Wenn saftige Zwetschgen reif werden, läutet das die gemütliche Spätsommer-Küche ein. Die violetten Früchte schmecken süß-säuerlich und lassen sich ganz einfach in einem Topf zu meinem leckeren Pflaumenmus verarbeiten.
Für das selbstgemachte Pflaumenmus brauchst du nur wenige Zutaten und kannst deine gekauften oder gesammelten Zwetschgen aus dem Garten für mehrere Wochen haltbar machen. So hat es meine Omi früher schon gemacht!

Zutaten für Pflaumenmus
Für das Pflaumenmus benötigst du zunächst reife Zwetschgen. Du erkennst besonders aromatische Früchte an einer tief-violetten Farbe, einer weißlichen Duftschicht und einem leicht weichen, goldgelben Fruchtfleisch. Zwetschgen enthalten weniger Wasser als runde Pflaumen, sodass sie beim Einkochen eine dicke, streichzarte Masse ergeben. Die Zwetschgensaison beginnt im August und erstreckt sich bis in den Oktober – mit einem leckeren Pflaumenmus kannst du sie auf deinem Speiseplan noch etwas verlängern.
Außerdem benötigst du für das Mus:
- Braunen Zucker, er sorgt für eine leichte Karamellnote und eine feine Süße.
- Bourbon-Vanillezucker bringt Tiefe in das Pflaumenmus.
- Zimt verbreitet mit seiner warmen Unternote herbstliche Stimmung und harmoniert herrlich mit den Zwetschgen.
- Salz balanciert alle Geschmacksnoten aus, eine Prise davon solltest du nicht vergessen.

7 Tipps für deine Zwetschgen-Küche
- Achte bei der Auswahl deiner Früchte auf eine unbeschädigte Schale. Faule Exemplare beeinträchtigen die Haltbarkeit und den Geschmack deines Pflaumenmuses.
- Zum Entkernen schneide ich die Zwetschgen einmal rundherum ein, halbiere sie und hole den Kern heraus. Bei reifen Früchten funktioniert das einfacher als bei zu früh geernteten.
- Einige Rezepte empfehlen es, die Zwetschgen über Nacht in Zucker einzulegen, um das Mus weicher und fruchtiger zu machen. Ich habe die verschiedenen Varianten ausgiebig getestet und muss sagen: Einen Unterschied im Geschmack und der Textur gab es kaum. Daher verzichte ich auf die zusätzliche Wartezeit.
- Pflaumenmus kann man auch im Ofen in einem Bräter zubereiten, ich bevorzuge die Variante auf dem Herd, da es etwas schneller geht. Bei beiden Kochmethoden dickt das Mus von alleine ein, deswegen macht der Herd für mich das Rennen.
- Fertig ist das Pflaumenmus, wenn es eine dicke Textur und dunkle Farbe bekommen hat. Möchtest du bei einer Gelierprobe testen, ob es fest wird, kannst du es auf einen Teller geben und für einige Minuten in den Kühlschrank stellen.
- Für ein feineres Mus kannst du es kurz pürieren, ich mag es jedoch lieber etwas stückiger und rustikaler.
- In abgekochten Gläsern ist das Pflaumenmus einige Wochen bis Monate haltbar, nach dem Öffnen solltest du es im Kühlschrank lagern und zügig aufbrauchen.

Genussmomente mit Pflaumenmus
Ein Glas Pflaumenmus im Kühlschrank zu haben – das gehört zu den kleinen Luxusgefühlen des Alltags. Du kannst es zum Frühstück und für allerlei süße Hauptgerichte als Beilage servieren sowie zum Backen und Füllen von Gebäck verwenden. Ich verrate dir meine liebsten Kombinationen:
Pflaumenmus als Brotaufstrich
Das Pflaumenmus kannst du bei der ersten Mahlzeit des Tages prima anstelle von Marmelade verwenden. Darunter darf bei mir gerne eine dünne Schicht Butter oder Frischkäse. Als Basis passen ein frisches Baguette, körniges Vollkornbrot oder auch selbstgemachte Kartoffelbrötchen. In Joghurt oder Quark eingerührt ist es ebenfalls ein fruchtiges Highlight.
Pflaumenmus als Füllung
In Süßspeisen wie Germknödeln, Buchteln oder Hefeklößen darf das Pflaumenmus auch gerne als Füllung dienen. Zu den Gerichten aus Hefeteig passt das süß-säuerliche Fruchtmus einfach wunderbar und bietet einen tollen Aromenkontrast. Du kannst das Pflaumenmus ebenso verwenden, um selbstgemachte Berliner zu füllen.
Pflaumenmus als Topping
Süße Mittagessen kannst du mit dem Pflaumenmus ganz einfach verfeinern. Ob als Klecks auf Milchreis oder Grießbrei oder zum Bestreichen von Pfannkuchen und Crépes. Wenn du dein Pflaumenmus gerade frisch gekocht hast, kannst du es noch warm auf eine Kugel Vanilleeis geben. Die Kombination aus kalt und warm, süß und säuerlich ist wahrlich ein Fest für die Sinne.
Pflaumenmus für Kuchen
Auch hier kannst du Pflaumenmus anstelle von Marmelade verwenden: in spätsommerlichen Torten, als fruchtige Schicht zwischen zwei luftigen Biskuitböden oder als Füllung einer Linzer Torte ist es eine tolle Abwechslung.

Meine Sammlung an fruchtigen Zwetschgenrezepten ist ein Highlight im Spätsommer und Herbst. Schau doch gerne auch bei meinen Rezepten für Zwetschgenknödel, Zwetschgenkuchen mit Streuseln oder dem Zwetschgen-Crumble vorbei.

Pflaumenmus selber machen
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ZUTATEN
- 1,5 kg reife Zwetschgen
- 130 g brauner Zucker
- 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
- 1/8 TL Zimt
- 1 Prise Salz
ANLEITUNG
- Die Zwetschgen wäschst du und tupfst sie trocken. Dann schneidest du mit einem scharfen Obstmesser rundherum ein und halbierst sie. Anschließend löst du den Stein heraus und gibst die Früchte in einen Topf.

- Nun vermengst du in einer Schale 130 g brauner Zucker, 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker, 1/8 TL Zimt und 1 Prise Salz.

- Die Zucker-Gewürzmischung rührst du nun unter die Zwetschgen. Danach verschließt du den Topf mit einem Deckel und lässt die Zwetschgen bei mittlerer Hitze 30 Minuten lang kochen, ohne Umrühren.

- Nach 30 Minuten öffnest du den Deckel einen Spalt, reduzierst die Hitze und lässt das Pflaumenmus weitere 2,5 Stunden einkochen, auch hier brauchst du nicht umrühren.

- Während der Garzeit zerfallen die Zwetschgen und der Zucker karamellisiert. So entsteht eine dicke marmeladenartige Masse und dein Pflaumenmus ist servierfertig.

- Wenn du möchtest, kannst du das Mus noch fein pürieren und in zuvor abgekochte Marmeladengläser abfüllen.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.

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