Dieser klassische Kartoffel-Gurken-Salat besticht durch seine Frische und die perfekte „Schlotzigkeit“. Dank der Kombination aus festkochenden Kartoffeln, würziger Brühe und knackiger Gurke ist der Salat die ideale Beilage für jeden Anlass.
Den Kartoffelsalat-Klassiker nach bayerischer Art kenne ich aus meiner Heimat und esse ihn auch in meiner Wahlheimat Köln immer wieder gerne. Er ist sättigend und aufgrund der Zugabe einer Salatgurke zugleich herrlich erfrischend. Da er besonders gut zu Fleischgerichten schmeckt, ist er auch eine sehr beliebte Grillbeilage.

Zutaten für den frischen Kartoffelsalat
Für den bayerischen Kartoffelsalat-Klassiker ist die Wahl der richtigen Kartoffelsorte besonders wichtig! Festkochende Kartoffeln behalten beim Kochen ihre Form, dadurch bleiben die Kartoffelscheiben im Salat weitestgehend stabil und werden nicht matschig. Die Stärke der Scheiben bindet später die Brühe und sorgt für die cremige Konsistenz.
Weitere Zutaten für den Kartoffel-Gurken-Salat:
- Eine frische Gurke, gerne in Bio-Qualität, bringt Leichtigkeit und einen knackigen Kontrast zu den weichen Kartoffeln. Ihr hoher Wassergehalt macht den Salat lebendig und sommerlich.
- Eine große Gemüsezwiebel liefert die nötige Würze und eine dezente Schärfe. Indem sie in der heißen Brühe zieht, wird die Zwiebel außerdem bekömmlicher.
- Fleisch- oder Gemüsebrühe transportiert die Aromen der Kartoffelsalat-Zutaten. Die Brühe zieht in die warmen Kartoffeln ein und sorgt in Kombination mit der Kartoffelstärke für die gewollte Konsistenz.
- Rapsöl oder Sonnenblumenöl trägt ebenfalls die Aromen und verleiht dem Kartoffelsalat mit Gurke einen appetitlichen Glanz.
- Weißweinessig belebt das Rezept mit seiner Säure als Gegenspieler zu den übrigen Zutaten – insbesondere zur Stärke und dem Öl.
- Zusammen mit dem mittelscharfen Senf erreichst du beim Verrühren von Brühe, Pflanzenöl und Essig eine sämige Sauce.
- Eine Prise Zucker balanciert die Geschmacksnoten harmonisch aus.
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer unterstreichen die natürlichen Aromen der Kartoffeln und runden das Salatrezept würzig ab.

Zubereitungstipps für den Kartoffel-Gurken-Salat
Die Erwartungen an das Kartoffelsalat-Rezept sind hoch: Der Salat soll würzig sein, die Kartoffeln dürfen nicht zerfallen und am Ende ist eine sämige Konsistenz gewünscht, die als „schlotzig“ bezeichnet werden kann. Ich zeige dir, wie du den süddeutschen Klassiker mit nur wenigen, einfachen Kniffen perfekt zubereitest.
- Die Kartoffeln garst du wie Pellkartoffeln in Salzwasser. Pelle sie, wenn sie noch warm sind – das ist am einfachsten! Schneide sie anschließend in dünne Scheiben, am besten direkt in die Salatschüssel.
- Für das Dressing würfelst du zunächst die Zwiebeln fein. Die Brühe vermengst du mit Essig, Senf und Zucker und lässt alles zusammen einmal aufkochen. Die heiße Brühe macht die Zwiebelwürfel etwas bekömmlicher.
- Anschließend gießt du die warme Brühe über die gepellten, dünn geschnittenen Kartoffelscheiben und rührst sie vorsichtig unter. Das Dressing lässt du ziehen, bis die Flüssigkeit fast aufgesogen ist.
- Danach gibst du die Gurke, ebenfalls dünn geschnitten und ausgedrückt, in die Schüssel zu den Kartoffeln.
- Sind die Kartoffeln noch lauwarm, vermengst du alles noch einmal vorsichtig und schmeckst den Kartoffel-Gurken-Salat mit etwas Salz und Pfeffer ab.

Häufige Fragen zum erfrischenden Kartoffelsalat
- Wie wird Kartoffelsalat schön „schlotzig“? Das Geheimnis der Dressing-Konsistenz liegt in der Stärke. Übergießt du die warmen Kartoffelscheiben mit der heiß aufgekochten Brühe, verbindet sich die austretende Stärke mit dem Essig und dem Senf zu einer cremigen Emulsion.
- Wann kommt das Öl an den Kartoffelsalat? Es ist wichtig, dass du das Pflanzenöl erst ganz zum Schluss zum Kartoffelsalat mit Gurke hinzugibst. Machst du es zu früh, umschließt es die Kartoffeln wie ein Schutzfilm. So können sie die würzige Brühe nicht mehr aufsaugen.
- Kann der Kartoffelsalat mit Gurken am nächsten Tag noch gegessen werden? Grundsätzlich kannst du den Kartoffel-Gurken-Salat am Vortag vorbereiten und am nächsten Tag servieren. Achte dann aber darauf, die Salatgurke vor der Zugabe zu den Kartoffeln besonders gründlich auszudrücken, andernfalls kann der Salat am nächsten Tag etwas wässriger sein. Da der Kartoffelsalat auf diese Weise länger zieht und die Aromen Zeit haben, sich zu entfalten, gewinnt das Ergebnis an Geschmack. Willst du ganz sicher gehen, schneide die Gurke erst an dem Tag auf, an dem der Salat verzehrt wird und hebe die Gurkenscheiben erst kurz vor dem Servieren unter.

Neben Grillfleisch gibt es übrigens ein Gericht, zu dem der Kartoffel-Gurken-Salat als ganz typische Salatbeilage serviert wird: dem Schnitzel, meinem absolut erklärten Lieblingsgericht seit Jahrzehnten. Wenn du Lust auf weitere Kartoffelsalat-Rezepte hast, empfehle ich dir meinen Kartoffelsalat mit Brühe wie von Oma, den Kartoffelsalat mit Mayonnaise und meinen Kartoffelsalat mit Sherry-Senf-Dressing. Mehr Inspiration für frische Grillsalate findest du auch unter meinen Salat-Rezepten.

Kartoffel-Gurken-Salat nach bayerischer Art
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ZUTATEN
- 1 kg Kartoffeln, festkochend
- 1 Bio-Salatgurke - ca. 300 g
- 1 große Zwiebel - ca. 100g
- 250 ml Fleischbrühe, alternativ Gemüsebrühe, Menge geteilt - Brühwürfel oder selbstgemacht
- 5 EL Rapsöl - alternativ Sonnenblumenöl
- 4 EL Weißweinessig
- 2 TL Senf, mittelscharf
- 1/2 TL Zucker
- Salz
- schwarzer Pfeffer aus der Mühle
ANLEITUNG
- Die 1 kg Kartoffeln mit Schale gut waschen, in einen Topf geben und mit kaltem Wasser knapp bedecken. Dann bringst du es zum Kochen, gibst 1/2 TL Salz dazu lässt die Kartoffeln bei mittlerer Hitze mit Deckel garen. Je nach Größe dauert das ungefähr 30 bis 35 Minuten.

- In der Zwischenzeit die 1 Zwiebel schälen, waschen und fein würfeln. 1 Bio-Salatgurke gut waschen (nicht Bio bitte schälen), in feine Scheiben (2 mm) hobeln und mit wenig Salz bestreut zur Seite stellen, damit sie entwässern.

- Nun verrührst du in einem kleinen Topf 200 ml von der Brühe mit 2 TL Senf, 4 EL Essig und 1/2 TL Zucker. Die Zwiebelwürfel dazugeben.

- Diese Mischung lässt du auf der Herdplatte einmal aufkochen und hältst sie heiß.

- Die Kartoffeln abgießen, kurz ausdampfen bzw. lauwarm abkühlen lassen.

- Jetzt pellst du die Kartoffeln und schneidest sie mit einem scharfen Messer in etwa 2 mm gleichmäßige dünne Scheiben direkt in die (Servier/Salat)-Schüssel hinein. Kartoffelscheiben leicht mit Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen. HINWEIS: Bei der Dicke der Scheiben gibt es kein richtig oder falsch. Schneide sie einfach so dick oder dünn wie du möchtest.

- Nun gießt du das heiße Dressing über die Kartoffelscheiben und vermengst alles ganz vorsichtig und sanft miteinander – es soll kein Mus entstehen! 30 Minuten ziehen lassen, dabei immer mal wieder vermengen und immer etwas von der restlichen 50 ml Brühe zugießen.

- Zum Schluss 5 EL Rapsöl und die abgetropften sowie gut ausgedrückten Gurkenscheiben untermengen. Der Salat soll nun feucht glänzen. Mit Salz und Pfeffer schmeckst du nochmal nach Belieben ab.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.

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