Kleine, goldgelb gebackene Rosetten, deren Ränder leicht knuspern, während das Innere schön zart bleibt – die Herzoginkartoffeln sind sowohl im Alltag als auch zu besonderen Anlässen echte Hingucker.
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Mit meinem Rezept für Herzoginkartoffeln zauberst du aus einfachen Zutaten in wenigen Schritten ein festliches Gericht. Es zeigt, wie vielseitig Kartoffeln sein können und welchen Genuss sie bieten, wenn sie duftend aus dem Ofen serviert werden.

Zutaten für goldgelbe Herzoginkartoffeln
Die wichtigste Grundlage für richtig gelungene Herzoginkartoffeln sind natürlich die Kartoffeln selbst. Für mein Rezept brauchst du ein Kilo mehligkochende Kartoffeln, damit du etwa zwei Backbleche mit den hübschen kleinen Rosetten füllen kannst. Mehligkochende Sorten eignen sich am besten, weil sie den höchsten Stärkegehalt haben, beim Kochen leicht zerfallen und sich wunderbar zu einer feinen Kartoffelmasse verarbeiten lassen. Genau diese zarte Masse sorgt später dafür, dass die typischen „Krönchen“ beim Backen ihre Form behalten.
Neben den Kartoffeln benötigst du für den Kartoffelteig nur wenige Zutaten:
- Butter verleiht der Masse Geschmack und eine wunderbar cremige Konsistenz.
- Eigelb bindet, gibt Stabilität beim Spritzen und sorgt für die schöne goldgelbe Farbe.
- Salz rundet den natürlichen Geschmack der Kartoffeln ab.
- Ein Hauch Muskatnuss gibt der Masse eine warme, dezente Würze – ein Klassiker bei Kartoffelgerichten.
- Vor dem Backen werden die aufgespritzten Rosetten vorsichtig mit einer Mischung aus Milch und Ei bepinselt, damit sie eine goldbraune Oberfläche bekommen.
Damit die typische Form gelingt, wird die Kartoffelmasse durch eine Kartoffelpresse besonders fein gedrückt und anschließend mit einem Spritzbeutel mit Sterntülle zu den kleinen Herzogin-Krönchen geformt. So entsteht die klassische Optik, die diese Beilage so festlich und besonders macht.

6 Tipps für die zarte, leicht knusprige Kartoffelbeilage
- Vegane Variation: Wer die Herzoginkartoffeln vegan zubereiten möchte, kann die Butter einfach durch Margarine ersetzen.
- Kartoffelpresse oder Stampfer: Um besonders feine Herzoginkartoffeln selber zu machen, wird die Kartoffelmasse klassisch durch eine Kartoffelpresse gedrückt. Wer keine besitzt, kann notfalls einen Kartoffelstampfer verwenden – wichtig ist, dass keine Stücke mehr enthalten sind, damit sich die Krönchen gut spritzen lassen.
- Perfekte Form: Die Rosetten etwa zweieinhalb bis drei Zentimeter hoch auf ein Backblech mit Backpapier spritzen. So behalten die Krönchen beim Backen ihre typische Form und sehen besonders hübsch aus.
- Ohne Spritzbeutel: Hast du keinen Spritzbeutel? Kein Problem! Ein Gefrierbeutel tut es auch – einfach eine kleine Ecke abschneiden und die Kartoffelmasse direkt aufs Backblech spritzen. So lassen sich die Rosetten schnell und sauber formen.
- Vielfältige Variationen: Die Beilage lässt sich ganz nach deinem Geschmack abwandeln: Kräuter wie Dill oder Schnittlauch oder sehr fein geriebener Käse, sorgen für neue Geschmacksnuancen.
- Köstlich kombiniert: Herzoginkartoffeln passen zu Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten gleichermaßen. Besonders gut harmonieren sie mit sämigen Soßen wie meiner Bratensoße oder der Rahmsoße.

Häufige Fragen zu Herzoginkartoffeln
- Warum heißen sie Herzoginkartoffeln? Herzoginkartoffeln haben ihren Ursprung in der französischen Küche. Dort nennt man sie „Pommes Duchesse“, also „Herzogin-Kartoffeln“. Die hübsche Rosettenform und die feine Mischung aus Kartoffeln, Butter und Eigelb gaben ihnen schon früh etwas Edles – eine Beilage, die sich perfekt für festliche Anlässe eignet.
- Was ist der Unterschied zwischen Herzoginkartoffeln und Kroketten? Herzoginkartoffeln bestehen aus einer luftigen Kartoffelmasse, die man mit Butter und Eigelb verfeinert und mit dem Spritzbeutel aufgespritzt. Sie werden im Ofen gebacken und bekommen außen eine leichte Kruste, bleiben innen aber weich und cremig. Kroketten sind dagegen fester, werden geformt, paniert und frittiert – dadurch schmecken sie viel knuspriger und rustikaler.
- Kann man Herzoginkartoffeln am Vortag vorbereiten? Ja, das ist sogar sehr praktisch und nur möglich, wenn du sehr frische Eier verarbeitest! Du kannst die Kartoffelmasse problemlos am Vortag herstellen und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Auch die fertig aufgespritzten Rosetten kannst du schon vorbereiten. Am nächsten Tag müssen sie nur noch in den Ofen – ideal, wenn Gäste kommen oder du dir Stress ersparen möchtest.
- Kann man Herzoginkartoffeln wieder aufwärmen? Ja, das Aufwärmen der Herzoginkartoffeln klappt super. Am besten legst du sie auf ein Blech und wärmst sie im Backofen bei mittlerer Hitze wieder auf, damit sie ihre feine Form und die leichte Knusprigkeit behalten. In der Mikrowelle werden sie eher weich und verlieren ihre Struktur – deshalb lieber den Ofen verwenden.
- Kann man selbstgemachte Herzoginkartoffeln einfrieren? Ja, Herzoginkartoffeln kann man sehr gut einfrieren – vorgebacken oder roh. Für die „rohe Variante“ spritzt du die Rosetten auf ein Tablett oder Teller, lässt sie im Tiefkühlfach durchfrieren und füllst sie dann in eine Dose oder einen Gefrierbeutel um. Auf dem Backblech auftauen lassen und im Ofen backen. Vorgebackene Herzoginkartoffeln im vorgeheizten Backofen bei 120 °C ca. 10 bis 15 Minuten auftauen und erwärmen.

Hast du meine Herzoginkartoffeln bereits getestet? Dann gefällt dir bestimmt auch mein Rezept für schnelles Kartoffelpüree. Weitere unkomplizierte Kartoffel-Klassiker sind außerdem meine Rosmarinkartoffeln, die Salzkartoffeln und Ofenkartoffeln.

Herzoginkartoffeln aus dem Ofen
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ZUTATEN
ERGIBT UNGEFÄHR 45 STÜCK HERZOGINKARTOFFELN
- 1 kg mehligkochende Kartoffeln
- 80 g Butter
- 4 Eigelbe - Menge geteilt
- 2 EL Milch
- Salz
- 1 Prise Muskatnuss
ANLEITUNG
- Den Backofen rechtzeitig auf 200 °C Ober- / Unterhitze (Umluft 180 Grad) vorheizen.
- Die Kartoffeln schälen, waschen und vierteln. Dann gibst du sie in einen Topf und gießt sie mit kaltem Wasser auf bis sie knapp bedeckt sind, aufkochen lassen und 1/2 TL Salz dazugeben. Für 20 Minuten bei mittlerer Hitze mit Deckel gar kochen.

- Die Kartoffeln in einem Sieb abgießen, für einen kurzen Moment ausdampfen lassen. Dann presst du die Kartoffeln nach und nach durch eine Kartoffelpresse direkt zurück in den Topf (so sparst du dir eine weitere Schüssel).

- Die 3 Eigelbe vom Eiweiß trennen (das Eiweiß wird nicht benötigt) zu den Kartoffeln geben, ebenso wie 80 g Butter in Stückchen geschnitten, 1 TL Salz sowie 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss. Alles gut miteinander vermengen.

- Die Kartoffelmasse füllst du in einen Spritzbeutel mit Sterntülle und spritzt mit etwas Abstand Rosetten in beliebiger Höhe daraus auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

- Das 1 Eigelb mit 2 EL Milch verquirlen und die Herzoginkartoffeln mit einem sehr weichen Pinsel damit bepinseln alternativ unter Zuhilfenahme eines Teelöffels darüber träufeln. Für ca. 20 bis 25 Minuten auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen goldbraun backen, bzw. bis die Spitzen leicht gebräunt sind.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.

NÄHRWERTE PRO PORTION
WAS MEINST DU?

Danke für deine Rückmeldung und Bewertung Waltraut💜. Alles Liebe!
Liebe Lina, dann würde ich die Temperatur vom Ofen etwas erhöhen. Viele LG
Liebe Ricarda, danke für deinen Kommentar. Das kannst sehr du probieren allerdings bin ich mir aber nicht sicher, ob sie dann stabil genug bleiben. Ich freue mich, aber wenn du mir eine Rückmeldung dazu gibst. Liebe Grüße, Emmi
Herzlichen Dank für deine Rückmeldung Rosemarie❤️. Viele Grüße, Emmi
Liebe Sabine, du könntest auch einen Gefrierbeutel verwenden und eine Ecke aufschneiden. Oder Du rollst dir zum Beispiel Butterbrotpapier oder Backpapier zu einer Tüte und klebst es gut zusammen. ABER, die schöne Optik wie mit einer Sterntülle inkl. Spritzbeutel bekommst du so leider nicht. Ich hoffe ich konnte dir helfen. LG, Emmi
Liebe Sabine, du könntest natürlich auch einen Gefrierbeutel nehmen und eine Ecke aufschneiden. Oder Du rollst dir Butterbrotpapier zu einer Tüte und klebst es gut fest. ABER, die Optik wie mit einer Sterntülle inkl. Spritzbeutel bekommst du so leider niemals hin. Ich hoffe ich konnte dir helfen. LG, Emmi
Das freut mich zu hören Sonia❤️. Lasst es Euch schmecken & LG
Hallo liebe Emmi, kann man die Herzoginkartoffeln auch einfrieren? Danke
Liebe Ricarda, ja klar, am besten auf einem Tablett oder gefriertauglichem Porzellan einzeln anfrieren lassen und danach in einen Behälter geben. Gefroren in den Backofen geben und bei 100 °C Umluft auftauen und erwärmen. LG, Emmi
Hallo Emmi Vielen Dank für das tolle Rezept! Ich möchte es gerne zu Weihnachten machen. Da ich es mir so unstressig wie möglich machen will, würde ich die Kartoffeln gerne schon einen Tag früher zubereiten! Ist das eine gute Idee oder sollten die Kartoffeln frisch gekocht und noch warm weiter verarbeitet werden?
Liebe Susanne, das ist kein Problem, aber unbedingt frisch gekocht und warm durch die Kartoffelpresse geben, das klappt wenn die Kartoffeln kalt sind nicht mehr so gut. LG, Emmi
Kann man es vorbereiten und einfrieren? Wenn ja, im rohen oder lieber gebackenem Zustand? Danke und viele Grüße Susanne
Liebe Susanne, ich empfehle dir im gebackenen Zustand einzufrieren. Eine Stunde auf einem Tablett oder in einer Form anfrieren lassen und dann kannst du sie in einen Behälter geben. Sanft im Backofen bei 100 °C Umluft auftauen und erwärmen. LG, Emmi
Kann man das Rezept auch ohne Kartoffelpresse machen ? Liebe Grüße, Rebecca
Du könntest einen Kartoffelstampfer verwenden. Nur mit einem Mixer wird es sehr „schmierig“ und du bekommst kein gutes Ergebnis. VG Emmi