Tofu marinieren ist der Schlüssel, um aus einfachem Naturtofu ein aromatisches Highlight zu machen. Mit der richtigen Marinade verwandelst du den oft unterschätzten Klassiker aus Asien in einen intensiven, würzigen Sattmacher, der selbst Tofu-Skeptiker überzeugt.
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Als vegane Proteinquelle ist Tofu nicht nur gesund, sondern auch unglaublich vielseitig. Mit wenigen Zutaten bereitest du eine schnelle, ausgewogene Marinade zu, die für kräftigen Umami-Geschmack sorgt – perfekt für Bowls, Salate oder Pfannengerichte.

Zutaten für meinen marinierten Tofu
Tofu ist reich an Proteinen, Eisen und Calcium und er enthält alle essenziellen Aminosäuren. Somit ist er richtig gesund und eine tolle Ergänzung für deine Ernährung – vollgepackt mit pflanzlichem Eiweiß und wertvollen Nährstoffen. Leider schmeckt er bei falscher Zubereitung nach recht wenig. Um den Tofu zu Hause selber zu marinieren und ihn in eine echte Geschmacksexplosion zu verwandeln, brauchst du jedoch nur:
- Sojasoße, sie bringt Salz und Umami in die Marinade und bildet die geschmackliche Basis. Die Soße dringt gut in den gepressten Tofu ein und sorgt für eine würzige Tiefe.
- Apfelessig und Limettensaft: Die Säure hellt den Geschmack auf, macht das Aroma frischer und hilft, die Fasern im Tofu leicht zu „öffnen“, sodass die Marinade besser aufgenommen wird. Gleichzeitig wirkt sie als Ausgleich zur salzigen Sojasauce.
- Agavendicksaft rundet mit seiner Süße den Geschmack ab und sorgt für Harmonie.
- Sesamöl für ein nussiges Aroma, es hält den Tofu zudem saftig.
- Knoblauch und Ingwer für die charakteristische Würze: Knoblauch bringt Herzhaftigkeit, Ingwer Frische und leichte Schärfe. Beide geben der Marinade eine asiatisch inspirierte Note und machen das Gericht spannender.
- Sesamsamen liefern Biss und sorgen für nussige Aromen.
- Frühlingszwiebeln zum Servieren sind optional, sie bringen viel Frische und Farbe auf den Teller.

7 Tipps für die richtige Zubereitung
- Die richtige Tofu-Sorte: Fester Naturtofu eignet sich zum Marinieren am besten, da er neutral schmeckt, pressbar ist und den intensiven Geschmack der Marinade optimal aufnimmt. Seidentofu ist wegen seiner weichen Konsistenz nicht geeignet und Räuchertofu hat bereits einen intensiven Geschmack, weshalb er lieber nur leicht gewürzt werden sollte.
- Gründlich pressen: Je besser du den Tofu entwässerst, desto intensiver nimmt er die Marinade auf und desto fester wird die Konsistenz beim Braten. 20 Minuten unter Gewicht sind ein guter Start, wer Zeit hat, kann länger pressen.
- Reißen oder Schneiden? Wer mag, kann seinen Tofu in kleine Stücke reißen – so haftet die Marinade besser. Gerissener Tofu passt gut in rustikale Bowls, während ordentliche Würfel optisch mehr hermachen und sich gut für Spieße oder zum Grillen eignen. Mein Tipp: Je kleiner die Stücke oder Würfel sind, desto schneller und besser nehmen sie die Würze der Marinade an.
- Marinade gut einmassieren: Den Tofu nach dem Schneiden mit den Händen oder einem Löffel gründlich mit der Marinade vermengen, damit alle Seiten benetzt sind und keine trockenen Stellen bleiben.
- Marinierzeit nutzen: Mindestens 45 Minuten sind sinnvoll – wenn möglich, kannst du den Tofu gerne ein paar Stunden oder über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, dann wird der Geschmack deutlich kräftiger. Während der Tofu mariniert, bleibt Zeit für die Beilagen.
- Für extra Knusprigkeit: Vor dem Braten die Marinade leicht abtropfen lassen und auf Wunsch den Tofu dünn mit Speisestärke bestäuben. Das geht am besten in einer Schüssel mit Deckel, die du anschließend gut schüttelst. So wird die Oberfläche beim Anbraten besonders knusprig.
- Pfanne nicht zu voll machen: Du solltest den Tofu lieber in zwei Durchgängen braten, damit er bräunt, statt im eigenen Saft zu garen.

Meine Serviervorschläge für marinierten Tofu
- Als Bowl: In einer Buddha Bowl mit Reis, Edamame, Avocado, Karotten und einem nussigen Sesamdressing ist mein marinierter Tofu das proteinreiche Highlight. Dazu liebe ich noch etwas Kimchi.
- Mit gebratenen Nudeln: Dazu etwas Paprika, Brokkoli und eine leckere Erdnuss-Soja-Sauce, so schmeckt der Tofu besonders gut! Am liebsten bereite ich ihn für diese Variante knusprig zu.
- Im Salat: Ob in einem grünen Blattsalat, Quinoa-Salat mit gebratenem Gemüse oder auch einem leckeren Couscous-Salat – der Tofu sättigt und macht die leichten Speisen reichhaltiger.
- Als Wrap: Schön verpackt mit einer deftigen Füllung und einer cremigen Soße kann ich ihm kaum widerstehen. Am liebsten mit etwas Knoblauchsoße, knackiger Paprika und frischen Salatblättern.
- In Sommerrollen: Mit Glasnudeln, Gemüse und Kräutern deiner Wahl schmeckt der Tofu ebenfalls richtig gut! Dazu reiche ich meine Erdnusssauce.
- Zu Ofengemüse: Die beste Option, wenn es simpel sein, aber himmlisch schmecken soll. Die klassischen Kartoffeln, Paprika, Möhren und Brokkoli werden durch die asiatischen Noten des marinierten Tofus auf ein neues Level gebracht. Extratipp: Streue kurz vor Ende der Backzeit etwas Sesam über das Gemüse, für mehr Crunch!

Weitere asiatische Rezepte findest du auf meinem Blog. Wirf doch mal einen Blick in meine Rezepte für Chop Suey, gebratenen Reis oder auch Pad Thai. Auch mein Nasi Goreng ist ein richtiger Hingucker!

Tofu marinieren – einfaches Rezept
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ZUTATEN
DER TOFU MUSS MINDESTENS 45 MINUTEN MARINIEREN.
- 400 g Tofu - natur
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Stück frischer Ingwer - ca. 20 g
- 3 EL Sojasoße
- 1 EL Apfelessig - alternativ heller Balsamico
- 1 EL Limettensaft - alternativ Zitronensaft
- 1 TL Agavendicksaft - alternativ Honig, flüssig
- 3 EL Sesamöl - alternativ Rapsöl, Menge geteilt
- 1 EL Sesamsamen als Topping
- Frühlingszwiebeln - nach Belieben
ANLEITUNG
- Für ein gutes Ergebnis presst du aus dem 400 g Tofublock zuerst das Wasser heraus und wickelst ihn in ein doppelt gelegtes Küchenpapier ein.

- Im Anschluss legst du den Tofu zwischen 2 Teller oder Brettchen. Dann mit einem Gewicht beschweren, z. B. Bücher oder etwas anderes, das du in deinem Haushalt findest, und etwa 20 Minuten entwässern lassen.TIPP: Noch einfacher ist es mit einer Tofu-Presse, die es im Fachhandel gibt.

- Währenddessen schälst du die 2 Knoblauchzehen und würfelst sie fein oder drückst sie durch eine Knoblauchpresse. Die 20 g Ingwer reibst du auf einer feinen Reibe, alternativ kannst du ihn auch in ganz kleine Stücke schneiden.

- Für die Marinade verrührst du mit einem Schneebesen in einer kleinen Schüssel: 3 EL Sojasoße, 1 EL Apfelessig, 1 EL Limettensaft, 1 TL Agavendicksaft und 1 EL Sesamöl, bis sich die Zutaten gut verbinden und eine Emulsion entsteht. Den Knoblauch und Ingwer rührst du zum Schluss unter.

- Anschließend schneidest oder zerrupfst du den Tofu in Stücke deiner Wahl.

- In eine Schüssel geben, die Marinade darüber gießen und alles gut vermengen. Danach deckst du den Tofu ab und lässt ihn im Kühlschrank für mindestens 45 Minuten ziehen. HINWEIS: Je länger der Tofu in der Marinade zieht, desto intensiver wird der Geschmack. Du kannst ihn also auch über Nacht marinieren.

- Im Anschluss den Tofu nach Belieben weiterverarbeiten, dafür z. B. in einer großen Pfanne 2 EL Sesamöl auf mittlerer Hitze erhitzen und den Tofu in die Pfanne geben, je weniger Rest-Marinade du aus der Schüssel in die Pfanne gießt, desto knuspriger wird der Tofu.

- Von allen Seiten braun anbraten, 1 EL Sesam darüberstreuen und noch kurz weiterbraten.

- Nach Belieben mit Frühlingszwiebel-Ringen servieren. Ich wünsche dir einen guten Appetit!

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