Das cremige Pastagericht besteht aus Spaghetti al dente, aromatischem Pecorino sowie frisch geriebenem, schwarzem Pfeffer. Spaghetti Cacio e Pepe schmecken intensiv salzig, würzig und leicht pfeffrig – umami pur!
In nur 20 Minuten ist das Gericht fertig und du brauchst nur vier Zutaten. Das stärkehaltige Nudelwasser sorgt als Emulgator für eine Sauce, die puristisch ganz ohne Sahne auskommt. Durch das Rösten des Pfeffers bekommen die Cacio e Pepe einen einzigartigen, würzigen Geschmack.

Traditionelle Zutaten für Cacio e Pepe
Der Pastaklassiker „Cacio e Pepe“ bedeutet übersetzt so viel wie „Käse und schwarzer Pfeffer“. Er überzeugt mit Minimalismus, denn viel mehr Zutaten hat das cremige Gericht nämlich auch gar nicht. Somit ist es besonders einfach vor- und zubereitet und steht in Rekordzeit auf dem Tisch. Das ist der Grund, warum italienische Rezepte in meiner Alltagsküche schon immer einen besonderen Platz haben.
Du benötigst:
- Spaghetti aus Hartweizengrieß: Achte gerne auf den Zusatz „al Bronzo“. Durch das spezielle Herstellungsverfahren sowie der Verwendung von hochwertigem Hartweizen, geben sie besonders viel Stärke ans Nudelwasser ab. Außerdem haben die Nudeln eine raue Oberfläche, die die cremige Sauce besser aufnimmt.
- Junger Pecorino mit bis zu 6 Monaten Reifezeit schmeckt würzig, nussig, hat ein leichtes Schafskäse-Aroma und nach meiner Erfahrung optimale Schmelzeigenschaften für dieses Gericht.
- Schwarzer Pfeffer – am besten aus der Mühle oder grob im Mörser zerstoßen.
- Salz als Geschmacksverstärker. Beachte, dass der Pecorino bereits sehr salzig ist und würze mit etwas Fingerspitzengefühl.

So machst du cremige, authentische Cacio e Pepe
- Der Käse ist das Herzstück dieses Gerichts: Pecorino erhältst du in gut sortierten Supermärkten oder an der Käsetheke. Greife für die Cacio e Pepe idealerweise nicht etwa zu Parmesan, es sei denn du bekommst keinen Pecorino. Denn Pecorino hat ein unverwechselbares Aroma, ist salziger und etwas schärfer. Das macht das Gericht einzigartig und authentisch.
- Die Nudeln koche ich in weniger Wasser als ich es üblicherweise in meiner Anleitung zum Nudeln kochen empfehle. So wird das Pastawasser stärkehaltiger und die Sauce dadurch noch cremiger.
- Koche die Nudeln im Topf am besten al dente – in der Pfanne bekommen die Cacio e Pepe noch etwas Hitze, wodurch sie nachziehen. So verhinderst du, dass sie zu weich werden.
- Den Pecorino reibe ich so fein wie möglich. Auch wenn es etwas länger dauert, lohnt es sich, um eine nahezu klümpchenfreie Sauce zu erhalten. Wenn ich das Nudelwasser dann portionsweise zum Käse gebe, verbindet sich der zarte Pecorino mit der Stärke des Kochwassers zu einer cremigen Emulsion.
- Ich empfehle, das Pastagericht direkt zu servieren. Die empfindliche Verbindung aus Wasser und Käse zerfällt bei zu viel Hitze oder Kälte und flockt aus. Nur frisch serviert begeistern die Cacio e Pepe mit einem ansprechenden Glanz.

Meine Tipps für das Pastagericht
- Klumpen vermeiden: Damit deine Pastasauce wunderbar cremig wird, sollte dein Wasser ausreichend Stärke enthalten. Verwende also genau so viel Wasser zum Kochen, wie im Rezept angegeben, und entnimm erst gegen Ende der Kochzeit die benötigten Kellen der Flüssigkeit. So hatte die Stärke genug Zeit das Wasser anzureichern. Sollten doch ein paar Klumpen zu sehen sein, mach dir keinen Kopf, es schmeckt dennoch lecker!
- Die perfekte Konsistenz: Ist deine Sauce zu dick bzw. zu trocken, kannst du ganz einfach schluckweise noch etwas Pastawasser hinzugeben. Ist sie hingegen zu flüssig, hilft noch etwas geriebener Pecorino für die nötige Bindung und ein cremiges Ergebnis.
- Aufwärmen: Die Spaghetti Cacio e Pepe leben von dem feinen Zusammenspiel aus richtiger Temperatur und Stärke als Bindemittel für Wasser und Käse. Bleibt etwas von der Pasta übrig, kühlt diese ab und der Käse zieht in die Nudeln ein – die Aromen verfliegen leider etwas, das solltest du wissen. Ich erwärme die Nudeln meist bei niedriger Hitze erneut in der Pfanne. Dann rühre ich esslöffelweise etwas heißes Wasser ein und hebe frischen Pecorino unter. Am besten schmeckt das Gericht frisch gekocht, aber du kannst es aufgewärmt trotzdem noch wunderbar genießen.

Andere Rezepte für italienische Pastaklassiker findest du ebenfalls auf meinem Blog. Träume dich mit meinen Spaghetti Carbonara, der aromatischen Bolognese oder der Pasta alla Nonna ins sonnige Italien.

Cacio e Pepe – Spaghetti mit Käse und Pfeffer
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ZUTATEN
- 400 g Spaghetti, aus Hartweizengrieß - gerne ein Markenprodukt "al Bronzo"
- 200 g junger Pecorino - 1 bis 6 Monate gereift
- 1 TL schwarzen Pfeffer aus der Mühle
- 2 TL Salz
- 2 Liter Wasser
ANLEITUNG
- In einem großen Topf bringst du 2 Liter Wasser zum Kochen, gibst 2 TL Salz dazu und lässt darin die 400 g Spaghetti nach Packungsanweisung kochen. Ab und zu umrühren.HINWEIS: Die Spaghetti werden in verhältnismäßig wenig Wasser gekocht, damit sich eine hohe Stärke-Konzentration im Wasser befindet. Das ist der Schlüssel zur perfekten, cremigen Soße, aus physikalisch-chemischen Gründen.

- Auf einer Reibe reibst du die 200 g jungen Pecorino sehr fein.

- Eine hohe Pfanne erhitzt du ohne Fett auf mittlerer Stufe und röstest darin für ca. 1/2 Minute den 1 TL schwarzen Pfeffer aus der Mühle an.

- Den geriebenen Pecorino gibst du in eine große Schüssel. Von dem kochenden Nudelwasser gibst du zuerst 1 Suppenkelle (mit 80 ml Fassungsvermögen) dazu und verrührst den Käse kräftig mit einem Schneebesen.

- Direkt 1 weitere Suppenkelle Nudelwasser (ca. 80 ml) unterrühren und ggf. noch weiteres Nudelwasser, damit die Soße nahezu cremig wird. HINWEIS: Die entstehende Soße wird cremig, aber es kann durchaus sein, je nach Pecorino-Sorte, dass der Käse durchaus nicht komplett schmilzt und sich Klümpchen bilden. Es schmeckt dennoch lecker!

- Die Spaghetti gießt du über ein Sieb ab und fängst dabei das Nudelwasser auf.

- Im Anschluss gibst du die Spaghetti in die Pfanne und vermengst sie mit der Käse-Soße. Sollte die Soße die Nudeln nicht geschmeidig genug ummanteln, gib noch etwas Nudelwasser hinzu.

- Mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen und servieren.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.
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