Aprikosenmarmelade selber zu machen ist ganz einfach, du benötigst nur frische Aprikosen, Gelierzucker und Zitronensaft. Einkochen und Haltbarmachen – das wussten schon unsere Omas – macht Freude und lernt uns Wertschätzung für die verschiedenen Saisons unserer Lieblingsfrüchte.
Ob fürs Frühstück, zu deftigen Gerichten oder beim Backen: Die Aprikosenmarmelade ist so herrlich wandelbar und zaubert auch deinen Liebsten garantiert ein Lächeln ins Gesicht. Meine konnten es jedenfalls kaum erwarten, bis sie abgekühlt war und vernascht werden durfte.

Zutaten für die selbstgemachte Aprikosenmarmelade
Aprikosen sind natürlich die Hauptzutat des knallig orangenen Aufstrichs, der je nach Region auch Marillenmarmelade genannt wird. Achte beim Kauf auf Früchte, die aromatisch und reif, aber trotzdem noch fest sind. Mach den Geruchstest: Duftet das Obst fruchtig-süß und fühlt sich schwer an, ist das bereits ein sehr gutes Zeichen! Eine leichte Säure ist ebenfalls erwünscht, sie hält den Geschmack der Marmelade besonders frisch. Kaufe die Aprikosen am besten saisonal, hierzulande werden sie im Juli und August reif und sind dann in Hülle und Fülle auf dem Wochenmarkt und im Supermarkt zu finden.
Außerdem benötigst du:
- Gelierzucker lässt die Marmelade gelieren und macht sie haltbar. Ich verwende die Variante 2:1, das heißt für zwei Teile Obst und einen Teil Zucker. So wird das Ergebnis schön süß und schmeckt klassisch. Du kannst auch die Variante 3:1 und dementsprechend weniger Zucker bzw. mehr Früchte verwenden, dann wird die Marmelade weniger süß, jedoch auch nicht so lange haltbar.
- Zitronensaft sorgt dafür, dass die Aprikosenmarmelade ihre schöne orangene Farbe länger behält und eine herrlich angenehme Säure erhält.

5 Tipps für selbstgemachte Aprikosenmarmelade
- Gläser sterilisieren: Damit deine Marmelade noch länger hält und Keime keine Chance haben, solltest du die Gläser vor dem Befüllen entweder im Kochtopf auskochen oder für 30 Minuten bei 90 °C Umluft in den Backofen stellen.
- Vorbereitung der Aprikosen: Vor dem Kochen solltest du die Aprikosen entsteinen und klein schneiden. Ich häute sie nicht, denn kleine Stückchen machen mir nichts aus. Wenn du die Marmelade gerne besonders fein magst, kannst du sie nach dem Kochen und Pürieren zusätzlich durch ein Sieb streichen.
- Knallige Farbe: Zitronensaft hilft dabei, die Aprikosenmarmelade vor dem Braunwerden zu schützen. Wichtig ist jedoch auch die zusätzliche Lagerung an einem dunklen Ort, so bleibt sie länger schön orange.
- Süß kombinieren: Marmelade darf bei einem ausgiebigen Frühstück nie fehlen. Ob zu Quark oder Joghurt, auf einem Brötchen oder zum Hineintunken für Croissants – selbstgemachte Marmelade schmeckt einfach himmlisch. Du kannst sie auch als Füllung in Berliner geben, für Kuchen wie die klassische Sachertorte zum Bestreichen verwenden oder zu Süßspeisen wie Pfannkuchen oder Waffeln verputzen.
- Herzhaft genießen: Die Aprikosenmarmelade kannst du auch für deftige Speisen verwenden. Geflügel oder Schwein bekommen mit ihrer Glasur eine knusprige, fruchtige Kruste. Du kannst sie aber auch mit Ziegen- oder Schnittkäse auf Brot essen oder zu orientalischen Gerichten wie Couscous oder Tajine reichen.

Häufige Fragen zur Marmelade
Welches Obst passt zu Aprikosen für Marmelade?
Wenn du nicht genug Aprikosen hast, kannst du sie wunderbar mit Pfirsichen kombinieren. Ihr Aroma ist sehr ähnlich zu dem der Aprikosen, daher sind sie perfekt für eine klassische Marmelade geeignet. Wenn du gerne noch eine andere Geschmacksnote hineinbringen willst, kannst du Mango oder Ananas für einen exotischen Touch sowie Orange für ein herbes Zitrusaroma hinzugeben. Achte dabei unbedingt auf das richtige Mengenverhältnis von Gelierzucker und Früchten.
Welche Gewürze passen zu Aprikosenmarmelade?
Für Abwechslung und Pfiff können auch Gewürze in der Aprikosenmarmelade sorgen: eine Vanilleschote beim Kochen, etwas Zimt oder Ingwer sind nur einige meiner Favoriten. Rosmarin oder Thymian sind definitiv außergewöhnliche Kombinationen, die vorsichtig dosiert für einen interessanten Twist sorgen. Lavendel kann ebenfalls elegant wirken, wenn du ein Fan des blumigen Geschmacks bist. Hier würde ich jedoch nicht zu viel in die Marmeladenmasse geben.
Wie lange muss Aprikosenmarmelade kochen?
Die Zucker-Frucht-Masse muss nur etwa fünf Minuten sprudelnd kochen. Mach anschließend am besten eine Gelierprobe: Gib dafür eine kleine Menge Marmelade auf einen Teller. Wird sie nicht fest, solltest du sie noch eine Minute weiter kochen lassen und die Probe wiederholen. Die Geduld an der Stelle zahlt sich aus.
Wie lange hält sich Aprikosenmarmelade?
Ungeöffnet hält sich die Aprikosenmarmelade ungefähr 6 bis 12 Monate, wenn du sie an einem dunklen und kühlen Ort lagerst. Nach dem Anbrechen solltest du das Glas innerhalb von vier Wochen aufbrauchen und in der Zwischenzeit im Kühlschrank aufbewahren. Verwende dann auch immer einen sauberen Löffel, damit keine Krümel und Keime in die Marmelade kommen.

Auf meinem Blog findest du noch mehr Rezepte für leckere Marmeladen zum Beispiel die Variante mit Erdbeere, die Himbeermarmelade oder meine fruchtige Kirschmarmelade. Du hast Aprikosen im Garten und möchtest etwas Leckeres aus ihnen zaubern? Dann kann ich dir auch meinen saftigen Aprikosenkuchen empfehlen.

Aprikosenmarmelade einfach selber machen
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ZUTATEN
ERGIBT UNGEFÄHR 1,2 KG MARMELADE FÜR CA. 6 MARMELADENGLÄSER À 200 ML.
- 1,2 kg Aprikosen
- 500 g Gelierzucker - 2:1
- 2 EL Zitronensaft - frisch gepresst
ANLEITUNG
- Du benötigst 6 Schraubdeckelgläser mit ungefähr 200 ml Fassungsvermögen. Vorher solltest du Gläser und Deckel sterilisieren, abkühlen und bereitstellen. Dafür Gläser und Deckel in einem großen Kochtopf auskochen lassen.

- Etwa 1,2 kg Aprikosen waschen, trocknen, halbieren und entsteinen und 1 kg abwiegen, im Anschluss die Hälften noch vierteln oder in Würfel schneiden, damit sie schneller garen. TIPP: Nach Belieben kannst du die Aprikosen häuten oder die pürierte Masse nach dem Kochen durch ein Sieb streichen, um eventuelle Aprikosenhaut-Reste zu passieren.

- Im Anschluss gibst du die Aprikosenhälften in einen hohen Kochtopf und verrührst sie mit 500 g Gelierzucker 2:1 und 2 EL Zitronensaft.HINWEIS: Der Kochtopf sollte hoch sein, weil die Marmelade beim Kochen stark blubbert.

- Unter Rühren bringst du sie bei starker Hitze zum Kochen und lässt sie unter ständigem Rühren 3 bis 5 Minuten sprudelnd kochen.

- Im Anschluss pürierst du die Marmeladen-Masse mit einem Pürierstab fein.

- Ich empfehle dir eine Gelierprobe: Dafür gibst du 1 bis 2 Teelöffel Aprikosenmarmelade auf einen Teller und lässt sie erkalten. Sollte sie nicht fest werden, 1 Minute weiterkochen lassen und erneut eine Probe machen.TIPP: Es gibt im Handel Gelierhilfen (meist vom Hersteller als "Gelfix" oder "Gelierfix" bezeichnet) solltest du besonders feste Marmelade/Konfitüre mögen.

- Passiere die Marmelade durch ein Sieb, sollten dich evtl. noch vorhandene Aprikosenhaut-Stückchen stören. Im Anschluss mithilfe eines Trichters in die sterilisierten Schraubgläser, bis mind. 4 mm unter dem Rand füllen.

- Dann verschließt du mit dem Schraubdeckel die Gläser und stellst sie sofort auf den Kopf. Für 5-10 Minuten so stehen lassen, damit sich ein Vakuum bildet. Vorsicht, die Gläser sind heiß!

- Die Gläser auskühlen lassen und für die Aufbewahrung kühl und dunkel lagern oder direkt nach dem Auskühlen sofort verzehren. TIPP: Bewahre die Aprikosenmarmelade am besten dunkel auf, so behält sie ihre orangene Farbe und wird weniger schnell bräunlich.

- Ich wünsche dir einen süßen Appetit!

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