In einem kräftigen Grün sorgen diese Bärlauch-Spätzle für Farbe auf deinem Teller. Die frische Abwandlung meines klassischen Spätzle-Rezepts ist perfekt für die Frühlingsküche geeignet und ein Highlight der Saison!
Mit einem Spätzlehobel landen die Knöpfle aus Bärlauch bei mir im siedenden Wasser, für Experten ist natürlich auch das Schaben vom Brett eine prima Alternative. Serviert mit zerlassener Butter oder einer cremigen Soße ist das Bärlauch-Gericht ein frühlingshafter Gaumenschmaus!

Zutaten für meine Bärlauchspätzle
Im Frühling dürfen bunte Farben und frische Aromen nicht fehlen. Beides liefert der Bärlauch, wenn du ihn in den Spätzle-Teig gibst. So werden die Spätzle herrlich grün und erhalten einen feinen Geschmack, der an herzhafte Knoblauchnoten und leicht scharfe Schnittlaucharomen erinnert. Bärlauch findest du in der Saison im März und April garantiert auf jedem Wochenmarkt in deiner Gegend oder im Supermarkt. Geübte Sammler finden ihn auch im Wald – Sei jedoch vorsichtig und gehe sicher, dass du ihn nicht mit anderen giftigen Gewächsen verwechselst!
Außerdem benötigst du folgende Zutaten für meinen klassischen Spätzleteig:
- Mehl ist die Basis des Teiges, ich verwende Type 550. Es gibt auch spezielles Spätzlemehl, das passt ebenfalls prima. Dieses ist etwas gröber, wodurch die Spätzle kerniger und fester werden.
- Kaltes Wasser hält den Teig geschmeidig und kühl, sodass er nicht zu schnell warm und damit hart wird.
- Eier liefern Struktur und Bindung, sie halten den Teig zusammen und sorgen für ein vollmundiges Aroma.
- Salz für die nötige Würze.

5 Tipps für selbstgemachte Bärlauchspätzle
- Für ein wunderschön grünes Ergebnis mixe ich das kalte Wasser kurz mit dem Bärlauch im Multizerkleinerer. Dadurch löst sich die Struktur des Bärlauches auf und erhält eine homogene, leuchtende Farbe – statt einzelner kleiner, dunklerer Stückchen im Teig. Alternativ kannst du die Zutaten auch einem Pürierstab pürieren.
- Spätzlehobel oder per Hand schaben – In Süddeutschland, genauer im Schwabenländle, gibt es nur eine Antwort. Hier ist frisch vom Brett geschabt ein echtes Muss, bei mir darf jedoch der Spätzlehobel oder die Spätzlepresse ans Werk gehen. Das geht schneller, einfacher und birgt weniger Raum für handwerkliche Fehler.
- Die Spätzle sind fertig, wenn sie oben schwimmen. Du kannst in mehreren Etappen arbeiten, musst die fertigen Spätzle jedoch nicht zwischendrin mit der Schaumkelle herausholen. Sie bleiben im Wasser schön warm, übergaren aber trotzdem nicht.
- Der Spätzleteig muss 15 Minuten ruhen, bereite ihn also am besten als erstes zu. Du kannst den Teig auch für bis zu eine Stunde im Voraus vorbereiten und bis zur Zubereitung im Kühlschrank lagern.
- Möchtest du die fertig gekochten Spätzle vorbereiten, lohnt es sich, sie in einer Schüssel mit eiskaltem Wasser abzuschrecken, damit sie nicht weiter kochen und weniger stark kleben. Du kannst sie später einfach in einer Pfanne mit etwas Butter aufwärmen, das schmeckt einfach herrlich!

Bärlauchspätzle – das servierst du dazu
Die Bärlauchspätzle passen wunderbar zu den verschiedensten Soßen und Beilagen. Ich verrate dir meine liebsten Kombinationen:
- Am einfachsten und schnellsten lassen sich die Bärlauchspätzle in Butter schwenken. Dafür bräune ich diese etwas in einer Pfanne an und gebe die Spätzle kurz dazu – Das schmeckt so wunderbar buttrig! Noch intensiver wird das Gericht, wenn du etwas Parmesan darüber reibst oder frisch gebratenen Speck als Topping darauf gibst. Auch kurzgebratenes Fleisch oder Fisch mit etwas Zitrone kannst du auf diese Variante geben – letzteres schmeckt besonders frisch und frühlingshaft.
- Natürlich kannst du auch die Bärlauch-Variante als Käsespätzle zubereiten. Der cremig-würzige Bergkäse harmoniert herrlich mit der Frische der grünen Spätzle.
- Helle Soßen sind die perfekte Begleitung, wenn du es besonders cremig magst. Eine einfache Schinken-Sahne-Soße oder eine käsige Gorgonzola-Sauce eignet sich hervorragend. Ein Pilzragout oder eine Pilzrahmsoße schmeckt ebenfalls hervorragend, Bärlauch und Pilze sind das perfekte Duo aus dem Wald. Da Champignons ganzjährig erhältlich sind, verwende ich diese Pilzsorte dafür.
- Möchtest du den wilden Knoblauch, wie der Bärlauch auch häufig genannt wird, noch „wilder“ kombinieren, schmeckt auch ein Hirsch- oder Wildschweingulasch prima dazu. Mit einem klassischen Rindergulasch oder Schweinebraten werden die Spätzle mit Bärlauch zu einem leckeren Sonntagsessen.

Auf meinem Blog findest du noch viele weitere leckere Bärlauch-Rezepte! Meinen Frühling verschönern mir zum Beispiel ein selbstgemachtes Bärlauch-Pesto, meine Bärlauch-Pasta oder die cremige Bärlauchsuppe.

Bärlauchspätzle – einfaches Rezept
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ZUTATEN
DU BENÖTIGST EINE SPÄTZLEPRESSE ODER EINEN SPÄTZLEHOBEL.
- 400 g Mehl
- 200 ml kaltes Wasser
- 50 g Bärlauch
- 4 Eier, Größe M
- 1 TL Salz
ANLEITUNG
- Die 50 g Bärlauch wäschst du gründlich unter kaltem Wasser ab, besonders wenn es sich um Bärlauch aus dem Wald handelt. Schneide den Bärlauch grob in Stücke und gib ihn mit Stielen in einen Multizerkleinerer. 200 ml kaltes Wasser hinzufügen und alles kurz zu einer homogenen Masse mixen.

- Für den Spätzleteig gibst du die 400 g Mehl, 1 TL Salz sowie 4 Eier in eine Rührschüssel. Dann rührst du mit einem Holzlöffel oder Handrührgerät langsam die Bärlauchmasse unter und vermengst alles zu einem homogenen Teig. Sollte der Teig zu fest sein, gib noch 20 ml Wasser hinzu und verrühre alles gut.HINWEIS: Wenn du genau hinsiehst, sollte sich bei der Teigherstellung die ein oder andere Blase unter der Teigdecke bilden. Eine weitere Prüfung, ob die Zutaten gut vermengt sind, ist wenn der Teig zähflüssig vom Löffel fließt.

- Den Spätzleteig lässt du im Anschluss abgedeckt im Kühlschrank für ungefähr 15 Minuten ruhen, gerne auch länger. HINWEIS: Der Teig braucht das Ruhen, damit sich die Zutaten gut miteinander verbinden, sich das Glutennetz bildet und der Teig „stabiler“ wird.

- In einem großen Topf bringst du reichlich Salzwasser zum Kochen und reduzierst danach die Hitze. Eine Spätzlepresse oder Spätzlehobel legst du auf den Topf und füllst sie mit Teig (ich verwende dafür gerne einen Eisportionierer) und lässt die Spätzle durch die mechanische Bewegung des Utensils ins heiße Salzwasser gleiten. Das Wasser sollte jetzt nur noch sieden, maximal leicht köcheln. TIPP: Wenn die Spätzle gar sind, schwimmen sie oben. Du kannst ruhig nacheinander arbeiten. Also den kompletten Spätzleteig in Ruhe zu Ende zubereiten. Die bereits gegarten Spätzle können im Wasser verbleiben, sie übergaren nicht. Keine Sorge!

- Die Spätzle mit der Siebkelle aus dem Wasser nehmen und in eine leicht vorgewärmte Servierschüssel füllen und direkt servieren.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.

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