Ein Stück dieser Zitronentarte auf dem Teller und eine Tasse Kaffee daneben. Schon der erste Bissen des goldgelben Kuchens schmeckt nach französischem Sommer: Knuspriger Mürbeteig trifft auf eine cremige Zitronenfüllung mit herrlich frischer Säure. Genau diese Kombination macht sie so besonders.
Die Tarte au Citron ist ein echter Klassiker der französischen Küche und trotzdem unkomplizierter, als sie aussieht. Mit wenigen Zutaten entsteht ein feiner Kuchen, der sich wunderbar vorbereiten lässt und bei jedem Anlass für Genussmomente sorgt.

Zutaten für meine süße Zitronentarte
Dieses Zitronentarte-Originalrezept orientiert sich an der klassischen französischen Tarte au Citron. Im Unterschied zu einem Zitronenkuchen wird sie nicht aus lockerem Rührteig, sondern aus einem knusprigen Mürbeteig mit einer cremigen Zitronenfüllung zubereitet. Genau diese Kombination aus mürbem Boden und fruchtig-säuerlicher Creme macht die Tarte so beliebt.
Damit der Mürbeteig schön knusprig bleibt, wird er vor der Füllung zunächst blindgebacken. Erst danach kommt die Füllung auf den Boden und die Tarte wird schonend fertig gebacken. So erhält sie ihre typisch feine Konsistenz.
Für mein Zitronentarte-Rezept benötigst du:
- Weizenmehl oder Dinkelmehl, als Grundlage für einen zarten Mürbeteig.
- Butter sorgt für einen buttrigen Geschmack und eine mürbe Konsistenz.
- Zucker süßt Teig und Füllung und gleicht die Säure der Zitronen aus.
- Eier geben dem Teig Halt und sorgen für eine cremig gestockte Füllung.
- Bio-Zitronen – für frischen Saft und aromatischen Abrieb.
- Sahne macht die Zitronencreme besonders fein und samtig.
- Getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken – sie beschweren den Mürbeteig beim Vorbacken, damit er flach bleibt und später schön knusprig wird.

6 Tipps für das Vorbereiten, Backen und Aufbewahren
- Verarbeite den Teig möglichst zügig und knete ihn nicht zu lange. So bleibt er nach dem Backen besonders zart und mürbe. Sollte der Teig während der Verarbeitung sehr weich werden, kannst du ihn kurz kaltstellen.
- Schlage die Eier mit dem Zucker nur cremig auf und rühre die übrigen Zutaten anschließend vorsichtig unter. So bleibt die Füllung meines Zitronentarte-Rezepts schön fein und bekommt eine gleichmäßige, cremige Konsistenz.
- Mein Rezept lässt sich wunderbar vorbereiten und schmeckt sogar noch besser, wenn die Tarte einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchziehen konnte. So kann sich das Zitronenaroma optimal entfalten.
- Gut abgedeckt hält sich die Zitronentarte im Kühlschrank etwa drei bis vier Tage. Bewahre sie am besten in einer Kuchenbox oder gut abgedeckt auf, damit sie frisch bleibt.
- Die vollständig ausgekühlte Tarte kannst du am Stück oder portionsweise luftdicht verpackt bis zu drei Monate einfrieren. Zum Auftauen stellst du sie am besten über Nacht in den Kühlschrank und lässt sie vor dem Servieren etwa 20 bis 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen.
- Besonders hübsch sieht die Zitronentarte mit etwas Puderzucker, frischen Zitronenscheiben oder einigen Minzblättchen dekoriert aus. Sie schmeckt wunderbar pur zum Kaffee oder als Dessert mit etwas Schlagsahne.

Häufige Fehler beim Backen der Zitronentarte
- Der Boden wird weich: Wenn der Mürbeteig nicht ausreichend blindgebacken wird oder die Zitronencreme auf einen noch sehr heißen Boden kommt, kann er später aufweichen. Lass den Boden nach dem Vorbacken kurz abkühlen.
- Die Zitronencreme wird nicht fest: Meist liegt es daran, dass die Zitronentarte nicht lange genug gebacken wurde. Backöfen können unterschiedlich sein, deshalb ist die Backzeit immer nur ein Richtwert. Die Creme sollte gestockt sein, aber in der Mitte noch leicht wackeln – beim Abkühlen wird sie fester.
- Die Oberfläche bekommt Risse: Das kann passieren, wenn die Zitronentarte zu heiß oder zu lange gebacken wird. Die richtige Backtemperatur und das rechtzeitige Herausnehmen sorgen für eine schöne, glatte Oberfläche. Aber keine Bange, falls es doch Risse gibt: Du kannst sie ganz einfach mit frischen Zitronenscheiben oder Puderzucker kaschieren.
- Die Füllung schmeckt zu sauer: Zitronen können unterschiedlich intensiv schmecken und jeder Mensch hat ein unterschiedliches Säureempfinden, wie auch bei Schärfe. Verwende außerdem nur die angegebene Menge frisch gepressten Zitronensaft und Zitronenabrieb. Solltest du abschmecken, gleiche die Säure nicht durch deutlich mehr Zucker aus, da sonst das feine Aroma verloren geht.
- Die Zitronentarte lässt sich nicht aus der Form lösen: Lass die Tarte nach dem Backen vollständig auskühlen und löse den Rand vorsichtig mit einem dünnen Messer. Eine sehr gute Antihaftbeschichtung der Form plus eine gut eingefettete Tarteform erleichtert das Herauslösen zusätzlich.
- Die Tarte lässt sich schlecht schneiden: Schneide sie erst an, wenn sie vollständig ausgekühlt ist. Für besonders saubere Stücke kannst du das Messer zwischendurch in heißes Wasser tauchen und abtrocknen.

Wenn du nach weiteren Kuchen für besondere Anlässe suchst, kann ich neben der Zitronentarte auch meine Windbeuteltorte, die Tarte Tatin, die Käse-Sahne-Torte oder meinen Naked Cake mit Biskuitteig empfehlen – alle drei machen auf jeder Kaffeetafel richtig Eindruck und lassen sich wunderbar für Gäste vorbereiten.

Zitronentarte – französisches Originalrezept
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ZUTATEN
DU BENÖTIGST EINE TARTEFORM MIT 26 CM DURCHMESSER (IDEALERWEISE MIT HEBEBODEN).
FÜR DEN MÜRBETEIG
- 200 g Weizenmehl Type 405 - oder Dinkelmehl Type 630
- 120 g kalte Butter - oder Margarine
- 75 g Zucker
- 1 Ei, Größe M
- 1 Bio-Zitrone - ca. 2 TL Abrieb
- 1 Prise Salz
FÜR DIE ZITRONENFÜLLUNG
- 200 g Zucker
- 150 g Sahne
- 3 Bio-Zitronen - ca. 6 TL Abrieb
- 4 Eier, Größe M - zimmerwarm
AUSSERDEM
- 2 Handvoll getrocknete Hülsenfrüche wie Erbsen - zum Blindbacken
- etwas Butter für Form
- Zitronenscheiben, Zitronenabrieb und Minzblättchen - zum Dekorieren
ANLEITUNG
- Zuerst heizt du den Backofen rechtzeitig auf 180 °C Ober- / Unterhitze vor.
- Die Tarteform stellst du auf einen Bogen Backpapier, malst rundherum einen Kreis auf, schneidest ihn etwa 2 cm größer aus und legst ihn beiseite. Im Anschluss fettest du die Tarteform mit etwas Butter ein.

- Für den Mürbeteig gibst du 200 g Mehl, 75 g Zucker, 120 g kalte Butter in kleine Stücke geschnitten, 1 Prise Salz und 1 Ei in eine große Rührschüssel. Eine Bio-Zitrone wäschst du heiß ab, trocknest sie, reibst für 2 TL Schale ab und gibst diese ebenfalls in Schüssel.

- Zuerst mit den Knethaken des Handrührgeräts oder in der Küchenmaschine und dann noch mit den Händen zügig zu einem homogenen Teig verkneten.

- Nun bestäubst du die Arbeitsfläche mit etwas Mehl und drückst den Teig mit den Handballen flach. Anschließend hebst du ihn in die Tarteform und drückst ihn mit den Händen gleichmäßig bis zum oberen Rand. Den Teigboden stichst du mit einer Gabel ein paar Mal ein.

- Das zugeschnittene, beiseite gelegte Backpapier knüllst du einmal zusammen, streichst es wieder glatt und legst es auf den Teigboden. Darauf verteilst du ca. 2 Handvoll getrocknete Hülsenfrüchte. Jetzt backst du den Teigboden im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene für 10 bis 12 Minuten blind.

- In der Zwischenzeit bereitest du die Zitronenfüllung vor. Dafür wäschst du 3 Bio-Zitronen heiß ab, trocknest sie und reibst die Schale fein ab. Du benötigst ungefähr 6 TL Zitronenabrieb. Danach halbierst du die Zitronen, presst sie aus und misst 150 ml Zitronensaft ab.

- Jetzt gibst du 4 zimmerwarme Eier und 200 g Zucker in eine Rührschüssel und schlägst beides mit den Quirlen des Handrührgeräts oder in der Küchenmaschine zu einer homogenen Masse. Nicht zu lange Rühren, es sollte sich nicht so viel Volumen (Bläschen) bilden, damit die Masse in die Form passt.

- Danach rührst du mit einem Kochlöffel 150 g flüssige Sahne, die 150 ml Zitronensaft und die 6 TL Zitronenabrieb unter.

- Den vorgebackenen Teigboden nimmst du aus dem Ofen. Die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernst du vorsichtig. Den Boden lässt du in der Form etwa 10 Minuten abkühlen. Die Ofentemperatur reduzierst du auf 140 °C Ober- / Unterhitze.

- Nun gießt du die Zitronenfüllung auf den Teigboden. Achte darauf, etwas Platz bis zum oberen Rand zu lassen. Die Zitronentarte auf der mittleren Schiene für ca. 30 Minuten hellgelb zu Ende backen.

- Nach dem Backen nimmst du die Zitronentarte aus dem Ofen und lässt sie in der Form etwa 30 Minuten ausdampfen.

- Danach löst du sie vorsichtig aus der Form, für den Fall, dass du eine Form mit Hebeboden verwendet hast. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Andernfalls in der Tarteform belassen.

- Vor dem Servieren dekorierst du sie nach Belieben mit Zitronenscheiben, etwas Zitronenschalenabrieb und Minzblättchen.HINWEIS: Die Dekoration dient auch dafür, um etwaige Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche zu kaschieren. 🙂

- Ich wünsche dir mit meinem Zitronentarte-Rezept viel Freude und einen guten Appetit.

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