Bouillabaisse ist der Inbegriff der französischen Mittelmeerküche: eine aromatische Fischsuppe aus Marseille mit Safran, Fenchel, Weißwein und Tomaten. Mit Rotbarsch, Kabeljau und Meeresfrüchten entsteht eine herrlich würzige Brühe voller mediterraner Aromen.
Ich serviere mein Rezept für klassische Bouillabaisse am liebsten mit knusprigem Baguette und der typisch französischen Rouille oder Mayonnaise. Das Rezept schmeckt wie Urlaub an der Côte d’Azur, lässt sich gut vorbereiten und bringt mit Fisch, Gemüse und Safran echtes Provence-Feeling auf den Tisch.

Zutaten für eine traditionelle Bouillabaisse
Für eine echte französische Bouillabaisse sind natürlich Fisch und Meeresfrüchte das Herzstück. Ich nehme am liebsten Rotbarschfilet aufgrund seines zarten, milden Fleischs und Kabeljaufilet für etwas mehr Biss. TK-Meeresfrüchte sorgen zusätzlich für herrlich maritime Aromen und machen die Suppe besonders abwechslungsreich und die Zubereitung etwas einfacher.
Für die Suppe brauchst du außerdem:
- Fischfond – die aromatische Basis mit dem charakteristischen Meeresgeschmack.
- Kartoffeln machen die Bouillabaisse schön sättigend und binden die Brühe leicht.
- Trockener Weißwein bringt Frische und feine Säure in die Suppe.
- Tomaten und Tomatenmark sorgen für Fruchtigkeit, Farbe und Tiefe.
- Möhren, Zwiebeln, Lauch und Knoblauch – die klassische Gemüsebasis voller Aromen.
- Fenchel und Sternanis geben die typisch feine Anisnote.
- Safranfäden – für das unverwechselbare Aroma und die goldene Farbe.
- Olivenöl bringt mediterrane Fülle in die Suppe.
- Orangenschale passt wunderbar zu Fisch und Safran.
- Glatte Petersilie sorgt zum Schluss für Frische.
- Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer, Cayenne, Paprika und etwas Zucker runden die Brühe harmonisch ab.

4 Tipps für die Zubereitung der französischen Fischsuppe
- Wenn du möchtest, kannst du statt Tiefkühlware auch frische Meeresfrüchte für die Bouillabaisse verwenden – zum Beispiel Garnelen sowie Mies- oder Venusmuscheln. Die Garnelen spülst du einfach kurz ab und legst sie bereit. Muscheln solltest du besonders sorgfältig unter kaltem Wasser reinigen und beschädigte oder bereits geöffnete Exemplare aussortieren. Und ganz wichtig: Nach dem Kochen nur die Muscheln verwenden, die sich geöffnet haben – alle geschlossenen werden entsorgt.
- Für mehr Tiefe im Geschmack lohnt sich ein Hauch Piment d’Espelette. Das Gewürz bringt eine angenehm milde, fruchtig-warme Schärfe mit, die hervorragend zur Bouillabaisse passt.
- Traditionell servierst du die Suppe als Hauptgericht mit Rouille, einer cremigen Sauce, und Croûtons. Besonders lecker ist es, die Rouille direkt auf das Brot zu streichen, leicht mit Fleur de Sel zu salzen und zusammen mit der heißen Suppe zu genießen. Die einfachere und alltagstauglichere Variante ist Baguette mit Mayonnaise und Meersalz. Wer mag, rundet das Ganze mit einem trockenen Weißwein ab. Als Dessert gibt es bei mir dazu, klassisch französisch, eine Crème Brûlée oder eine Mousse au Chocolat.
- Im Kühlschrank hält sich die Bouillabaisse etwa drei Tage. Beim Erwärmen solltest du die Suppe langsam erhitzen und darauf achten, dass sie nicht stark kocht – so bleibt der Geschmack gut erhalten.

Variationsmöglichkeiten: Bouillabaisse nach deinem Geschmack
- Bei der Fischwahl kannst du dich ruhig flexibel austoben. In Frankreich werden traditionell Arten wie Drachenkopf, Dorade, Meerbarbe, Petersfisch oder Wolfsbarsch verwendet. Hierzulande funktionieren aber auch gut verfügbare Sorten wie Rotbarsch oder Kabeljau, wie in meinem Bouillabaisse-Rezept, hervorragend.
- Wenn du ausschließlich Fisch verwendest, kannst du ihn sogar vorher kurz anbraten, bevor er in die Suppe kommt. Das gibt der Bouillabaisse zusätzlich Röstaromen und Tiefe.
- Falls du auf Weißwein in der Suppe verzichten möchtest, ersetzt du ihn einfach durch mehr Fischfond. Für eine ähnliche frische Säure sorgt ein Spritzer Zitronensaft, der den Wein gut auffängt.
- Je nach Jahreszeit kannst du die Suppe unterschiedlich interpretieren: Im Winter passen kräftiges Wurzelgemüse sowie stückige Tomaten aus der Dose wunderbar hinein, während im Sommer frische Tomaten, Zucchini und aromatische Kräuter aus der Bouillabaisse eine leichtere mediterrane Variante machen.
- Wer es gerne etwas schärfer mag, kann mit Cayennepfeffer und Chili nachhelfen und die Bouillabaisse so individuell anpassen.
- Safran hat ein sehr feines Aroma und sorgt für die typische goldene Farbe der Suppe. Wenn du darauf verzichten möchtest, funktioniert das klassische Bouillabaisse-Rezept auch gut mit Kurkuma oder Saflor („falschem Safran“) – oder du lässt ihn einfach ganz weg.

Wenn du noch mehr Schätze der französischen Küche entdecken willst, bist du auf meinem Blog genau richtig. Probiere doch auch meine französische Zwiebelsuppe, mein Rezept für den Croque Monsieur oder die Quiche Lorraine. Fans von Meeresfrüchten und Fisch werden von meinem Paella-Rezept und der Forelle aus dem Backofen begeistert sein.

Bouillabaisse – französische Fischsuppe
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ZUTATEN
- 1 Liter Fischfond aus dem Glas
- 400 g Kartoffeln
- 400 g Rotbarschfilet, frisch - alternativ TK, aber aufgetaut
- 350 g Kabeljaufilet, frisch - alternativ TK, aber aufgetaut
- 300 g TK-Meeresfrüchte - aufgetaut
- 250 ml trockener Weißwein
- 3 frische Tomaten
- 3 Knoblauchzehen
- 2 Möhren - ca. 150 g
- 1 Fenchelknolle (ca. 250 g) - alternativ 1 EL Fenchelsamen
- 1 Stange Lauch
- 1 Zwiebel
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL Tomatenmark
- 8 Safranfäden
- 2 Lorbeerblätter
- 1 Sternanis
- 1 TL Salz
- 1 TL Paprika, edelsüß
- 1 Prise Cayennepfeffer
- 1 Prise schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- 1 Prise Zucker
- 1 Orange, unbehandelt
AUSSERDEM
- 1 Bund glatte Petersilie
- Meersalz
- Baguette und etwas Rouille oder Mayonnaise - nach Belieben
ANLEITUNG
- Zuerst das Gemüse vorbereiten: 1 Zwiebel und 3 Knoblauchzehen schälen und fein würfeln. Von der Orange reibst du 1/2 TL Schale ab. Die 2 Möhren, die 1 Fenchelknolle, die 1 Stange Lauch, die 3 Tomaten (Haut und Kerngehäuse lassen) und die 400 g Kartoffeln waschen, putzen gegebenenfalls schälen und jeweils in Würfel/Stücke bzw. Scheiben schneiden.

- In einem großen Topf erhitzt du 2 EL Olivenöl und schwitzt darin die Zwiebel- und Knoblauchwürfel für 2 Minuten an. Sie sollen keine Farbe annehmen.

- Dann fügst du das kleingeschnittene Gemüse dazu und dünstest alles weitere für 3 Minuten an. 2 EL Tomatenmark einrühren und 2 Minuten mit rösten.

- Nun gibst du ca. 8 Safranfäden und den 1/2 TL Orangenschale hinzu. Unter Rühren ca. 2 Minuten mitbraten – so kann sich das Aroma entfalten. TIPP: Wenn du keine frische Fenchelknolle bekommen hast, gib in diesem Schritt einfach 1 EL Fenchelsamen dazu.

- Anschließend mit 250 ml Weißwein ablöschen und 1 Liter Fischfond zugießen. Mit 1 TL Salz, 1 Prise Zucker, 1 Prise Pfeffer, 1 Prise Cayennepfeffer, 1 TL Paprikapulver würzen, 2 Lorbeerblättern und 1 Sternanis dazugeben und die Suppe 15 bis 20 Minuten mit Deckel köcheln lassen. HINWEIS: In Frankreich verwendet man Pastis, eine Anis-Spirituose statt Sternanis. Falls du diese vorrätig hast ersetze den Sternanis mit 40 ml Pastis.

- In der Zwischenzeit 350 g Kabeljau-Filets und 400 g Rotbarschfilets trockentupfen und in große Würfel schneiden. Die 300 g (je nach Beutel 270 g) aufgetauten TK-Meeresfrüchte stellst du bereit.

- Nach der ersten Garzeit (15 bis 20 Minuten) gibst du Fischfilets und Meeresfrüchte in die Suppe, lässt diese aufkochen und für 5 bis 8 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Die Lorbeerblätter und den Sternanis entfernst du. Mit Salz, Cayennepfeffer und Orangenschale nach Belieben abschmecken.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit! Frisches Baguette mit etwas Rouille oder Mayonnaise sowie Meersalz schmeckt sehr lecker dazu.

NÄHRWERTE PRO PORTION
WAS MEINST DU?

Lieber Alexander, es spricht nichts dagegen es genau so zu machen 🙂 Viele LG
Hallo, genau das Rezept passt jetzt zu der Jahreszeit, die beste Bouillabaisse habe ich immer in Südfrankreich gegessen. Am Freitag wird sie nach deinem Rezept zubereitet.
Wie schön und lass mich gerne wissen wie dir mein Rezept geschmeckt hat, Michael🥰👍
Das würde mich sehr freuen, Manfred. Lass es dir schmecken😍👍