Spritzgebäck – klassisches Rezept wie von Oma

Mein süßes Spritzgebäck backe ich am liebsten an Weihnachten oder ganzjährig für die Kaffeerunde.

Spritzgebäck Rezept

Spritzgebäck ist eine der feinsten Gebäcksorten. Die Plätzchen sind buttrig, zart und wecken bei mir echte Kindheitserinnerungen an Weihnachten in Omas Backstube.

Die Zubereitung vom klassischen Spritzgebäck-Rezept geht sehr einfach. Du kannst den Mürbeteig mit dem Spritzbeutel formen oder durch den Fleischwolf drehen. Mit etwas Schokolade verziert, ist das Spritzgebäck eine hübsche Ergänzung für jeden Plätzchenteller.

Klassisches Spritzgebäck aus dem Spritzbeutel oder dem Fleischwolf.

Zutaten für mein klassisches Spritzgebäck

Für den Teig benötigst du Mehl und Butter zu gleichen Anteilen. Ich verwende am liebsten Weizenmehl Type 405, da dessen Beschaffenheit für Feingebäck hervorragend geeignet ist. Die Butter verleiht dem weihnachtlichen Gebäck ein tolles Aroma und eine mürbe Textur. Ich empfehle dir Butter der Handelsklasse „Deutsche Markenbutter“, da sie die höchsten Qualitätsmerkmale erfüllt. Die Konsistenz der Margarine hingegen wäre zu weich für den Plätzchenteig, insbesondere für das Formen und die anschließende Stabilität der feinen Plätzchen.

Ansonsten brauchst du:

  • Blanchierte gemahlene Mandeln: Sie werden ohne die leicht bittere Schale gemahlen, damit werden sie schön hell und schmecken etwas süßer.
  • Speisestärke sorgt neben Mehl und der Butter für die charakteristische Mürbe der Plätzchen, aber vor allen Dingen für eine stabile Struktur.
  • Zum Süßen verwende ich weißen Kristallzucker.
  • Nimm für das Vanillearoma am besten Vanillezucker mit natürlicher Bourbonvanille, der Unterschied zur künstlichen Variante wird sich im Geschmack auszahlen.
  • Eigelbe und Milch verbinden die Zutaten zu einem homogenen Teig.
  • Eine Prise Salz kitzelt alle Aromen im Teig noch einmal hervor.
  • Kuvertüre – am liebsten verwende ich Zartbitter. Sie ist das i-Tüpfelchen beim Spritzgebäck.

In Schokolade getaucht oder blanko, Spritzgebäck schmeckt in beiden Varianten.

6 schnelle Tipps für den Plätzchenklassiker

  1. Für mein Spritzgebäck-Rezept sollten Butter und Eier Zimmertemperatur haben, damit der Teig homogen wird und alle Zutaten sich gut verbinden.
  2. Wenn du den Plätzchenteig so wie ich mit einem Spritzbeutel formen möchtest, kannst du für etwas Abwechslung verschieden geformte Sterntüllen verwenden.
  3. Du kannst zum Formen der Plätzchen alternativ auch einen Fleischwolf oder eine Küchenmaschine mit Spritzgebäck-Aufsatz verwenden, das kennst du vielleicht von deiner Oma. Damit er sich gut hindurchdrehen lässt, muss der Teig vor der Weiterverarbeitung 30 Minuten im Kühlschrank ruhen und fester werden.
  4. Stellst du die Plätzchen nach dem Formen kurz kühl, bleiben die feinen Konturen beim Backen stabiler. Achte auf genügend Abstand zwischen den Plätzchen, da sie beim Backen etwas an Volumen gewinnen.
  5. Das gebackene, abgekühlte Spritzgebäck kannst du in Zartbitterkuvertüre tunken. Kinder verzieren die flüssige Schokolade gerne mit bunten Zuckerstreuseln, auch gehackte Haselnüsse passen super.
  6. Da im Spritzgebäck keine weihnachtlichen Gewürze verwendet werden, kannst du sie nicht nur in der besinnlichen Zeit, sondern wunderbar auch ganzjährig als Gebäck zum Kaffee servieren.

Butter, Mehl, Eier, Zucker – mehr braucht es nicht für das leckere Spritzgebäck

Spritzgebäck: Die wichtigsten Fragen beantwortet

Ich bekomme immer wieder Nachrichten zum Backen von Spritzgebäck. Hier findest du die Antworten auf die meistgestellten Fragen:

  1. Butter oder Margarine – was ist besser für Spritzgebäck? Die beste und für mich einzig richtige Wahl ist Butter. Sie hat ein einzigartiges Aroma und sorgt für die typisch mürbe Konsistenz. Verwende also keine Streichzart-Variante oder Margarine, das Spritzgebäck-Ergebnis steht und fällt mit der Butter.
  2. Wie kann ich Spritzgebäck ohne Fleischwolf machen? Da mein Teig Zimmertemperatur hat und sehr geschmeidig ist, lässt er sich super durch einen Spritzbeutel mit Sterntülle drücken.
  3. Wie lange muss der Teig für Spritzgebäck ruhen? Verwendest du einen Spritzbeutel zum Formen, muss der Teig nicht ruhen. Für den Fleischwolf solltest du den Teig für mindestens 30 Minuten kaltstellen, damit er etwas härter wird und an Festigkeit gewinnt.
  4. Wie bewahre ich Spritzgebäck auf? Eine Keksdose aus Blech ist dafür die richtige Wahl, dann bleibt das Spritzgebäck bis zu drei Wochen frisch. Meistens werden die Plätzchen jedoch sowieso früher vernascht! 😉
  5. Wie kann ich die übriggebliebenen Eiweiße verwerten? Du kannst die getrennten Eiweiße hervorragend verwenden, um meine Kokosmakronen, Haselnussmakronen oder Walnussmakronen zu backen.

Diese Plätzchen dürfen auf keinem Plätzchenteller fehlen!

Du suchst weitere Inspiration für Weihnachtsplätzchen-Rezepte? Meine Spitzbuben, die Allrounder Butterplätzchen und meine zarten Vanillekipferl sind ebenfalls sehr beliebt auf dem vorweihnachtlichen Plätzchenteller.

Spritzgebäck Rezept

Spritzgebäck – klassisches Rezept wie von Oma

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Spritzgebäck ist ein echter Klassiker und mit meinem Rezept ganz einfach gebacken – für Weihnachten oder die Kaffeerunde.
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VORBEREITUNG45 Minuten
ZUBEREITUNG15 Minuten
ZEIT GESAMT1 Stunde
PORTIONEN32 Portionen

ZUTATEN

MENGE FÜR 2 BLECHE, JE NACH GRÖSSE DES SPRITZGEBÄCKS.

DU BENÖTIGST 1 (EINWEG-)SPRITZBEUTEL UND 1 GEZACKTE SPRITZTÜLLE.

DIE BUTTER UND DIE EIGELBE SOLLTEN ZIMMERTEMPERATUR HABEN.

  • 250 g Butter, zimmerwarm - bitte echte Markenbutter (Süßrahm) verwenden und keine Streichzart-Variante
  • 250 g Mehl - Type 405
  • 150 g Zucker
  • 100 g Speisestärke - alternativ Maisstärke
  • 1 Päck. Bourbon Vanillezucker - alternativ das Mark einer Vanilleschote
  • 4 Eigelbe, zimmerwarm
  • 50 g gemahlene, geschälte Mandeln - blanchiert
  • 2 EL Milch
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Zartbitterkuvertüre - alternativ Kuchenglasur

ANLEITUNG

  • Den Backofen heizt du rechtzeitig auf 180 °C Ober- / Unterhitze vor.
  • In einer Rührschüssel verrührst du 250 g zimmerwarme, sehr weiche Butter, 150 g Zucker und 1 Päckchen Bourbon Vanillezucker mit den Quirlen des Handmixers oder der Küchenmaschine ca. 2 bis 3 Minuten hellcremig.
    Butter, Zucker und Vanillezucker hell cremig schlagen.
  • Danach rührst du die 4 Eigelbe vorsichtig und sanft für ca. 15 Sekunden unter.
    Eigelb hinzugeben.
  • Im Anschluss vermengst du in einer zweiten, kleineren Schüssel 250 g Mehl, 100 g Speisestärke, 1 Prise Salz sowie 50 g gemahlene Mandeln.
    Die trockenen Zutaten vermengen.
  • Gemeinsam mit 2 EL Milch rührst du die Mehl-Mischung unter die Butter-Zucker-Masse.
    Mehl-Mischung, Butter-Zucker-Masse und Milch verrühren.
  • Den kompakten, leicht weichen Teig füllst du in einen (Einweg-)Spritzbeutel mit einer gezackten Spritztülle. Ich habe für die Bilder eine 12-mm-Spritztülle verwendet für etwas größeres Spritzgebäck. Du kannst aber selbstverständlich auch schmalere Spritztüllen für kleinere Plätzchen verwenden.
    TIPP: Den Spritzbeutel stabilisierst du beim Befüllen in einem Rührbecher.
    TIPP: Du kannst den Teig auch durch den Fleischwolf beziehungsweise eine Küchenmaschine mit Spritzgebäck-Aufsatz drehen. Dafür vorher 20 bis 30 Minuten im Kühlschrank runterkühlen und fester werden lassen. Ich persönlich finde aber den Spritzbeutel praktikabler und die Plätzchen damit hübscher.
    Teig in den Spritzbeutel füllen.
  • Nun spritzt du dein Spritzgebäck in beliebige Formen wie zum Beispiel Kringel, S-Form und / oder Stäbchen, direkt und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Im vorgeheizten Backofen auf der mittlere Schiene für ca. 10 bis 15 Minuten nacheinander backen bis sie leicht gebräunt sind. Danach komplett auskühlen lassen.
    WICHTIGER HINWEIS: Je nach Stärke des Spritzgebäcks variiert die Backzeit um mehrere Minuten.
    Spritzgebäck auf das Backpapier spritzen und im vorgeheizten Backofen backen.
  • Die 200 g Zartbitterkuvertüre hackst du klein, gibst sie in eine Wasserbadschüssel, hängst diese in siedendes Wasser und lässt sie unter Rühren schmelzen. Alternativ Kuchenglasur nach Packungsanweisung zubereiten. Je eine Hälfte des erkalteten Spritzgebäcks in die Schokolade tauchen und zum Trocknen auf ein Backpapier legen. 
    Das Spritzgebäck halb in Schokolade tauchen.
  • Das Spritzgebäck am besten in einer Keksdose aufbewahren. Es bleibt dann bis zu 3 Wochen zart und mürbe.
    Fertig ist das Spritzgebäck!
  • Ich wünsche dir mit meinem Spritzgebäck-Rezept viel Freude und einen süßen Appetit.

NÄHRWERTE PRO PORTION

Kalorien: 166 kcal | Kohlenhydrate: 16 g | Eiweiß: 2 g | Fett: 10 g

WAS MEINST DU?

Hast du das Spritzgebäck-Rezept einmal ausprobiert? Wie findest du es? Ich freue mich immer über Lob, freundliche Kritik oder deine Tipps und Erfahrungen.
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Emmi in der Küche

Ich ❤️ die einfache, schnörkellose Küche und möchte dir Inspiration geben, wenn du dir mal wieder die Frage stellst: „Was soll ich heute für meine Lieben und mich bloß kochen?“

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49 Kommentare
  1. Dagmar 19. Dezember 2025 - 12:25

    Liebe Emmi, das Spritzgebäck nach deinem Rezept ist super. Die erste Portion war schnell verputzt, noch bevor die Schokolade zum Einsatz kam. Liebe Grüße Dagmar

    Antworten >>
    1. Emmi
      Emmi 19. Dezember 2025 - 17:04

      Sehr gerne Dagmar💟. Merci und weiterhin viel Freude mit meinem Rezept. LG

      Antworten >>
  2. Bettina 19. Dezember 2025 - 7:16

    Liebe Emmi, habe dieses Jahr zum ersten Mal dein Spritzgebäck gebacken und muss sagen es ist sooooo lecker. Es wird auf alle Fälle in das Familienrezeptbuch aufgenommen. LG Bettina

    Antworten >>
    1. Emmi
      Emmi 19. Dezember 2025 - 8:20

      Es freut mich wenn es mein Rezept in dein Familienrezeptbuch geschafft hat liebe Bettina. Viele LG

      Antworten >>
  3. Kicki 6. Dezember 2025 - 7:39

    Liebe Emmi, deine Rezepte haben grundsätzlich Gelinggarantie, darum mag ich sie. Leider ist mein Teig sehr fest, obwohl nach Beschreibung hergestellt. Ich bekommen ihn nicht durch die Tülle gedrückt, evtl. mehr Milch für weichere Konsistenz oder hast du vielleicht eine andere Idee? LG

    Antworten >>
    1. Emmi
      Emmi 8. Dezember 2025 - 12:03

      Liebe Kicki, könnte es sein, dass die Butter noch ein wenig zu kalt war? Dann wird der Teig oft sehr fest und lässt sich schwer durch die Tülle drücken. Mit richtig weicher Butter verbindet sich alles besser. Falls er dann immer noch zu fest ist, kannst du mit einem kleinen Schuss Milch nachhelfen. Liebe Grüße

      Antworten >>
  4. Gerda 30. November 2025 - 16:06

    Liebe Emmi, deine Rezepte sind genial einfach und wunderschön aufgelistet, toll dokumentiert, es macht so viel Spaß zu kochen und backen. Ich habe jetzt schon sehr viel von dir gekocht, gebacken, ich bin begeistert. Vielen herzlichen Dank für dich, dass wir so toll inspiriert werden selbst so gutes Essen und Gebäck zu genießen. Danke, liebe Grüße Gerda

    Antworten >>
    1. Emmi
      Emmi 30. November 2025 - 20:52

      Das freut mich sehr, Gerda. Hab noch viel Freude mit meinen Rezepten und Viele LG.

      Antworten >>

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