Bella Italia! Nirgendwo gibt es so eine große Vielfalt an Nudel-Formen und Soßen, die die Herzen der ganzen Welt höherschlagen lassen, wie in Italien. Auch die aromatische Amatriciana kommt aus dem stiefelförmigen Land, das ins schöne Mittelmeer ragt.
Namensgebend für die Pasta Amatriciana ist ihr Herkunftsort – die Stadt Amatrice. Sie liegt in der Region Latium, nordöstlich von Rom. Der intensive Geschmack der Nudelsoße lebt vom Zusammenspiel aus würzigem Speck, fruchtigen Tomaten und feinstem Pecorino.

Zutaten für meine Amatriciana-Soße
Für die echte Trattoria-Atmosphäre in deiner Küche werden in diesem Amatriciana-Rezept nur die besten Lebensmittel verwendet. Ihre Qualität ist entscheidend, denn die Liste ist kurz und jede Zutat erfüllt eine bestimmte Aufgabe in diesem leckeren Gericht.
- Guanciale aus der Schweinebacke liefert das nötige Fett, das als Geschmacksträger und Basis für die gesamte Sauce dient. Beim Anbraten in etwas Olivenöl wird er innen zart, außen wunderbar kross und sorgt für einen angenehmen Biss in der Soße.
- Zwiebel und Knoblauchzehen wirst du zwar im strengen Originalrezept für Spaghetti all’amatriciana nicht finden, doch in vielen römischen Haushalten, wie auch in meiner Familie, sind die tiefen Aromen sowie die leichte Süße dieser beiden Zutaten sehr geschätzt.
- Ganze geschälte Tomaten aus der Dose bringen die perfekte Balance aus Fruchtsüße und feiner Säure mit. Sie zerfallen beim Köcheln zu einer sämigen Soßenbasis.
- Zucker, Salz und schwarzer Pfeffer ergänzen die fruchtigen Noten der Tomatensoße. Im Original werden statt Pfeffer feurige Chilischoten für die Schärfe verwendet – ich bevorzuge für mein Rezept aber lieber Pfeffer, der einfacher dosierbar ist.
- Pecorino Romano ist lange gereifter, salziger Schafskäse. Der Hartkäse sorgt geschmacklich für eine würzige Tiefe.
- Für das Pastagericht werden in der römischen Amatriciana-Variante vorzugsweise Bucatini zur Soße gekocht. Das ist eine dickere Nudelvariante, die innen hohl ist. Aber im Herkunftsort des Gerichts sind normale Spaghetti die erste Wahl – und so auch für meine Pasta Amatriciana.

5 Zubereitungstipps für die Amatriciana
Wer Pasta Amatriciana kocht, will das Beste aus jeder einzelnen Zutat herausholen. Um wirklich das volle Aroma dieser Mahlzeit zu erhalten, gebe ich dir ein paar einfache Tipps an die Hand:
- Guanciale vorbereiten: Die Würze des luftgetrockneten Specks ist für meine Spaghetti Amatriciana essenziell. Bevor du ihn kleinschneidest, schneide zuerst die Schwarte ab. Das ist die äußere Schicht bei Stücken, die länger gereift sind – sie wird beim Braten sehr fest und zäh. Wer möchte, kann die Schwarte aber auch für den Geschmack in der Soße mitkochen und später entfernen.
- Speck knusprig braten: Schneide den Speck wie in meiner Anleitung beschrieben. Dann brätst du die Speckstreifen entweder ohne zusätzliches Fett oder wie ich mit wenig Olivenöl bei mittlerer Hitze goldbraun. Kross schmeckt der Guanciale in der Amatriciana am besten! Behalte das ausgelassene Fett des Specks unbedingt in der Pfanne – es ist ein ausgezeichneter Geschmacksträger für die Aromen aller Zutaten.
- Mit ganzen Tomaten ablöschen: Den besten Geschmack, fruchtig und aromatisch, bekommst du mit sonnengereiften Dosentomaten. Ganz wichtig: Verwende ganze, geschälte Tomaten von guter Qualität – gib hierfür lieber ein paar Cent mehr aus, das lohnt sich. Du musst sie für dieses Gericht nicht pürieren, sondern kannst sie ganz einfach mit deinem Kochlöffel etwas zerdrücken, damit sie leichter verkochen.
- Kochwasser für die Konsistenz: Sind die Nudeln gekocht, gibst du sie noch tropfnass in die fruchtige Soße. Das salzige Kochwasser enthält Stärke der al dente gekochten Pasta, die für die perfekte Sämigkeit deiner Amatriciana-Soße sorgt.
- Finalisieren und servieren: Spaghetti und Amatriciana verbinden sich in der Pfanne zum herrlich aromatischen Pastagericht. Als perfekte Krönung wird die Spaghetti all’amatriciana mit einer großzügigen Portion Pecorino-Hartkäse serviert.

Häufige Fragen zum italienischen Soßenklassiker
- Was bedeutet Amatriciana auf Deutsch? Der Name leitet sich vom Herkunftsort, der italienischen Stadt Amatrice, ab und bedeutet übersetzt „nach Art der Frauen aus Amatrice“.
- Was ist Amatriciana-Soße? Es handelt sich um eine herzhafte, leicht pikante Tomatensoße, die sich durch ihre Hauptzutaten auszeichnet. Traditionell beinhaltet sie: Guanciale (Speck aus der Schweinebacke), geschälte San Marzano Tomaten (Flaschentomaten), geriebenen Pecorino Romano (italienischer Hartkäse aus Schafsmilch) und Peperoncino (Chilischoten).
- Wie schmeckt Amatriciana? Der Geschmack des mediterranen Pastagerichts ist durch den ausgelassenen, luftgetrockneten Speck und Pecorino würzig und vollmundig. Die herzhaften Noten werden wunderbar durch die fruchtige Säure der Tomaten ergänzt.
- Welcher Speck wird für Amatriciana verwendet? Das geschützte Originalrezept aus Amatrice verlangt zwingend nach Guanciale. Solltest du ihn in keinem Supermarkt in deiner Nähe bekommen, ist der italienische Bauchspeck Pancetta die beste Alternative.
- Was ist der Unterschied zwischen Amatriciana, Bolognese und Arrabiata? Eine Bolognese zeichnet sich durch eine lange Schmorzeit aus. Das geschmorte Ragout beinhaltet Hackfleisch, feines Suppengemüse, Wein und nur wenig Tomate. Die Arrabiata hingegen ist eine rein vegetarische Tomatensoße, mit Schärfe aus viel Knoblauch und Chili. Das Amatriciana-Rezept lebt von der Kombination aus herzhaftem Speck, fruchtigen Tomaten und vollmundigem Pecorino-Käse.

Du hast Lust auf weitere italienische Soßenklassiker? Probiere unbedingt einmal mein beliebtes Bolognese-Rezept, die vegetarische Penne all’arrabbiata oder die Spaghetti aglio e olio mit ihrer leichten, würzigen Schärfe aus Knoblauch und Chili. Unter meinen Pasta-Rezepten findest du als Nudel-Fan noch mehr Inspiration.

Pasta Amatriciana – ein italienischer Klassiker
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ZUTATEN
- 800 g ganze, geschälte Tomaten aus der Dose
- 500 g Spaghetti
- 300 g Guanciale - luftgetrockneter Speck aus der Schweinebacke
- 120 g Zwiebeln - ca. 2 mittelgroße
- 2 Knoblauchzehen
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Zucker
- 1/4 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- 50 g Pecorino - alternativ Parmesan
ANLEITUNG
- Die 500 g Spaghetti bereitest du rechtzeitig nach Packungsanleitung zu.

- Die 300 g Guanciale schneidest du in dünne ca. 4 × 1 cm lange Streifen.

- Die 120 g Zwiebeln und die 2 Knoblauchzehen schälst du und schneidest sie in Würfel.

- In einer Pfanne erhitzt du 1 EL Olivenöl, denn das Öl erleichtert das Ausbraten des Guanciale-Fetts. Die Guanciale-Streifen lässt du im heißen Öl knusprig ausbraten.

- Die Zwiebel- und Knoblauchwürfel gibst du dazu und brätst sie glasig an.

- Mit den 800 g ganzen Tomaten aus der Dose löschst du ab.

- Mit 1 TL Salz, 1/2 TL Zucker und 1/4 TL schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzt du die Soße. Die Tomaten zerteilst du mit dem Kochlöffel und lässt die Soße für 10 Minuten auf mittlerer Stufe mit Deckel köcheln. HINWEIS: Ich nehme gerne ganze Tomaten aus der Dose, weil sie das meiste Aroma haben. Du kannst auch gerne stückige Tomaten verwenden.

- Die Spaghetti gibst du direkt aus dem Topf tropfnass in die Soße und verrührst alles miteinander. Die 50 g Pecorino oder Parmesan fein reiben und darüber geben.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.
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