Herrlich duftend und warm kommen diese Vollkornbrötchen aus dem Ofen! Mit meinem Rezept backst du luftige Sonntagsbrötchen einfach selbst – ohne Schlangestehen vor der Bäckerei.
Mein Vollkornbrötchen-Rezept eignet sich prima für zu Hause, denn du brauchst nicht viel. Mit wenig Aufwand backst du die Brötchen mit fluffigem Inneren und knuspriger Kruste, für ein perfektes Frühstück.

Zutaten für meine Vollkornbrötchen
Ich liebe frische Brötchen vom Bäcker – wie du vielleicht weißt, habe ich früher auch häufig in der Bäckerei meiner Großeltern mitgeholfen. Heute bereite ich allerlei Gebäckstücke auch gerne zu Hause zu. Die Basis und der Namengeber für die Vollkornbrötchen ist das verwendete Weizenvollkornmehl.
Außerdem benötigst du folgende Zutaten:
- Lauwarmes Wasser, in dem du Frischhefe auflöst. Sie hilft dabei, dass deine Vollkornbrötchen trotz des reichhaltigeren Mehls aus dem vollen Korn nicht zu kompakt werden, sondern durch Lufteinschließungen in den Gärphasen fluffig aufgehen.
- Etwas Joghurt schützt die Brötchen während der Ofengare vor dem Austrocknen. Fett und Milchsäurebakterien machen die Krume (das Innere) elastisch und saftig.
- Zuckerrübensirup färbt die Vollkornbrötchen schön braun – ohne können sie leicht gräulich-braun aussehen.
- Olivenöl für eine geschmeidige Teig-Textur und Haltbarkeit bis zum nächsten Tag.
- Salz sorgt im Garprozess für eine gleichmäßige Porenbildung im Teig und damit für eine stabile Struktur — aber auch für eine tiefe Geschmacksnote.
- Zum Bestreuen kannst du Saaten und Kerne nach Belieben wählen, zum Beispiel Mohn, Sesam, Leinsamen, Kürbis- oder Sonnenblumenkerne.

3 Fakten über Brötchen aus Vollkornmehl
- Gesetzlich geschützt: In Deutschland ist in den Leitsätzen für Brot und Kleingebäck gesetzlich festgelegt, dass ein Vollkornbrötchen zu mindestens 90 Prozent aus Vollkornmehl bestehen muss. Für mein Rezept verwende ich nur Mehl aus dem ganzen Korn – also einschließlich der Kleie, die Schale des Korns, und dem Keimling.
- Innen weich und außen knackig: Damit dein Vollkornbrötchen wie vom Bäcker aus dem Ofen kommt, solltest du unbedingt die Gehzeiten des Teigs einhalten. Vollkornmehl nimmt langsamer Wasser auf als die Variante ohne Kleie. Ohne ausreichende Gehzeit entzieht die Schale dem Teig erst im Ofen die Feuchtigkeit – das Ergebnis: ein trockenes, krümeliges Brötchen. Damit das nicht passiert: Lasse den Teig ruhen, gerne auch über Nacht im Kühlschrank, dann wird der Biss ins Brötchen knusprig und die Krume saftig.
- Länger satt: Die im Vollkornmehl enthaltenen Bestandteile des Korns sind sehr ballaststoffreich und benötigen im Verdauungsprozess mehr Zeit als ein herkömmliches Weizenbrötchen aus Weißmehl. Beim Verzehr von Vollkornprodukten profitierst du also von einem stärkeren Sättigungsgefühl. Setzt du in deiner Ernährung auf Produkte oder Rezepte aus Vollkornmehl statt Weißmehl, kannst du also Kalorien sparen, da dich schon kleinere Portionen satt machen.

Darum liebe ich selbstgebackene Vollkornbrötchen
- Du weißt was drin ist: Brötchen vom Bäcker schmecken lecker, manchmal sind sie aber eine Mogelpackung und haben obendrein einen stolzen Preis. Meist bekommst du in einer Bäckerei Brötchen, die wie Vollkornbrötchen aussehen, aber keine sind. Besonders wenn sie nicht als „Vollkornbrötchen“, sondern unter anderen kreativen Namen wie „Fitnessbrötchen“ verkauft werden. Ein „falsches“ Vollkornbrötchen besteht meist aus Weizenmehl Type 550, vermischt mit ein paar Körnern, die es optisch aufwerten sollen. Das Problem: Ein solches Brötchen sättigt nicht so gut, wie du es vielleicht erwartest. Backst du es selbst, kennst du die Zutaten.
- Frisch aus dem Ofen: Du erwartest Gäste zum Sonntagsbrunch oder liebst einfach frische Brötchen, die noch warm ihren Weg auf den Teller finden? Selbstgebacken ist das mit Leichtigkeit umgesetzt! Willst du die Vollkornbrötchen morgens nur in den Ofen schieben, kannst du den Teig ganz einfach am Vorabend vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Achte nur darauf, dass du ihn gut abdeckst. Am Morgen knetest du ihn dann noch einmal kurz durch, teilst ihn in Teigstücke und fährst mit den Teiglingen nach Rezept fort.
- Brötchen nach Belieben: Meiner Erfahrung nach hat jeder seinen persönlichen Brötchen-Favoriten. Die einen mögen Mohn, Sesam oder Haferflocken, die anderen können von Kernen nie genug kriegen. Mit meinem Vollkornbrötchen-Rezept zum Selberbacken hast du die Vielfalt deines Gebäcks selbst in der Hand.

Wenn dir das Backen von Brot und Brötchen Freude bereitet, schau gerne einmal bei meinen Rezepten für Eiweißbrot, Dinkelvollkornbrot und Kartoffelbrötchen vorbei!

Luftige Vollkornbrötchen selber backen
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ZUTATEN
DER TEIG MUSS 1 STUNDE RUHEN.
- 500 g Weizen-Vollkornmehl
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 1/2 Würfel frische Hefe
- 2 EL Joghurt
- 1 EL Zuckerrübensirup
- 2 EL Olivenöl - alternativ neutrales Rapsöl
- 1 TL Salz
- Kerne und Saaten zum Bestreuen - z. B. Kürbiskerne, Leinsaat, Mohn, Sesam, Sonnenblumenkerne
ANLEITUNG
- Den Backofen rechtzeitig auf 230 °C Ober- / Unterhitze vorheizen. Eine backofenfeste große Tasse mit Wasser (ca. 300 ml) füllen und dazu in den Ofen stellen. Ein Backblech legst du mit Backpapier aus und stellst es bereit.

- Den 1/2 Würfel Hefe verrührst du in einer Rührschüssel mit 300 ml lauwarmem Wasser, bis sie aufgelöst ist. HINWEIS: Die optimale Temperatur für die Entwicklung der Hefe ist mindestens 26 °C und maximal 37°C. Mach den Lippentest, das Wasser sollte sich schön und angenehm warm anfühlen, aber nicht heiß.

- Nun fügst du 500 g Mehl, 2 EL Joghurt, 1 EL Zuckerrübensirup, 1 gehäuften TL Salz und 2 EL Olivenöl hinzu. Verknete alles mit den Knethaken des Handmixers oder der Küchenmaschine erst auf langsamer Stufe, bis sich alle Zutaten verbunden haben.

- Dann stellst du auf höhere Stufe und knetest den Teig etwa 5 Minuten lang. Er sollte sich am Ende von selbst von der Schüsselwand lösen und sich weich sowie recht glatt zu einer Kugel formen lassen.

- Im Anschluss deckst du die Schüssel mit Frischhaltefolie ab und lässt den Teig 45 bis 60 Minuten an einem zimmerwarmen Ort ruhen.

- Das Volumen des Teigs sollte sich am Ende verdoppelt haben.

- Anschließend gibst du den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche, "knetest" ihn kurz durch, indem du ihn mehrmals von außen nach innen faltest.

- Dann stichst du ca. 10 gleichgroße Teigstücke (knapp 100 g) mit einer Teigkarte ab. Die Teiglinge faltest du jeweils einige Male und schleifst (formst) sie anschließend jeweils rund zu Brötchen.

- Jedes Brötchen legst du auf das Backblech, drückst es leicht platt und schneidest es mit einem scharfen Messer 1-mal vertikal ein. Anschließend mit einem Küchenhandtuch abdecken und 10 Minuten auf dem Backblech gehen lassen.

- Dann bestreichst du die Brötchen üppig mit Wasser und bestreust sie mit Kernen und Saaten deiner Wahl. Diese leicht eindrücken. Im Anschluss im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene 8 Minuten backen. Im Anschluss die Backofentemperatur auf 200 °C reduzieren und die Brötchen in 10 bis 12 Minuten fertigbacken.

- Die Brötchen aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Lauwarm schmecken sie am besten.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.

NÄHRWERTE PRO PORTION
WAS MEINST DU?

Ich danke dir vielmals für deine Rückmeldung zu meinem Brötchen-Rezept, Julia♥️. Weiterhin einen guten Appetit & LG
Lieber Konrad, das freut mich sehr wenn es geschmeckt hat👍. Wenn du den Teig über Nacht im Kühlschrank garen möchtest musst die die Hefe reduzieren. Ich würde 3 bis 5 g Hefe nehmen. Viele LG
Das sollte klappen, Silke. Es wird dann jedoch etwas mehr Flüssigkeit benötigt wenn du Dinkelvollkornmehl verwendest. Viele LG
Liebe Marion, das ist ja toll🥰. Danke für das Teilen deiner Erfahrung und viele LG
❤️-lichen Dank für deine nette Rückmeldung zu meinem Vollkornbrötchen-Rezept, Gabriele. Viele Grüße!
Hallo Emmi, gibt es eine Alternative zum Joghurt, Würde die Brötchen gerne morgen backen, habe aber keinen Joghurt. Grüße
Falls du Quark oder Schmand hat könnte das eine Alternative sein. Viele LG
Hallo Emmi, habe schon viele Rezepte von dir. Freue mich schon auf die Brötchen. Vollkorn finde ich gut und meiner Diabetes zuträglich. Kann ich auch Roggenmehl (oder einen Teil) verwenden?
Liebe Doro, ich habe es leider nicht ausprobiert. Falls du es machst lass mich gerne wissen wie es geklappt hat. Viele LG
Wie schön, Werner! Lass mich gerne wissen wie es geklappt hat👍. Viele Grüße aus Köln💕
Danke dir Gerda💚. Deine lieben Zeilen freuen mich sehr😊. Hab weiterhin viel Freude mit meinen Rezepten & viele Grüße aus Köln!
Liebe Emmi, danke für deinen tollen, schnellen und einfachen Gerichte, die bisher immer toll angekommen sind. Eine Frage zur Über-Nacht-Gare: reduziere ich hier die Hefemenge? Vielen Danke im Voraus für eine Antwort
Liebe Gerlinde, ich würde 3 bis 5 g Hefe nehmen und Übernachtgare im Kühlschrank machen. Viele LG
Liebe Emmi, das Rezept hört sich ganz toll an und ich möchte es unbedingt ausprobieren. Kann ich das Weizenvollkornmehl problemlos mit Dinkelvollkornmehl austauschen?
Liebe Biene, ja, das geht! Es wird dann etwas mehr Flüssigkeit benötigt. Viele LG
💕-lichen Dank für dein Feedback zu meinem Vollkornbrötchen-Rezept, Lilli👍. Weiterhin einen guten Appetit und viele LG
Liebe Gitte, den Zuckerrübensirup findest du überall in der Nähe vom Honigregal. Reste kann man auch ganz prima auf Brot genießen! Viele LG
fun fact: Zuckerrübensirup auch als Goldsaft bekannt, kann oft als Ahornsirupersatz verwendet werden. Ist eine gute Alternative, da regional im Vergleich zu kanadischem Ahornsirup und hat weniger Kalorien 🙂 also durchaus lohnenswert zu kaufen. Der Geschmack ist etwas kräftiger/malziger als Ahornsirup und von der Konsistenz her dickflüssiger
Dankeschön für die Zusatz-Infos, Melanie👍
Hallo Emmi, bei uns gibt es keine Frischhefe, gelingt das Rezept auch mit Trockenhefe? Und wenn ja, wieviel brauche ich?
Liebe Simone, du kannst statt der Frischhefe auch 1 Päckchen Trockenhefe (7g) verwenden und nach Packungsanweisung verarbeiten. Viele LG
Liebe Birgit, deshalb steht die Ruhezeit immer über den Zutaten bei meinen Rezepten. Viele LG
Liebe Petra, bitte ganz normal fertig backen und die Brötchen vollständig auskühlen lassen bevor du sie einfrierst. Dann aus dem Gefrierschrank rausnehmen und direkt im Ofen (vorgeheizte Ober -/Unterhitze ) bei 180-200 Grad für 8-12 Min. aufbacken. Viele LG
Liebe Emmi, ich freue mich sehr auf das Brötchen Rezept. Allerdings verstehe ich nicht ganz, was es mit der ofenfesten Tasse auf sich hat. Bleibt diese während des Backvorganges als Luftbefeuchter im Ofen oder erwärmst Du damit das Wasser für fie Hefe? Bei Male 300 ml hat mich irritiert. Liebe Grüße, Thomas
Lieber Thomas, die Tasse mit Wasser dient in der Tat als „Luftbefeuchter“ und bleibt während des Backens im Ofen. Viele LG