miteinander. Die Zitronenschalen entfernst du aus dem Topf.

- Reduziere die Hitze und rühre langsam mit dem Schneebesen die 80 g Weichweizengrieß unter die köchelnde Milchmischung im Topf. Die Eigelb-Milch-Mischung aus der kleinen Schüssel rührst du ebenfalls hinein. Bei niedriger Hitze für 4 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen, bis die Grießmasse so fest wird, dass sie zähflüssig vom Löffel fließt.

- Nimm den Topf vom Herd und hebe den Eischnee unter die heiße und feste Grießmasse.

- Stelle dir die Form/die Förmchen bereit und spüle sie mit kalten Wasser aus. Nicht abtrocknen. Ich verwende manchmal eine Gugelhupf-Backform oder Mini-Guglhupf-Backförmchen mit ca. 10 cm Ø, um den Grießpudding später zu stürzen. HINWEIS: Falls du den Grießpudding nicht stürzen möchtest, fülle die heiße Grießmasse einfach in eine oder mehrere Förmchen. Abdecken, abkühlen lassen und anschließend für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

- Die heiße Grießmasse in die Form/Förmchen füllen und die Oberfläche gleichmäßig glatt streichen. Damit die Luftblasen entfernt werden, klopfst du die Form(en) einige Male auf deine Unterlage.

- Decke den Grießpudding mit Frischhaltefolie oder einem Teller ab und lass ihn für ca. 1 Stunde abkühlen, danach stellst du ihn für mind. 2 Stunden in den Kühlschrank.

- Zum Stürzen entfernst du die Abdeckung, löst eventuell den Rand des Grießpuddings mit einem Messer und legst eine Servierschale oder einen Teller auf die Form.

- Die Form inklusive Teller umdrehen und den Grießpudding auf den Teller gleiten lassen. Nach Belieben mit frischen Beeren garnieren.

- Ich wünsche dir einen süßen Appetit!

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