Süß, fruchtig und mit leichter Säure: Die Rote Grütze ist ein echter Klassiker aus Omas Küche und schmeckt nach Kindheit zum Löffeln. Sie ist ganz einfach selbstgemacht und du musst zukünftig nicht mehr zum Fertigprodukt aus dem Kühlregal greifen.
Die Mischung aus TK-Beeren, Saft, Zucker, Stärke und Vanille ist ein süßer Genuss für die ganze Familie – am liebsten genieße ich es mit Vanillesoße oder einer Kugel Eis und einer frischen Waffel.

Zutaten für selbstgemachte Rote Grütze
Die Basis meiner Roten Grütze ist eine TK-Beerenmischung. Das ist nicht nur praktisch, weil das Obst bereits gewaschen und vorbereitet ist, sondern auch günstiger als frische Beeren. Außerdem bekommst du sie das ganze Jahr im Supermarkt, perfekt also für jede Saison. Darin enthalten sind meist: Rote und schwarze Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren. Hast du die Früchte im Garten oder bekommst sie günstig, kannst du natürlich auch die frischen Beeren verwenden.
Außerdem benötigst du:
- Als Flüssigkeit verwende ich Birnensaft. Das mag vielleicht erst einmal etwas verwunderlich klingen, ich habe jedoch bewusst einen säurearmen Fruchtsaft gewählt, da er die Säure der Beeren gekonnt neutralisiert. Magst du es gerne etwas weniger süß, kannst du auch Kirsch- oder Cranberrysaft verwenden.
- Rohrzucker zum Süßen, er bringt eine dezente Karamellnote in das Rezept.
- Mit Speisestärke dickst du die Rote Grütze an, so wird sie schön sämig und nicht zu flüssig.
- Bourbon-Vanillezucker für eine feine Vanillenote, die prima zur Säure der Beeren passt.
- Wenn du magst, kannst du die Rote Grütze mit einer Prise Orangenabrieb verfeinern, das sorgt für einen winterlichen Touch.

Meine Tipps für den Nachtisch mit Beeren
- Für die Rote Grütze benötigst du nicht viele Zutaten, die meisten habe ich sogar immer zu Hause im Vorrat bzw. im Tiefkühlfach. Solltest du keine Stärke zu Hause haben, kannst du sie und den Vanillezucker ganz einfach auch durch Puddingpulver ersetzen.
- Die Speisestärke rühre ich immer zuerst mit etwas Saft kalt an, damit am Ende keine Klümpchen entstehen
- Für die Weihnachtszeit verfeinere ich die Rote Grütze gerne mit etwas abgeriebener Orangenschale und lasse eine Stange Zimt mitköcheln. Das verleiht ihr ein würziges, feines Winteraroma.
- Du kannst die Rote Grütze warm oder kalt servieren. Möchtest du sie abkühlen lassen, solltest du etwas Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen. So entwickelt sich keine unschöne Haut. Du kannst sie alternativ während des Abkühlens auch gelegentlich umrühren.
- Die fertige Rote Grütze bleibt für einige Tage im Kühlschrank frisch, achte jedoch darauf sie luftdicht zu verschließen.
- Möchtest du die Grütze länger aufheben, empfiehlt sich das Einfrieren. Bis zu drei Monate kannst du sie im Tiefkühlfach lagern. Zum Auftauen einfach über Nacht langsam im Kühlschrank weich werden lassen und anschließend nach Bedarf noch einmal im Topf aufkochen.

Rote Grütze als Dessert oder Beilage: 3 Varianten
- Traditionell als Nachspeise: Die Rote Grütze kommt ursprünglich aus dem Norden, sowohl in Norddeutschland als auch in den skandinavischen Ländern ist sie sehr beliebt. In Dänemark genießt man das Dessert klassischerweise kalt oder noch leicht warm, mit ungeschlagener, kalter Sahne übergossen. Alternativ kannst du auch Milch verwenden. Ich bevorzuge die Variante mit Vanillesoße, wenn ich die Rote Grütze als alleinstehenden Nachtisch servieren möchte. Du kannst die Rote Grütze in einer großen Schüssel mit einer Sauciere mit Vanillesoße servieren oder die beiden Komponenten in kleinen Gläsern schichten.
- Zu kalten Gerichten: Als süße Alternative für Fruchtsoße, ist die Rote Grütze ideal geeignet, um Vanilleeis zu übergießen. Auch zu Vanillepudding ist sie eine hervorragende Wahl. Es steht fest: Beeren und Vanille sind ein unschlagbares Duo. Tatsächlich schmeckt Rote Grütze aber auch zum Frühstück hervorragend, eingerührt in Quark, Overnight Oats oder Joghurt.
- Zu wärmenden Süßspeisen: Egal ob Kaiserschmarrn, Waffeln oder Pfannkuchen, die Rote Grütze harmoniert wunderbar mit süßen Mehlspeisen. Dazu kannst du sie entweder kalt oder warm dazu reichen. Die leichte Säure sorgt bei diesen Gerichten für ein spannendes Aromenspiel. Auch Milchreis, Porridge und Grießbrei werden durch selbstgemachte Rote Grütze süß-fruchtig verfeinert. Kinder werden diese Kombination garantiert lieben, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Wenn du gerne süße Rezepte von früher ausprobieren möchtest, dann teste doch auch mal mein selbstgemachtes Apfelmus, den Zwetschgenröster oder meine Aprikosenmarmelade.

Rote Grütze selber machen – wie von Oma
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ZUTATEN
- 500 g TK-Beerenmischung
- 200 ml Birnensaft - Direktsaft, ohne Zuckerzusatz
- 60 g Rohrzucker - oder brauner Zucker
- 2 EL Speisestärke
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- 1 Prise Bio-Organgenabrieb - nach Belieben
ANLEITUNG
- In eine kleine Schale schöpfst du 3 EL von deinem Birnensaft ab und rührst 2 EL Speisestärke unter, sodass eine glatte Masse entsteht. TIPP: Wenn du den süß-sauren Beerengeschmack noch mehr hervorheben möchtest, kannst du den Birnensaft durch Kirsch- oder Cranberrysaft ersetzen.

- Den restlichen Birnensaft gibst du zusammen mit 60 g braunem Zucker und 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker in einen mittelgroßen Topf und erwärmst alles bei mittlerer Hitze, bis der Zucker sich aufgelöst hat.

- Anschließend gibst du die 500 g TK-Beerenmischung und, wenn du möchtest, eine Prise Orangenabrieb hinzu und lässt die Beeren unter ständigem Rühren aufkochen.

- Rühre nun die Stärkemasse bei schwacher Hitze langsam unter die Beeren und lasse sie 1-2 Minuten ziehen bis die Rote Grütze eingedickt ist. Den Topf vom Herd nehmen und heiß oder abgekühlt genießen. TIPP: Rote Grütze eignet sich auch sehr gut als Winter-Dessert. Um eine weihnachtliche Note zu bekommen, fügst du noch ca. 1 TL Orangenabrieb und eine Prise Zimt hinzu.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit!

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