Ich liebe einfache Rezepte, die mit wenigen Zutaten richtig viel Geschmack auf den Teller bringen – so wie auch meine Pizza Margherita. Ein gutes Pizza-Margherita-Rezept gehört für mich zu den absoluten Klassikern aus Italien.
Die Pizza Margherita ist das Original – authentisch und richtig lecker. Die Kombination aus knusprigem Pizzateig, fruchtiger Tomatensoße, geschmolzenem Mozzarella und frischem Basilikum ist einfach unschlagbar.

Zutaten für meine Pizza Margherita
Bei der Pizza Margherita kommt es auf wenige, aber wirklich gute Zutaten an: Pizzateig, Tomatensoße, Mozzarella und frisches Basilikum. Gerade weil sie so minimalistisch ist, spielt die Qualität der Bestandteile eine entscheidende Rolle – und genau das macht den unverwechselbaren Geschmack der Pizza Margherita aus. Ganz nebenbei spiegeln die Zutaten auch die Farben der italienischen Flagge wider: Rot, Weiß und Grün.
Der Pizzateig besteht aus Weizenmehl Type 550, alternativ Pizzamehl Type 00, frischer Hefe, etwas Olivenöl, Salz und Wasser. Ich verwende dafür kaltes Wasser, damit sich der Teig beim Kneten nicht zu stark erwärmt – denn zu viel Hitze kann die Hefe beeinträchtigen und die Gehzeit negativ beeinflussen.
Für den Tomatensugo brauchst du:
- Passierte Tomaten als Basis der Tomatensoße. Am besten nimmst du sonnengereifte San Marzano Tomaten, für echten, italienischen Geschmack.
- Salz, italienische Kräuter, schwarzen Pfeffer und Zucker für die Würze.
Für den Belag der Pizza nehme ich, wie im Originalrezept, bloß Mozzarella in Lake und Basilikumblätter. Der Mozzarella muss gut abtropfen und etwas „trocknen“, damit er die Pizza nicht aufweicht. Für den Originalgeschmack kannst du auch Mozzarella di Bufala mit tierischem Lab oder Fior di Latte mit mikrobiellem Lab verwenden. Das Basilikum kommt erst nach dem Backen als frischer Belag auf die Pizza.

5 Tipps für die Zubereitung des traditionellen Rezepts
- Lasse beim Bestreichen mit Tomatensoße bewusst einen Rand frei, damit der typische luftige Pizzarand entstehen kann. Diesen kannst du auch prima in einen leckeren Dip eintunken – zum Beispiel Aioli, Knoblauchsoße oder in etwas Olivenöl, gemischt mit Balsamico und Salz und Pfeffer.
- Streue etwas frisch geriebenen Parmesan direkt auf das Tomatensugo, bevor du den Mozzarella darauflegst, denn das sorgt für mehr Würze und Tiefe im Geschmack.
- Bereits geriebenen Mozzarella solltest du nicht verwenden, da dieser fast immer Zusatzstoffe enthält, damit die Raspel nicht zusammenkleben. Dadurch kann der Käse nicht richtig cremig schmelzen, sondern bleibt eher trocken oder leicht körnig.
- Wenn du einen Pizzastein hast, kannst du diesen im Ofen oder auf dem Grill verwenden, da er die Hitze besonders gut speichert und für ein tolles Backergebnis sorgt. Er muss bereits lange mit vorgeheizt sein.
- Gib einen kleinen Schuss hochwertiges Olivenöl mit Chili nach dem Backen über die Pizza, um den Geschmack zu intensivieren. So machen es die Italiener! Außerdem kannst du noch etwas geriebenen Parmesan darüber geben, um deine Pizza Margherita noch aromatischer zu machen.

Häufige Fragen zur Pizza Margherita
- Was ist eine Pizza Margherita? Die Pizza Margherita ist ein echter Klassiker der italienischen Küche und gehört zu den bekanntesten Pizzen überhaupt. Sie besteht aus einem einfachen Pizzateig, Tomatensoße, Mozzarella und Basilikum.
- Warum heißt es Pizza Margherita? Der Name geht auf Königin Margherita von Italien zurück, die im 19. Jahrhundert lebte. Ihr zu Ehren wurde diese Pizza kreiert.
- Ist eine Pizza Margherita vegetarisch? Ja, ganz klassisch ist die Pizza Margherita vegetarisch, da sie ohne Fleisch oder Fisch auskommt. Wenn du allerdings – wie in meinem Tipp – noch etwas Parmesan auf die Soße gibst, ist sie streng genommen nicht mehr vegetarisch, da Parmesan mit tierischem Lab hergestellt wird (sonst darf er sich nicht Parmesan nennen). Aber es gibt auch leckere vegetarische Varianten wie den Gran Moravia, die dem klassischen Hartkäse sehr nahekommen.
- Ist eine Pizza Margherita gesund? Eine Pizza Margherita kann durchaus Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Sie besteht aus wenigen, natürlichen Zutaten – Tomaten liefern Vitamine und Olivenöl enthält gesunde Fette. Die meisten Kalorien machen die Kohlenhydrate aus. Eine Low-Carb-Variante ist meine Schüttelpizza – eine leckere Alternative, wenn du etwas in diese Richtung suchst. Wie so oft gilt aber auch bei der Pizza Margherita: Die Menge macht’s! 😉
- Was ist der Unterschied zwischen Pizza Margherita und Pizza Mozzarella? Die Begriffe werden oft synonym verwendet, aber eigentlich gibt es einen kleinen Unterschied: Die Pizza Margherita ist das traditionelle Original mit festgelegten Zutaten.

Pizza-Fans sind auf meinem Blog genau richtig! Probiere auch mein Rezept für Pinsa, American Pizza mit Hühnchen oder Mini-Pizzen, die besonders die Kleinen am Tisch begeistern. Weitere klassische italienische Rezepte sind meine Spaghetti Carbonara und die Bolognese.

Pizza Margherita – das Originalrezept
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ZUTATEN
DU BENÖTIGST IDEALERWEISE EINEN PIZZASCHIEBER.
DER TEIG MUSS 45 MINUTEN RUHEN.
FÜR DEN TEIG
- 500 g Mehl Type 550 - plus etwas zum Bestäuben
- 20 g frische Hefe
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
- 300 ml kaltes Wasser
- Hartweizengrieß (Semola) - für die Arbeitsfläche
FÜR DEN TOMATENSUGO
- 400 g passierte Tomaten
- 1,5 TL Salz
- 1 TL italienische Kräuter
- 1/4 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- 1/4 TL Zucker
FÜR DEN BELAG
- 200 g Mozzarella in Lake - nach Belieben auch festen Mozzarella
- Basilikumblätter - Menge nach Belieben
ANLEITUNG
- Den Backofen heizt du rechtzeitig auf 250 °C Ober- / Unterhitze vor. Sollte dein Backofen eine höhere Temperatur erreichen können, stelle ihn gerne auf 280 °C Ober- / Unterhitze ein. Lege ein Backblech oder einen Pizzastein auf dem Grillrost auf die 2. Schiene von unten.
- In eine große Schüssel gibst du 300 ml kaltes Wasser und löst die 20 g Hefe darin auf.

- Die 500 g Mehl Type 550, 1 EL Olivenöl und 1 TL Salz gibst du ins Hefewasser.HINWEIS: Type 550 ist wichtig, wegen der Wasseraufnahme des Mehls.

- Mit den Knethaken des Handrührgeräts oder der Küchenmaschine knetest du den Teig für 2 Minuten auf langsamer Stufe und dann für 8 bis 10 Minuten etwas schneller.

- Den Teig formst du zu einer Kugel, gibst ihn in die Schüssel zurück und lässt ihn abgedeckt für 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen.

- In dieser Zeit bereitest du das Tomatensugo zu. Dafür gibst du 400 g passierte Tomaten, 1,5 TL Salz, 1 TL italienische Kräuter, 1/4 TL schwarzen Pfeffer aus der Mühle und 1/4 TL Zucker in eine kleine Schüssel und verrührst alles miteinander.
- Ebenfalls lässt du in dieser Zeit die 200 g Mozzarella in Lake sehr gut in einem Sieb abtropfen und bis zum Belegen "austrocknen". Vor dem Belegen schneidest du sie in etwa 20 dünne Scheiben.HINWEIS: Gutes Abtropfen lassen von "Mozzarella in Lake" ist sehr wichtig, weil der Käse sonst noch zu viel Flüssigkeit abgibt. Das macht das Sugo wässrig und der Boden wird weich.

- Den Teig teilst du nach der ersten Ruhezeit in 4 gleichgroße Stücke und formst sie jeweils zu einer Kugel.

- Im Anschluss lässt du sie für 15 Minuten noch mal abgedeckt ruhen.

- Auf deiner Arbeitsfläche verteilst du eine dünne Schicht Hartweizengrieß (Semola) oder Mehl und drehst und ziehst darauf jeweils eine Teigkugel vorsichtig mit den Händen auseinander zu einem Pizzafladen.

- Auf jedem Pizzafladen verteilst du etwa 2 bis 3 EL Tomatensugo und legst 5 Mozzarellascheiben darauf. Im Anschluss hebst du einen Fladen, am besten mit einem Pizzaschieber (den du mit Hartweizengrieß eingerieben hast), auf dein heißes Backblech und lässt ihn für 8 bis 12 Minuten im Backofen backen. Mit den drei weiteren ebenso verfahren.TIPP: Der Pizzaschieber ist empfehlenswert, da der Teig recht weich ist und sich leicht verzieht. Hast du von dem Tomatensugo noch Reste, kannst du ihn am nächsten Tag als Tomatensoße verwenden. Einfach erwärmen, gegebenenfalls nach Belieben weitere Zutaten dazugeben.

- Nach dem Backen zupfst du dir für jede Pizza nach Belieben etwa 6 Basilikumblätter von den Stängeln ab und verteilst sie.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.
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