Quarkbällchen sind für mich deutsches Kulturgut und dürfen in keinem Backrepertoire fehlen. Der frische Teig mit Quark und Natron wird – ganz ohne Fritteuse – in einem großen Topf knusprig goldgelb ausgebacken und sorgt für einen herrlichen Duft in der Küche.
Beim Hineinbeißen ist mein Quarkbällchen-Rezept wunderbar saftig und zart. Das fluffige Feingebäck schmeckt wie frisch vom Bäcker und ist schnell und einfach zu Hause selbstgemacht. Sie begeistern deine Gäste garantiert an Karneval, bei der Geburtstagsparty oder dem Nachmittagskaffee.

Zutaten für das Quarkbällchen-Rezept
Dieses alte Familienrezept stammt von meiner besten Freundin, genauer gesagt von ihrer lieben Tante Maria aus dem Rheinland. Quarkbällchen sind für mich die leckersten runden Süßgebäcke, die mit nur einem Biss im Mund verschwinden: zum Kaffee, als Mitbringsel an Karneval oder einfach zwischendurch. Mit diesen Zutaten bekommen sie außen eine leicht knusprige Schicht, während sie innen schön weich und fluffig, wie Wölkchen bleiben.
- Quark mit 20 Prozent Fettanteil – so wird der Teig geschmeidig und schön saftig.
- Pflanzenfett zum Frittieren: Am besten eignen sich Stangen, die du kiloweise kaufen kannst. Das Fett schmeckt sehr neutral und lässt sich hoch erhitzen, wie zum Beispiel Kokos- oder Palmfett. Alternativ kannst du auch Sonnenblumen-, Raps- oder Erdnussöl für die Quarkbällchen verwenden.
- Natron sorgt dafür, dass der Teig aufgeht und die Quarkbällchen fluffig und schön feinporig werden. Das Backtriebmittel reagiert mit der der im Quark enthaltenen Säure in Kombination mit Hitze.
- Bourbon Vanillezucker enthält gemahlene Vanilleschote. Dadurch schmeckt er intensiver und natürlicher als Vanillinzucker.
- Als Mehl verwende ich das klassische Type 405, das sich wunderbar für feines Gebäck eignet.
- Eier, Zucker und eine Prise Salz dürfen in dem klassischen Teiggebäck als Grundzutaten nicht fehlen.
- Für die typische Süße und fürs Auge bestäube ich die frisch frittierten Quarkbällchen mit Puderzucker.

5 Tipps für saftige Quarkbällchen ohne Fritteuse
Wer mich kennt, weiß, ich frittiere wirklich nur selten. Doch für dieses Quarkbällchen-Rezept mache ich gerne eine Ausnahme. Dafür benötigst du keine Fritteuse, sondern kannst ganz einfach einen großen, weiten Topf verwenden. Hab keine Sorge, es ist einfacher als du denkst! Hier sind meine wichtigsten Tipps, damit die Quarkbällchen fluffig werden:
- Der Teig darf ruhig klebrig sein. Wenn er dir schwer vom Löffel geht, kannst du den Löffel vorher in etwas Öl tauchen, dann rutscht der Teig besser herunter. Alternativ kannst du auch einen Eisportionierer verwenden.
- Wenn du dir bei der Temperatur des Fettes unsicher bist, mach den Holzlöffel-Test. Sobald du ihn hineinhältst, sollten sich zügig kleine Bläschen am Stiel bilden.
- Frittiere in mehreren Durchgängen, die Quarkbällchen sollten sich im Topf nicht berühren. Zu viele Gebäckstücke gleichzeitig kühlen das Fett ab, was das Frittieren erschwert, und für ein fettiges Ergebnis sorgen kann.
- Ich bestreue die Quarkbällchen noch warm mit einem Hauch Puderzucker, du kannst sie auch in Zimtzucker oder nur Zucker wenden.
- Eine Füllung in den kleinen runden Bällchen schmeckt hervorragend, auch wenn das traditionell nicht üblich ist. Nuss-Nougat-Creme, Marmelade oder sogar Eierlikör kannst du nach dem Frittieren und Abkühlen mit einer langen Spritztülle hineinfüllen, ähnlich wie bei Berlinern.

Häufige Fragen zu den Quarkbällchen
- Warum sind meine Quarkbällchen zu flüssig? Wenn dein Teig zu flüssig ist, kann das zum Beispiel an zu großen Eiern liegen. Gib löffelweise noch etwas Mehl unter den Teig, bis er eine dicke Konsistenz hat.
- Wie heiß muss das Öl sein? Das Öl zum Frittieren der Quarkbällchen sollte ca. 180 °C haben. Mit einem Bratenthermometer kannst du das ganz einfach nachprüfen oder die Holzlöffel-Methode wie in der Rezeptkarte beschrieben anwenden.
- Wie lange muss man Quarkbällchen frittieren? Die Gebäckstücke sollten goldbraun sein und oben schwimmen. Bis sie fertig sind dauert es ungefähr fünf bis sieben Minuten.
- Wie halte ich das Gebäck frisch? Am besten schmecken die Quarkbällchen natürlich ganz frisch ausgebacken, du kannst sie jedoch auch drei bis fünf Tage in einer Keksdose oder in Butterbrotpapier aufbewahren. Alternativ lassen sie sich auch wunderbar einfrieren und bei Zimmertemperatur wieder auftauen.
- Kann man Teig für Quarkbällchen vorbereiten? Den Teig kannst du einige Stunden vorher vorbereiten und im Kühlschrank abgedeckt lagern. Wenn du ihn über Nacht aufbewahren möchtest, solltest du am nächsten Tag noch etwas Natron nachgeben und ihn noch einmal kneten.

Ebenfalls immer beliebt an Karneval: meine Amerikaner. Wenn du Backen genauso sehr liebst wie ich, findest du auf meinem Blog weitere leckere Kleinigkeiten, wie zum Beispiel meine Zimtschnecken, die saftigen Nussecken und meine Franzbrötchen.

Quarkbällchen selber machen – einfaches Rezept
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ZUTATEN
DIE MENGE ERGIBT CA. 40 STÜCK QUARKBÄLLCHEN MIT CA. 4-5 CM GRÖSSE
- 250 g Quark - 20 % Fett
- 250 g Mehl - Type 405
- 4 EL Zucker
- 2 Eier - Größe M
- 1/2 TL Natron - gibt es im Backregal
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 2 - 2,5 Stangen reines Pflanzenfett - à 1 kg
- Puderzucker - zum Bestreuen
ANLEITUNG
- Die 2,5 Stangen Pflanzenfett grob hacken und in einen großen weiten Topf geben.

- Dann erhitzt du das Fett auf der mittleren Stufe. Aber nicht zu heiß werden lassen. Beim Holzlöffel-Test dürfen nur leichte Blubberbläschen entstehen.

- Während dein Fett langsam heiß wird, die 250 g Quark mit den 2 Eiern, 4 EL Zucker und 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker cremig rühren.

- Die 250 g Mehl mit 1/2 TL Natron und 1 Prise Salz mischen, nach und nach unter die Quark-Eier-Masse heben und zu einem Teig verrühren.

- Du wirst feststellen, dass es ein ziemlich fester Teig wird. Eventuell musst du den Quirl gegen den Knethaken ersetzen.

- Wenn dein Fett ganz leichte Blubberblasen am Holzlöffel bildet (wie gesagt, es darf nicht zu heiß sein), gibst du den Teig mit 2 Teelöffel TEELÖFFELWEISE, ähnlich wie Nocken, in das Fett und lässt die Quarkbällchen goldbraun ausbacken. HINWEIS: Nicht wundern! Der Teig plumpst erst wie ein Stein auf den Topfboden, aber kommt recht schnell wieder nach oben. Auch werden die Quarkbällchen automatisch "rundlich".

- Nicht zu viele Quarkbällchen auf einmal in den Topf geben, sie sollen Platz beim Ausbacken haben und sich nicht gegenseitig anstupsen. Mit zwei Holzlöffeln die Bällchen beim Ausbacken ab und zu wenden.

- Die fertige Charge am besten mit einer Siebkelle aus dem Topf nehmen und auf ein Backblech mit Küchenpapier geben, dann tropft das Fett noch etwas ab.

- Wenn alle Quarkbällchen fertig und etwas abgekühlt sind, noch mit etwas Puderzucker bestreuen. Das Fett kannst du übrigens, wenn es abgekühlt ist, in einen Behälter umgießen, aufbewahren und mindestens einmal wieder verwenden, je nachdem was du zubereitest.

- Ich wünsche dir mit meinem Quarkbällchen-Rezept einen süßen Appetit.
NÄHRWERTE PRO PORTION
WAS MEINST DU?

Wie klasse Olli 🙂 Ich hoffe Ihr werdet noch weiterhin bei mir fündig! Alles Liebe
Liebe Emmi, Du weist ich liebe deine Rezepte ? diese Quarkbaellchen werde ich nächste Woche Donnerstag bei uns ( schmutziger Donnerstag?) für unsere Mitarbeiter machen, natürlich die doppelte Menge. Die Männer lieben ja süßes? Ich hab sie noch nie gemacht, aber deine Rezepte sind immer gelingsicher und ich werde es einfach probieren. Werde gerne berichten wie sie werden. LG Conny
Liebe Conny, ich hoffe das Rezept wird Dir auch gefallen. Viele LG
Wie toll Bettina – Merci für Dein nettes Lob! Alles Liebe
Das würde mich sehr freuen – und eine Rückmeldung wie sie geschmeckt haben sowieso 🙂
Vielen Dank für Dein nettes Lob liebe Katrin. Es freut mich sehr wenn Du Dich weiterhin von mir inspirieren lassen möchtest. Ganz LG
Ich mache es leider immer nur im Original mit Natron. Es gibt aber viele Umrechnungsformeln, die man ganz einfach googlen kann. Viele LG
Dankeschön für Dein Feedback liebe Anja! Wenn alles gepasst hat freut es mich sehr. Beste Grüße
Liebe Emmi, ich möchte die Quarkbällchen gerne morgen für die Arbeit machen. Wie bewahre ich sie bis morgen am besten auf?
Liebe Mia, am besten in einer Keksdose oder Behälter mit Butterbrotpapier abgedeckt. Bitte nicht luftdicht aufbewahren. Viele LG
Lieben Dank. Würdest du den Puderzucker schon heute drauf machen oder lieber morgen früh?
Besser morgen früh 🙂 ich wünsche Dir ein gutes Gelingen!
Oh herzlichen Dank für dieses wundervolle Lob – glückliche Kinderaugen sind für mich das Größte 🙂 Es freut mich sehr, wenn ich Dich etwas inspirieren kann. Viele liebe Grüße an Alle
Es freut mich sehr, wenn ich Dir Kindheitserinnerungen mit meinem Rezept geben konnte. Lieben Dank und viele LG
Ja wie großartig, liebe Benita! Die Quarkbällchen sind natürlich auch ganzjährig lecker und wenn etwas Karnevals-Feeling aufgekommen ist – umso besser 🙂 . Viele liebe Grüße aus Köln
Tausend Dank liebe Caterina für Dein schönes Feedback! Ganz liebe Grüße aus Köln
Das habe ich noch nie ausprobiert, lieber Chris, da ich keine habe. Lass es mich wissen ob es geklappt hat. Viele LG
Das ist eine schöne Anregung, liebe Manuela. Es freut mich sehr, dass es Dir so gut geschmeckt hat. Viele LG
Hallo Emmi, ich folge deiner Seite schon länger und hoffe immer auf das ein oder andere vegane Rezept, gerade bei Süßspeisen, wie Waffeln, Kuchen, Quarkbällchen usw. Ich würde mich über vegane Rezepte freuen oder Rezepte ohne Ei. Liebe Grüße, Alina
Liebe Alina, vielen Dank für Deine Nachricht. Aber die vegane Küche ist kein Feld auf dem ich mich auskenne. Vor allem auch, weil meine Familie und ich uns nicht vegan ernähren. Es gibt im Internet ganz viele tolle Vegan-Blogger, da wirst Du bestimmt fündig. Viele LG
Herzlichen Dank, liebe Marion! Das freut mich sehr 🙂 . LG
Hallo Emmi , wenn man eine Fritteuse hat, auf wieviel Grad würdest du sie stellen zum ausbacken? Ich habe schon so einiger deiner Rezepte nachgekocht. Sie sind immer alle sehr lecker gewesen . Danke 🙂
Da ich keine Fritteuse besitze, kann ich Dir das gar nicht sagen, liebe Marianne. Tut mir leid. Du solltest Dich jedoch an Schritt 2 der Rezeptbeschreibung orientieren. Gutes Gelingen. LG
Dankeschön Marianne. Dann wünsche ich Dir gutes Gelingen💜👍
Mmmh, genau wie ich es von zu Hause kenne ? bei uns hießen sie „Küchle“ und wurden von meinen Freunden auch auf den kindergeburtstagen im Oktober gefordert. Die waren sooooo beliebt. Wir haben sie immer im Zucker gewendet, ich werde es mal mit Puderzucker testen. Danke für die Kindheitserinnerung
Liebe Tina, das freut mich aber, dass ich bei Dir ein paar Kindheitserinnerungen wecken konnte. Danke fürs Teilen. LG
Deine Quarkbällchen sind super geworden!!! Vielen Dank für dieses geniale Rezept.
Liebe Astrid, wie klasse! Es freut mich sehr, dass es Dir geschmeckt hat. Vielen Dank für Deine Rückmeldung. LG
Hallo Emmi, sitze gerade mit den frisch gebackenen Quarkbällchen und einer schönen Tasse Kaffee am Tisch und genieße. Sehr schönes Rezept! Und von meinem jüngsten Sohn als „yummi yummi „beschrieben. Lieben Dank dafür. Gglg Anja Ps: Vorsicht Suchgefahr 🙂
Liebe Anja, es freut mich sehr, dass Dir das Rezept gefällt. Für Kinder sind die Quarkbällchen natürlich auch eine tolle Sache. Mein Junior liebt sie auch über alles. Und das mit der Suchtgefahr kann ich absolut bestätigen. LG
Bei uns im Bergischen Land heissen die Quarkbällchen Mutzen. Hat meine Mutter früher öfter gemacht. Könnte ich auch mal ausprobieren.
Liebe Daniela, vielen Dank für Deine Nachricht, ich würde mich sehr freuen, wenn Du diese Mutzen 😉 einmal machst. Die liebe Tante Maria hat die Quarkbällchen auch Mutzen genannt. Ich wollte nur sicher gehen, dass es jeder versteht und habe deshalb den allgemeinen Begriff gewählt. LG
Liebe Sonja, vielen Dank für Deine liebe Rückmeldung! So zwei bis drei Tage schmecken die Quarkbällchen noch frisch. Am besten in einer Keksdose mit Butterbrotpapier ausgelegt aufbewahren. Der Behälter sollte nicht luftdicht sein wie manche Frischhaltedosen. LG