An heißen Tagen ist eine klassische Vichyssoise genau das Richtige. Die französische Kartoffel-Lauch-Suppe wird traditionell kalt serviert, schmeckt wunderbar cremig und ist eine herrlich leichte Mahlzeit für den Sommer.
Da sich die Suppe sehr gut vorbereiten lässt, eignet sie sich prima als einfaches Mittagessen, leichte Vorspeise oder elegantes Sommergericht für Gäste. Gut durchgezogen entfaltet die Vichyssoise ihren besonders feinen und aromatischen Geschmack.

Zutaten für meine Vichyssoise
Die klassische Vichyssoise wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom französischen Koch Louis Diat bekannt gemacht. Da er aus der französischen Kleinstadt Vichy stammte, erhielt die Suppe den Namen Vichyssoise und wurde später weltweit bekannt.
Für die typisch seidige und cremige Konsistenz ist vor allem die Wahl der Kartoffelsorte entscheidend. Verwende unbedingt mehligkochende Kartoffeln wie zum Beispiel Gunda oder Bintje, denn ihr hoher Stärkegehalt sorgt dafür, dass die Suppe beim Kochen natürlich bindet und besonders samtig wird. Die Kartoffelstärke verleiht der Vichyssoise ihre charakteristische sämige Textur.
- Gemüsebrühe oder Fond gibt der Suppe Geschmack und dient als Basis. Du kannst sie übrigens auch mit meinem Rezept für Gemüsebrühe selber machen.
- Lauch sorgt für das typische mild-würzige Aroma der Vichyssoise.
- Zwiebeln bringen Süße und Tiefe hinein.
- Knoblauch für eine leichte würzige Note.
- Crème fraîche macht die Suppe besonders cremig und leicht frisch-säuerlich.
- Butter zum Anschwitzen sorgt für mehr Geschmack.
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Thymian und Dijon-Senf für eine ausgewogene Aromatik.
- Schnittlauch ist der schöne Abschluss beim Servieren.

8 Tipps für die Zubereitung der Kartoffel-Lauch-Suppe
- Den Lauch und die Zwiebeln solltest du nur sanft andünsten und starke Bräunung vermeiden. So bleibt die Suppe mild und fein im Geschmack.
- Wenn du die Vichyssoise kalt servieren möchtest, darfst du sie ruhig etwas kräftiger abschmecken. Kalte Speisen wirken auf der Zunge oft milder als warme Gerichte.
- Für die klassische kalte Variante sollte die Suppe mindestens 4 Stunden im Kühlschrank durchziehen. Dabei verbinden sich die Aromen besonders gut.
- Selbst nach dem Pürieren können feine Lauchfasern in der Suppe verbleiben. Für eine besonders seidige Konsistenz kannst du die Vichyssoise zusätzlich durch ein feinmaschiges Sieb streichen.
- Sollte die Suppe nach dem Kühlen zu dick geworden sein, kannst du sie mit etwas kalter Milch, Sahne oder Gemüsefond (z. B. aus dem Glas) bis zur gewünschten Konsistenz verdünnen.
- Die Vichyssoise schmeckt auch warm hervorragend. In dieser Variante wird sie häufig als „Potage Parmentier“ bezeichnet. Die Crème fraîche solltest du dabei erst kurz vor dem Servieren einrühren und nicht mehr stark aufkochen lassen.
- Luftdicht verschlossen hält sich die Suppe im Kühlschrank etwa drei Tage frisch.
- Die Vichyssoise lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten frierst du sie ohne Crème fraîche ein und rührst diese erst nach dem Auftauen frisch unter, damit die Konsistenz besonders cremig bleibt.

Variationen und Garnitur der Vichyssoise
- Ein Schuss trockener Weißwein, mit dem du den Lauch ablöschst, verleiht der Suppe eine feine säuerliche und elegante Note.
- Für noch mehr Frische kannst du etwas Kerbel oder Petersilie mitpürieren. Die Kräuter verändern allerdings die typisch helle Farbe der klassischen Vichyssoise.
- Zwar handelt es sich dann nicht mehr um die klassische Variante, aber du kannst die Suppe wunderbar mit weiterem Gemüse ergänzen. Besonders gut passen heller Blumenkohl oder Kohlrabi. Möhren bringen Farbe in die Suppe.
- Für eine vegane Variante ersetzt du die Butter durch neutrales Pflanzenöl und die Crème fraîche durch eine pflanzliche Alternative.
- Besonders schön wirkt die Suppe, wenn du vor dem Pürieren einige weichgekochte Kartoffelwürfel und etwas Lauch beiseitelegst und später als Einlage servierst.
- Als klassische Garnitur nehme ich frischen Schnittlauch. Außerdem passen ein paar Tropfen gutes Olivenöl, etwas Zitronenschale, Croutons oder ein Klecks Crème fraîche hervorragend dazu.
- Wenn du die Vichyssoise etwas raffinierter servieren möchtest, kannst du sie mit knusprig gebratenem Pancetta, Speckwürfeln oder wenigen Tropfen Trüffelöl verfeinern.

Wenn dir die Vichyssoise geschmeckt hat, solltest du auch die klassische Variante der Kartoffel-Lauch-Suppe und die Kartoffelsuppe mit Würstchen probieren. Auf meinem Blog findest du auch andere beliebte Rezepte für Suppen, wie meine Pilzsuppe oder die einfache Tomatensuppe.

Vichyssoise – kalte Kartoffel-Lauch-Suppe
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ZUTATEN
- 500 ml Gemüsefond aus dem Glas - alternativ Gemüsebrühe
- 420 g Lauch - ca. 2 Stangen
- 400 g mehlig kochende Kartoffeln
- 90 g Zwiebeln
- 1 Knoblauchzehe
- 150 g Crème fraîche
- 30 g Butter
- 1 TL Salz
- 1 TL Dijon-Senf
- 1 TL Thymian, gerebelt
- 1/8 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- 1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
- 10-20 g Schnittlauch - als Garnitur
ANLEITUNG
- Die 1 Knoblauchzehe und die 90 g Zwiebeln schälst du und würfelst sie fein. Die 420 g Lauch putzt du und schneidest ihn in ca. 1 cm breite Streifen. Die 400 g mehligkochende Kartoffeln schälst du und schneidest sie in ca. 1,5 cm große Würfel.

- In einem hohen Topf erhitzt du 30 g Butter.

- Die Zwiebel- und Knoblauchwürfel dünstest du auf mittlerer Hitze glasig in der Butter an.

- Die Lauch-Streifen gibst du dazu und dünstest sie mit an. Sie sollen keine Farbe bekommen.

- Jetzt kommen die Kartoffelwürfel dazu und du würzt mit 1 TL Salz, 1/8 TL schwarzem Pfeffer aus der Mühle, 1 Prise Muskatnuss, 1 TL Thymian und 1 TL Dijon-Senf.

- Mit 500 g Gemüsefond löschst du ab und lässt die Suppe für 20 Minuten mit Deckel leise köcheln.

- Mit einem Pürierstab pürierst du die Suppe zu einer feinen Konsistenz.

- Gib noch 150 g Crème fraîche in die Suppe und püriere noch einmal kurz durch.

- Etwa 10 bis 20 g Schnittlauch für die Garnitur waschen, schneiden und damit servieren. TIPP: Traditionell wird die Suppe abgekühlt, durchgekühlt und eiskalt serviert. Aber entscheide selbst, auch warm schmeckt sie sehr lecker.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.
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