Das beste Fladenbrot habe ich in einer türkischen Bäckerei gekauft – wunderbar fluffig und mit einer goldbraunen Kruste. Das musste ich unbedingt selbst einmal probieren und habe dieses einfache Rezept zum Selbermachen entwickelt. Der Duft von frisch gebackenem Brot ist einfach unwiderstehlich und macht sofort Lust auf den ersten Bissen.
Mein Rezept für türkisches Fladenbrot wird aus einem einfachen Hefeteig mit wenigen Grundzutaten gebacken. Durch die zwei Gehzeiten entsteht eine lockere, fluffige Struktur, die das Brot so besonders macht – als Beilage, zum Dippen oder zum Füllen.

Zutaten für das türkische Fladenbrot
Ein gutes Fladenbrot gehört zu den beliebtesten Brotspezialitäten der türkischen Küche. Besonders bekannt ist das sogenannte Ramazan Pidesi, das traditionell während des Fastenmonats Ramadan frisch gebacken wird. Mit seiner goldbraunen Kruste, dem typischen Muster und der wunderbar lockeren Krume schmeckt es einfach herrlich.
Für mein einfaches Fladenbrot-Rezept brauchst du nur wenige Zutaten:
- Weizenmehl Type 405 ist die Grundlage für die feine, weiche Krume.
- Frische Hefe sorgt dafür, dass der Teig schön aufgeht und das Fladenbrot locker und luftig wird.
- Zucker hilft der Hefe beim Arbeiten.
- Wasser aktiviert die Hefe und sorgt dafür, dass der Teig schön weich wird und das Fladenbrot später locker-fluffig aufgeht.
- Ei macht den Teig besonders saftig.
- Salz bringt Geschmack in den Teig und rundet die Aromen ab.
- Olivenöl macht den Teig geschmeidig, wodurch er sich besser formen lässt. Außerdem wird das Fladenbrot vor dem Backen mit dem Öl bestrichen, damit es eine schöne goldbraune Oberfläche bekommt.
- Sesam sorgt für das typische Aussehen und ein feines nussiges Aroma. Alternativ kannst du auch Schwarzkümmel verwenden oder beides miteinander kombinieren – so wird das Fladenbrot besonders authentisch.

8 Tipps für die Zubereitung
- Achte bei der frischen Hefe unbedingt auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Nur aktive Hefe sorgt dafür, dass der Teig schön aufgeht und das Fladenbrot später fluffig wird. Auch Temperaturen spielen eine Rolle, damit die Hefepilze aktiv sein können. So sollte das Hefewasser nicht heißer als 37 °C und nicht kälter als 26 °C sein.
- Gib dem Hefeteig ausreichend Zeit zum Ruhen. Die zwei Gehzeiten sorgen dafür, dass das Fladenbrot sein Volumen entwickelt und später schön fluffig wird.
- Der Teig sollte weich und leicht klebrig sein. Arbeite nicht zu viel zusätzliches Mehl ein, da das Fladenbrot sonst trocken werden kann.
- Du solltest den Teig nicht zu dünn formen. Wird er zu stark auseinandergezogen, trocknet das Fladenbrot beim Backen schneller aus und bleibt weniger luftig.
- Das typische Rautenmuster schneidest du erst nach der zweiten Gehzeit in den Teig. Mit leicht geölten oder angefeuchteten Fingern kannst du die Linien auch reindrücken, wenn du kein Messer verwenden möchtest.
- Backe das Fladenbrot nur so lange, bis es goldbraun ist. Schon wenige Minuten zu lange im Ofen können es zu trocken und hart machen.
- Du kannst das Fladenbrot nach meinem Rezept problemlos einen Tag vorher backen. Bewahre es nach dem Auskühlen luftdicht verpackt auf und backe es vor dem Servieren für einige Minuten im Ofen auf.
- Zum Aufwärmen eignet sich der Backofen am besten. Bei 160 Grad Umluft wird das Fladenbrot innerhalb weniger Minuten wieder angenehm warm und schmeckt fast wie frisch gebacken.

5 Ideen: Fladenbrot belegen und servieren
Mein Fladenbrot-Rezept ist unglaublich vielseitig einsetzbar. Ob als Beilage, zum Dippen oder gefüllt als schneller Snack – das fluffige Brot lässt sich ganz nach Lust und Laune genießen. Meine Empfehlungen sind:
- Frisch und warm: Direkt aus dem Ofen schmeckt Fladenbrot am besten. Noch leicht warm ist es innen wunderbar weich und außen zart. Einfach in Stücke reißen oder schneiden und pur genießen – oft braucht es gar nicht mehr.
- Wie im Restaurant: Besonders typisch ist die Kombination mit Döner, Köfte oder frisch gegrilltem Fleisch. Das Fladenbrot nimmt die Säfte und Gewürze perfekt auf und dient als Sattmacher jeder Mahlzeit.
- Mit Dips: Ein echter Klassiker ist Fladenbrot mit Tsatsiki, der in der Türkei Cacık genannt wird. Auch andere frische, cremige Dips mit Knoblauch und Kräutern, wie mein Kräuterquark oder die Knoblauchsoße passen ausgezeichnet zum warmen, fluffigen Brot.
- Zu Suppen und Eintöpfen: In der türkischen Küche wird Fladenbrot sehr gerne zu Suppen serviert – besonders zu einer würzigen Linsensuppe. Perfekt zum Eintunken!
- Als gefülltes Sandwich: Durch die weiche, luftige Struktur lässt sich Fladenbrot wunderbar aufschneiden und füllen. Ob mit Fleisch, Salat und Soße oder vegetarisch mit Oliven und Feta-Käse – es wird schnell zu einem einfachen, aber richtig leckeren Streetfood-Snack.

Brote wie Ciabatta, Focaccia oder Pita sind ebenfalls sehr beliebt und vielseitig einsetzbar. Besonders gerne serviere ich sie mit verschiedenen Dips – zum Beispiel mit meinem cremigen Datteldip mit Curry, dem würzigen Baba Ghanoush mit Aubergine oder klassischem Hummus.

Fladenbrot selber machen
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ZUTATEN
DER TEIG MUSS 2 × 45 MINUTEN RUHEN.
- 1 Ei - Größe M
- 500 g Mehl - Type 405
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 21 g Frischhefe
- 15 ml Milch
- 2 EL Olivenöl
- 2 TL Salz
- 1 Prise Zucker
- Olivenöl für die Form und den Belag
- Sesam, weiß oder schwarz - zum Bestreuen, nach Belieben auch Schwarzkümmel
ANLEITUNG
- In 300 ml lauwarmem Wasser verrührst du 21 g Frischhefe und gibst 2 EL Olivenöl und 1 Ei hinein.

- Die 500 g Mehl gibst du in eine große Rührschüssel und vermengst es mit 2 TL Salz und 1 Prise Zucker.

- Jetzt gießt du das Hefewasser zum Mehl und verknetest alles mit der Küchenmaschine oder den Knethaken deines Handmixers 10 Minuten zu einem Teig. Dieser ist recht feucht und klebrig und bleibt auch bis zum Schluss so, also wundere dich nicht.

- Den Teig gibst du in eine mit Olivenöl eingefettete Schüssel und stellst sie mit Deckel für 45 Minuten zur Seite.

- Nach der Ruhezeit kippst du den Teigling auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Der Teig läuft quasi von alleine aus der Schüssel und formt sich in eine runde bzw. ovale Form. Wenn du möchtest, kannst du mit feuchten Händen noch etwas nachformen.

- Anschließend mit einem Küchentuch abdecken und weitere 45 Minuten ruhen lassen.

- Den Teig ritzt du nach der Ruhezeit mit einem Messer in kleine 4 × 4 cm große Quadrate ein und verstreichst etwa 2 EL Olivenöl darauf. Den Backofen heizt du jetzt auf 200 °C Umluft und bäckst darin den Fladenbrot-Teigling für ca. 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene.

- Sofort nach dem Backen bestreichst du für einen schönen Glanz das Fladenbrot mithilfe eines Pinsels mit Milch und streust Sesam darüber.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.

NÄHRWERTE PRO PORTION
WAS MEINST DU?

Danke für dein Vertrauen in mein Rezept und deine lieben Zeilen, Manuela💗. Alles Liebe!
Liebe Emmi, ich möchte das Fladenbrot gern zu Silvester servieren. Kann ich es bereits am Tag vorher backen oder wird es sonst trocken?
Liebe Elke, frisch ist es natürlich leckerer, aber du könntest es in Frischhaltefolie einwickeln und vor dem Servieren nochmal kurz im Backofen erwärmen, davor etwas Wasser hauchdünn mit einem Pinsel oben drauf verteilen. LG, Emmi
❤️-lichen Dank Carmen für dein schönes Feedback zu meinem Rezept. Alles Liebe!
Merci Letti für dein nettes Feedback❤️❤️❤️. Alles Liebe!
Herzlichen Dank für dein schönes Feedback Gisela❤️. LG zurück, Emmi
Herzlichen Dank Ilse 🙂
Merci Michaela💚. Alles Liebe!
Danke für dein Lob & Feedback Birgit💜. Alles Liebe, Emmi
Danke für deine schöne Anregung Lilith💚❤️. LG Emmi
Hallo Emmi, das Fladenbrot ist gelungen und schmeckt wunderbar. Ich freu mich schon sehr auf Dein vegetarisches Kochbuch und habe es vorbestellt. GLG Angela
Vielen lieben Dank, Angela, das freut mich sehr, dass dir das Fladenbrot geschmeckt hat und es freut mich, dass du mein Buch vorbestellt hast, wie schön, ich hoffe, es wird dir gefallen 🙂 . LG, Emmi
Hallo Emmi, schmeckt das Brot, wenn ich es vormittags schon für ein Grillfest vorbereite, oder sollte ich es erst kurz vorher in den Ofen schieben?
Auf jeden Fall, Ute 🙂
Liebe Emmi, das Fladenbrot wurde heute ausprobiert. Nach dem Backen Milch und Sesam drüber und sofort serviert. Die ersten beiden Stücke waren der Hammer, außen knusprig, innen weich. Ich habe das Brot auf einem Schneidebrett liegen gelassen, während wir gegessen haben. Stück drei und waren leider bereits nicht mehr knusprig am Boden. Ist das einfach so oder müsste man es auf einem Rost servieren, solange es noch warm ist? Danke für ein wunderbares Essen.
Liebe Conny, vielen Dank für deine lieben Zeilen. Hm… vielleicht wirklich durch die Backfeuchte entstanden. Auf einem Rost abkühlen lassen wäre eine Idee, dann kommt von unten Luft ran. Vielleicht verteilt aber auch dein Backofen die Hitze nicht mehr gleichmäßig… Ich hoffe ich konnte dir helfen und dass du weiterhin Freude an meinen Rezepten hast. LG, Emmi
schon wieder vertippt, Küchentuch…….
Ach so, liebe Anne 😉 . Warum legst du den Teig nicht direkt auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech, wie ich es mache (siehe Bilder? LG, Emmi
Ich meine wenn ich ihn auf dem Backblech abdecke zum weiteren gegen lassen, dann klebt das Küchentuch am Teig fest ?
Liebe Anne, ja, das wird sich leider nicht komplett vermeiden lassen. Vielleicht nimmst du einfach ein Backpapier, das sollte die Wärme auch etwas stauen. LG, Emmi
sorry Emmi, ich meinte natürlich das der Teig am Küchentisch festklebt 🙃schmecken tut das Brot ganz wunderbar, danke🤗
WIE TOLL! Herzlichen Dank Peggy 🙂 Immer gerne & Viele liebe Grüße!
So soll es ja auch sein Jürgen 🙂 Herzlichen Dank fürs Feedback & liebe Grüße aus Köln, Emmi
Liebe Anne, du könntest es mal mit einem reinen Leinentuch versuchen, das müsste besser klappen. Ganz vermeiden lässt es sich nicht, wenn du bei Stoff bleiben willst. LG, Emmi
Liebe Kiki, Dinkelmehl Type 630 ist eine Alternative zum Weizenmehl. Viele LG
Vielleicht klappt es wenn sie ihr Tuch Naß machen das müsste gehen
Auch eine tolle Idee, Silvia 🙂 Danke dir vielmals!
Liebe Ingrid, ich habe dir doch am 7.7. in einem Kommentar geantwortet 🙂 Hast du vielleicht übersehen? LG Emmi
Wie schön Christoph! Vielen Dank & viele liebe Grüße, Emmi
Danke für deine tolle Anregung Anja! Werde ich ausprobieren. LG Emmi
Es spricht nichts dagegen ein Dinkelmehl Type 630 zu verwenden Ingrid. Viele LG Emmi
Sehr gerne Gerda 🙂