Ein Döner mit allem gefällig? Mit meinem Döner-Rezept kannst du ihn ganz einfach selber machen und weißt genau, was drinsteckt. Mit meiner cremigen Joghurtsoße und frischem Gemüse wird er zur echten Geschmacksexplosion.
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Perfekt, wenn der nächste Imbiss zu weit weg ist oder du, wie auch ich, besonders viel Wert auf Frische und die Qualität der Zutaten legst. Mit der selbstgemachten Dönersoße kannst du experimentieren und die Gemüsefüllung an deinen Geschmack anpassen – perfekt für die ganze Familie!

Zutaten für meinen selbstgemachten Döner
Der Döner ist die Fusion deutscher und türkischer Küche. Vertikal gegrillte Fleischspieße, die die meisten heute aus den Imbissen kennen, kommen ursprünglich aus Bursa in Anatolien. In den 1970er Jahren entstand dann in Berlin die Variante mit Fleisch und Salat im Fladenbrot, die bis heute unglaublich beliebt ist. Ursprünglich wurde Döner Kebap klassisch aus Lamm- bzw. Hammelfleisch zubereitet. Erst später kamen Varianten mit Kalb, Rind, Lamm und Geflügel dazu. Der selbstgemachte Döner mit Kalb ist mir am liebsten, da das Fleisch besonders zart ist.
Um das Fleisch für den Döner selber zu machen, mische ich eine Marinade aus etwas Olivenöl, Paprikapulver edelsüß, Oregano und Thymian, Salz, Kreuzkümmel, schwarzen Pfeffer, frischen Knoblauch und Limettensaft. Meine schnelle Dönersoße besteht aus griechischem Joghurt bzw. Joghurt mit 10 % Fett, Mayonnaise, Knoblauch, Salz, Cayennepfeffer und schwarzem Pfeffer. Sie sorgt für eine echte Geschmacksexplosion, besonders wenn sie etwas ziehen durfte.
Den Döner kannst du nach Lust und Laune belegen. Bei mir gibt es:
- Romanasalat – diese Sorte bleibt schön knackig und fällt im warmen Brot nicht zusammen.
- Tomaten schmecken leicht süßlich und bringen viel Saftigkeit in den selbstgemachten Döner.
- Rotkohl sorgt für Biss und bringt noch mehr Farbe in den Döner. Durch seine leichte Bitterkeit und Süße bringt er mehr geschmackliche Tiefe hinein.
- Gurke schmeckt frisch, kühl und knackig. Außerdem ist sie ein toller Ausgleich zu scharfen Soßen, falls du diese ergänzen möchtest.
- Zwiebeln sorgen für Schärfe und Süße – Sie sind für mich ein echtes Muss im Döner!
Alles kommt gemeinsam in ein fluffiges Pitabrot, am besten leicht getoastet. Wer sie lieber mag, kann auch Fladenbrote verwenden. Falls du etwas mehr Zeit hast, lohnt es sich das Brot mit meinem Fladenbrot-Rezept selber zu machen. Das macht einen riesigen geschmacklichen Unterschied!

Tipps für die Zubereitung des Kebabs
- Das A und O bei diesem Rezept für selbstgemachten Döner ist die Vorbereitung. Du solltest das Fleisch zum Marinieren beiseitestellen, das Gemüse schneiden und die Soße vorher anrühren. Nach dem Braten geht das Zusammenbauen so besonders schnell und der Döner schmeckt frisch natürlich am besten.
- Gib dein Brot vor dem Belegen kurz in den Ofen, Toaster oder in die Pfanne, heiß und knusprig macht es noch mehr her.
- So schichtest du deinen Döner am besten: erst Dönersoße auf das Brot schmieren, dann Salat und Gemüse, dann Fleisch, zum Schluss noch mal etwas Soße. So bleibt die fluffige Konsistenz des Brots erhalten und du bekommst bei jedem Bissen von allem etwas.
- Wenn du keine rohen Zwiebeln verträgst, kannst du diese auch in kaltem Wasser einlegen. Das macht sie bekömmlicher und reduziert die Schärfe.
- Die Soße kannst du schon am Vortag vorbereiten und das Fleisch kann über Nacht marinieren. So ist der Döner besonders schnell fertig!
- Übriggebliebene Reste vom selbstgemachten Döner halten sich bis zu drei Tage im Kühlschrank. Das Gemüse bleibt frischer, wenn du es getrennt lagerst.
- Das rohe Fleisch in der Marinade kannst du einfrieren, ebenfalls das gebratene Fleisch, einfach sanft auftauen lassen und kurz in der Mikrowelle oder der Pfanne mit etwas Öl auf kleiner Stufe erwärmen. Fladenbrot lässt sich auch problemlos einfrieren und im Toaster oder Ofen neu aufbacken. Fladenbrot lässt sich auch problemlos einfrieren und im Toaster oder Ofen neu aufbacken.

Serviervorschläge für selbstgemachten Döner
- Mit dem roten Döner-Gewürz: In der Dönerbude kommt oft noch etwas Sumach oder Pul Biber auf den Döner. Sumach hat einen säuerlich-fruchtigen Geschmack, während Pul Biber ein milder, leicht scharfer Paprika-Chili-Mix ist.
- Topping vor dem Servieren: Ein Schuss Zitronensaft sorgt für extra Frische, und ein paar Pfefferonen geben dem Döner eine angenehme Schärfe.
- Mit käsiger Einlage: Feta oder Schafskäse bringen extra Cremigkeit hinein und passen geschmacklich super zum Salat und dem würzigen Fleisch.
- Für Vegetarier und Veganer: Wenn du auch für Vegetarier kochst, kannst du als Fleischalternative Falafel servieren. Für Veganer empfehle ich dir, Hummus und veganes Fladenbrot bereitzustellen – so kann jeder seinen Döner nach Wunsch zusammenstellen.
- Fladenbrot oder Pita ist kein Muss: Du kannst das Fleisch auch als Dönerteller mit Pommes, Reis oder Bulgur servieren. Das Gemüse kommt dann als frischer Salat auf den Teller. Auch im Wrap, als sogenannter Dürüm, schmeckt die Füllung unglaublich gut.
- Regionale Soßen-Vorlieben: Je nach Stadt unterscheiden sich die klassischen Döner-Soßen. In Berlin sind vor allem Kräuter- und Knoblauchsoße verbreitet, während man in NRW häufig auch Cocktailsoße oder Tzatziki findet – Schlussendlich kannst du alles kombinieren, was dir schmeckt.
- Scharfe Soße: Für alle, die es scharf mögen, gibt es traditionell Ezme – eine Paste aus fein gehacktem Gemüse, Kräutern und Gewürzen. Ich gebe jedoch lieber etwas mehr Cayennepfeffer in die Joghurtsoße und ergänze bei Bedarf etwas rosenscharfes Paprikapulver. So geht’s schneller und schmeckt richtig gut!

Weitere leckere türkische Rezepte findest du auf meinem Blog. Probiere doch mal mein einfaches Lahmacun-Rezept, meine selbstgemachten Köfte und meine leckeren gefüllten Kumpir.

Döner selber machen – wie vom Imbiss
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ZUTATEN
DAS FLEISCH MUSS MINDESTENS 1 STUNDE MARINIEREN.
- 500 g Kalbfleisch aus der Oberschale - alternativ: Hähnchenbrustfilet oder Putenschnitzel
FÜR DIE MARINADE
- 50 ml Olivenöl
- 1 EL Paprikapulver - edelsüß
- 2 TL Oregano
- 2 TL Thymian
- 1 TL Salz
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 Msp schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- 2 Knoblauchzehen
- 1/2 Limette - davon 1 EL Limettensaft
FÜR DIE SAUCE
- 200 g griechischer Joghurt 10 %
- 50 g Mayonnaise - keine Salatmayo
- 1 Knoblauchzehe
- 1/2 TL Salz
- 1 Msp Cayennepfeffer
- 1 Msp schwarzer Pfeffer aus der Mühle
FÜR DIE FÜLLUNG
- 250 g Romanasalat
- 250 g Tomaten
- 200 g Rotkohl
- 170 g Gurke
- 100 g Zwiebeln
- 4 Pitabrote oder 1 Fladenbrot
- gehackte Petersilie für die Garnitur
ANLEITUNG
- Die 500 g Kalbfleisch wäschst du, tupfst es trocken und schneidest es in 0,5 cm breite und etwa 2-6 cm lange Streifen.

- Für die Marinade schälst du die 2 Knoblauchzehen und würfelst sie fein. Die 1/2 Limette presst du aus und fängst den Saft auf.

- In einer Schüssel verrührst du 50 ml Olivenöl, 1 EL Paprikapulver edelsüß, 2 TL Oregano, 2 TL Thymian, 1 TL Salz, 1 TL Kreuzkümmel, 1 EL Limettensaft, die Knoblauchwürfel und 1 Messerspitze schwarzen Pfeffer aus der Mühle.

- Das Kalbfleisch vermengst du mit der Marinade und stellst es abgedeckt für mindestens 1 Stunde kalt.

- Für die Sauce schälst du die 1 Knoblauchzehe und presst sie in eine Schüssel. Zum Knoblauch gibst du 200 g griechischen Joghurt, 50 g Mayonnaise, ½ TL Salz, 1 Messerspitze Cayennepfeffer und 1 Messerspitze schwarzen Pfeffer aus der Mühle und verrührst alles miteinander.

- Für das Gemüse wäschst du die 250 g Tomaten und die 170 g Gurke, entkernst sie und schneidest sie in 1 cm große Würfel. Die 100 g Zwiebeln schälst du und würfelst sie grob. Die 250 g Romanasalat wäschst du, trocknest ihn und schneidest ihn in feine Streifen. Für die 200 g Rotkohl entfernst du die äußeren Blätter und den Strunk und schneidest ihn in feine Streifen.TIPP: Für den Rotkohl empfehle ich dir (Einmal)-Handschuhe zu tragen, damit du keine roten Finger bekommst.

- Eine große Pfanne erhitzt du OHNE zusätzliches Öl und brätst darin das Kalbfleisch in 2 Chargen scharf an. Nach 2 bis 3 Minuten nimmst du die 1. Charge aus der Pfanne und brätst die 2. Charge ebenfalls für 2 bis 3 Minuten an. TIPP: Das Fleisch kannst du im Backofen bei 80° warmhalten.

- Die 4 Pitabrote kannst du je nach Packungsanweisung entweder mit dem Toaster, oder im Backofen erwärmen. Die Brote bestreichst du innen mit der Soße, befüllst sie nach Geschmack mit Fleisch und Gemüse und bestreust sie mit gehackter Petersilie.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.
NÄHRWERTE PRO PORTION
WAS MEINST DU?

Liebe Manjuh, das freut mich sehr🥰. Alles Liebe!
Dieses Rezept macht richtig Lust! Ich werde gleich heute mal die Zutaten einkaufen. Das Schöne ist, dass deine Rezepte immer sehr gut gelingen. Werde berichten, wie lecker es dann geworden ist!
Dann gutes Gelingen Benny 🙂
Hallo, mit welchem Fleisch kann man das Kalbfleisch ersetzen? Vielen Dank und viele Grüße
Liebe Sabine, das geht auch mit Hähnchenbrustfilet und Putenschnitzel ganz gut. Viele LG