Ob als Partyeintopf, schnelles Familienessen oder zum Aufwärmen nach einem kalten Tag: Die Lasagnesuppe bringt Abwechslung auf den Teller. Sie schmeckt deftig, würzig und hat ein feines Tomatenaroma.
Italienische Nonnas würden vielleicht schimpfen, wenn sie diese Abwandlung der klassischen Lasagne sehen würden. Ich hingegen bin großer Fan davon, die Lasagne als einfache und schnelle Suppe zu servieren. Auch die kleinen Genießer werden begeistert sein, wenn sie das Gericht mit einem Klecks Crème Fraîche löffeln dürfen.

Zutaten für meine einfache Lasagnesuppe
Die Zutatenliste für den Eintopf ist von der einer klassischen Lasagne kaum zu unterscheiden. Du benötigst:
- Nudelplatten, sie sind die Sättigungsbeilage in der Suppe.
- Rinderfond oder Gemüsefond aus dem Glas bildet die Flüssigkeit und sorgt für eine deftige, aromatische Brühe.
- Rinderhackfleisch ist besonders würzig und gibt der Suppe eine deftige Note.
- Passierte Tomaten versprechen fruchtige Aromen und bringen eine samtige Textur mit.
- Den Stangensellerie aus meiner Bolognese ersetze ich durch Knollensellerie, er ist gemeinsam mit Zwiebeln und Möhre ein Klassiker vieler Suppenbasen und unterstützt das aromatische Fundament des Gerichts.
- Knoblauch und Tomatenmark für noch mehr Umami-Geschmack.
- Als Gewürze kommen Salz, getrockneter Oregano, getrocknetes Basilikum und eine Prise Zucker zum Einsatz, um das Gericht italienisch zu verfeinern.
- Olivenöl verwende ich zum Anbraten.
- Als Ersatz für die Béchamelsauce garniere ich die Lasagnesuppe mit einem Klecks Crème Fraîche, der sie noch gehaltvoller macht. Ein echtes Wohlfühlgericht eben!
- Frische Basilikumblätter fürs Auge dürfen bei mir nicht fehlen.

5 Tipps für die Zubereitung der Lasagnesuppe
- Tomatenmark und Hackfleisch solltest du für die Lasagnesuppe gut anbraten, das sorgt für köstliche Röstaromen und schmeckt nach Umami.
- Statt das angebratene Fleisch und Gemüse nur mit Fond abzulöschen, kannst du auch zunächst einen Schuss trockenen Rotwein deiner Wahl in den Topf geben. Geschmacklich harmoniert das ganz wunderbar. Wenn Kinder mitessen, verzichte ich jedoch lieber darauf.
- Verwende eine andere Brühe, wenn du keinen Rinderfond zu Hause hast. Gemüsebrühe passt ebenfalls prima.
- Möchtest du die Lasagnesuppe vegetarisch oder vegan zubereiten, kannst du das Hackfleisch einfach durch eine pflanzliche Alternative ersetzen. Ich empfehle dir eine vegane Hackalternative aus dem Kühlregal, auch Linsen sind eine tolle, proteinreiche Suppenzugabe.
- Haben die Nudeln zu viel Brühe gezogen und es ist zu wenig Flüssigkeit im Topf, gieße einfach noch etwas Fond oder Wasser nach. Für eine cremigere Konsistenz kannst du am Ende auch einen Schuss Sahne zugeben.

Vorkochen, einfrieren, servieren: Meine Empfehlungen
Hier habe ich noch ein paar Tipps für dich, wenn du die Lasagnesuppe für Gäste oder deine Familie vorbereitest.
Lasagnesuppe vorkochen
Die Nudeln saugen sich mit der Zeit mit Brühe voll und werden leicht matschig. Wenn ich plane, die Lasagnesuppe vorzubereiten, koche ich die zerbrochenen Nudeln separat und gebe sie erst kurz vor dem Servieren zur Suppe. Die Bolognese-ähnliche Suppenbasis lässt sich prima vorkochen und schmeckt durchgezogen sogar noch besser.
Lasagnesuppe einfrieren
Auch hier gilt die gleiche Empfehlung. Die Suppe kannst du wunderbar einfrieren, die Nudeleinlage würde ich frisch hinzugeben. Alternativ zum separaten Kochen, kannst du sie auch in der fertigen Brühe gar ziehen lassen.
Den Eintopf servieren
Ein Klecks Crème Fraîche ist für mich ein Muss, alternativ kannst du auch Schmand, Mascarpone oder Ricotta verwenden. Basilikumblätter sorgen für Farbe. Wenn du es besonders reichhaltig magst, kannst du auch frischen Käse über die Suppe reiben. Gouda, schnittfester Mozzarella oder Parmesan schmecken einfach himmlisch darauf.

Möchtest du auch andere Varianten einer klassischen Lasagne ausprobieren? Dann versuche dich doch mal an meiner Pfannenlasagne mit Trick-Béchamel, meiner Gemüselasagne oder der Linsenlasagne.

Lasagnesuppe – deftiges One-Pot-Gericht
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ZUTATEN
- 8 Lasagne-Nudelplatten, ca. 150 g
- 1 Liter Rinderfond/Gemüsefond aus dem Glas - getrocknete Rinderbrühe/Gemüsebrühe
- 500 g Rinderhackfleisch
- 400 g passierte Tomaten
- 50 g Knollensellerie
- 2 Zwiebeln (à ca. 60 g)
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Möhre (ca. 150 g)
- 2 EL Tomatenmark
- 1 TL Salz
- 1 TL Oregano, Trockengewürz
- 1 TL Basilikum, Trockengewürz
- 1 Prise Zucker
- 2-3 EL Olivenöl
- Crème fraîche - zum Servieren
- Basilikumblätter - zum Servieren
ANLEITUNG
- Die 1 Möhre und 50 g Knollensellerie schälst du und reibst sie auf der groben Seite deiner Küchenreibe. Die 2 Zwiebeln und die 1 Knoblauchzehe schälst du und würfelst sie klein.

- Im Anschluss erhitzt du in einem großen Topf 2 EL Olivenöl auf mittlerer Stufe und lässt darin die Zwiebeln, die Möhren und den Sellerie für ca. 5 Minuten andünsten.

- Direkt danach gibst du den Knoblauch dazu und dünstest ihn nur so lange mit bis er duftet.

- Jetzt gibst du 500 Rinderhackfleisch zum Gemüse, vermengst es damit und lässt es schmoren/leicht anrösten bis es nicht mehr roh und rot aussieht, eventuell gibst du noch 1 EL Öl dazu.

- Die 2 EL Tomatenmark, 1 TL Salz, 1 TL Oregano, 1 TL Basilikum rührst du unter und lässt es kurz mit anrösten.

- Jetzt löschst du mit 1 Liter Rinderfond ab, gibst 400 g passierte Tomaten sowie 1 Prise Zucker dazu. Außerdem brichst du die Lasagneplatten in grobe Stücke und gibst sie hinein. Alles einmal gut verrühren.

- Jetzt lässt du die Lasagnesuppe für ca. 15 Minuten auf kleiner Hitze köcheln, dabei gelegentlich umrühren. Zum Schluss nochmal nach Belieben abschmecken.

- Mit Crème fraîche und gewaschenen und getrockneten Basilikumblättern servieren. Ich wünsche dir einen guten Appetit.

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