Zum Grillabend, als Begleiter zu griechischer Meze oder klassisch gefüllt mit Gyros: Ein selbstgemachtes Pita-Brot schlägt die gekaufte Supermarkt-Variante um Längen. Wie du die einfache Zubereitung hinbekommst, zeige ich dir in wenigen Schritten.
Das Geheimnis des Teigs liegt in der frischen Hefe, die du im Pita-Rezept verarbeitest und in der Ruhezeit, die du ihm zuteilwerden lässt. Fertig gebacken kannst du die Pita-Tasche mit einer leckeren Füllung deiner Wahl genießen.

Zutaten für meine Pita
Nur fünf Grundzutaten und etwas Würze benötigst du, um meine leckeren Pita-Brote selbst zu backen. Die frische Hefe sorgt dafür, dass der Teig schön aufgeht – im Backofen plustern sich die Teigfladen auf und erhalten ihre klassische Form. Die fertig gebackenen Teigtaschen kannst du anschließend aufschneiden und nach Herzenslust füllen.
Diese Zutaten brauchst du zum Backen des fluffig-weichen Pita-Brotes:
- Weizenmehl Type 550 eignet sich aufgrund seiner Eigenschaften am besten für das Pita-Rezept. Es hat einen höheren Gluten-Gehalt als das typische Haushaltsmehl 405 und damit mehr vom sogenannten Kleber-Eiweiß, das für Stabilität sorgt.
- Die frische Hefe krümelst du zu den anderen Zutaten in die Knetschüssel – sie ist für den „Puff-Effekt“ zuständig.
- Lauwarmes Wasser aktiviert die Hefe im Teig.
- Joghurt findest du nicht in jedem Pita-Rezept, gehört für mich aber unbedingt dazu – für mehr Flexibilität, Feuchtigkeit und eine schönere Farbe.
- Olivenöl für die Geschmeidigkeit und mediterrane Noten.
- Für den authentischen Pita-Geschmack und das Ausbalancieren der Aromen brauchst du etwas Salz und Zucker.

Meine Tipps zum Pita-Rezept
Ich verrate dir, wie du die leckeren, griechischen Fladenbrote so zubereitest, dass sie unglaublich zart und saftig schmecken. Du kannst aus meinem Pita-Rezept auch eine vegane Variante zaubern.
- Joghurt im Teig: Die im Joghurt enthaltene Milchsäure lässt die Krume des Brotes statt zäh schön zart werden. Die gewonnene Elastizität hilft auch dabei, dass das Einrollen des Brotes, wie bei einem Gyros-Wrap, einfacher gelingt. Da in Joghurt Milchzucker enthalten ist, bekommt das gebackene Brot durch das leichte Karamellisieren des Zuckers an der Oberfläche eine schöne goldbraune Farbe. Geschmacklich passt die feine Säurenote außerdem hervorragend zu herzhaften Füllungen.
- Vegane Pita: Willst du eine vegane Version des griechischen Brotklassikers backen, ersetze den Joghurt durch geschmacksneutralen Sojajoghurt. Seine Wirkung ähnelt der, die sonst durch die Milchsäurekulturen im tierischen Produkt erzeugt wird.

Die besten Füllungen für dein Pita-Brot
Eine warme Pita, frisch aus dem Ofen, schmeckt sogar ganz für sich allein – noch besser ist sie aber, wenn du sie mit einer saftigen, aromatischen Füllung genießt. Hier sind meine liebsten Ideen für die Pita-Füllung:
- Die klassische Variante, wie du sie bestimmt auch aus dem griechischen Imbiss von nebenan kennst, ist die Gyros-Pita. Gyros-Fleisch, Tomaten, Zwiebeln und viel Tzatziki machen die Mahlzeit zu einem echten Gaumenschmaus, bei dem dir das Wasser im Mund zusammenläuft.
- Für eine vegetarische Pita brauchst du ebenfalls Tzatziki – vor allem aber eine Menge Salat! Erlaubt ist, was schmeckt. Ich mag die Veggie-Variante am liebsten gefüllt mit griechischem Bauernsalat aus Tomate, Gurke, Paprika, Zwiebeln und Feta sowie cremigem Bohnensalat und ein paar entsteinten Kalamata-Oliven.
- Eine moderne vegane Pita kannst du zum Beispiel mit Hummus als cremige Basis befüllen sowie Falafel. Rotkohlsalat passt dazu übrigens ausgezeichnet und verleiht der veganen Variante Frische und einen knackigen Biss!

Eins steht fest: Das vielseitige Pita-Rezept macht Groß und Klein satt und glücklich – als Hauptgericht oder Snack. Du kannst die griechische Pita aber auch super als Beilage servieren, indem du sie mit etwas Olivenöl bestreichst, mit Meersalz bestreust und zu leckeren Dips oder Fleisch, wie griechischen Souvlaki-Spießen oder Bifteki reichst. Probiere es einfach aus und schreib mir, wie es dir geschmeckt hat!

Pita – griechisches Fladenbrot
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ZUTATEN
DER TEIG MUSS 60 MINUTEN RUHEN.
DU BENÖTIGST IDEALERWEISE EINEN GROSSEN PIZZASCHIEBER.
- 500 g Mehl, Type 550
- 170 g lauwarmes Wasser
- 150 g Joghurt - 3,5% Fett
- 25 g Olivenöl
- 20 g Hefe
- 10 g Salz
- 5 g Zucker
ANLEITUNG
- Den Backofen heizt du rechtzeitig auf mindestens 250° Ober- / Unterhitze auf. Sollte dein Backofen eine höhere Temperatur erreichen können, gehe ruhig bis 280 °C Ober- / Unterhitze. Das Backblech oder den Pizzastein direkt auf der zweiten Schiene von unten mit aufheizen.
- In eine Knetschüssel gibst du 500 g Mehl, 170 g Wasser, 150 g Joghurt, 25 g Olivenöl, 10 g Salz, 5 g Zucker und 20 g Hefe, indem du sie etwas mit den Fingern zerbröckelst.

- Knete den Teig in deiner Küchenmaschine mit einem Knethaken für 4 Minuten auf langsamer Stufe und dann 8 Minuten auf schneller Stufe. Danach lässt du den Teig für 40 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort ruhen.

- Den Teig teilst du in 8 gleichgroße Stücke und formst alle jeweils mit leicht bemehlten Händen zu Kugeln. Diese lässt du für weitere 10 Minuten abgedeckt ruhen.

- Die Kugeln rollst du auf der mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz vom Durchmesser in ca. 15 cm runde und 5 mm dicke Fladen. Die Fladen dürfen nicht an der Arbeitsfläche kleben, sonst bekommst du sie später nicht gelöst. Die Fladen lässt du nochmals für 10 Minuten abgedeckt ruhen. Diese nochmalige Ruhepause ist WICHTIG für die Fladen, damit sie auch tatsächlich im Backofen zum Ballon aufgehen.

- Je nach Größe legst du 2-3 Teigfladen auf das heiße Backblech bzw. den Pizzastein. Die Fladen gehen ballonartig auf. Nach ca. 5-6 Minuten sind sie leicht gebräunt und du kannst sie aus dem Ofen nehmen. Gib nun die nächsten Fladen in den Backofen.TIPP: Bei den letzten Fladen könnte es schwieriger werden, diese in den Backofen "zu transportieren", da sie durch das längere Liegen weicher geworden sind. Für den Fall nehme am besten einen Pizzaschieber zu Hilfe. Leider eignet sich kein Backpapier unter den Fladen, da dies nur bis 220 °C hitzebeständig ist.

- Die Pitas schneidest du zum Befüllen an einem Rand auf, das funktioniert sehr gut mit einer Küchenschere. Falls du zwei kleine Hälften möchtest, schneide sie in der Mitte durch.

- Ich wünsche dir viel Freude mit dem Rezept.
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