Dank aromatisch angebratener Champignons, würzigem Speck und frischen Kräutern schmeckt die Jägersoße wie ein Spaziergang durch den Wald. Ursprünglich zu Wild serviert bekam die cremige Soße so ihren herrlich passenden Namen.
Kräftig, cremig und voller Röstaromen: Mit meinem Rezept für Jägersoße holst du dir das Gericht aus dem Wirtshaus ganz einfach nach Hause. Ob zu Schnitzel, Steak oder einer leckeren Beilage – die aromatische Pilzsoße lässt sich vielseitig kombinieren und passt sowohl zum gemütlichen Sonntagsessen als auch in den Alltag.

Zutaten für die würzige Jägersoße
Braune Champignons stehen im Mittelpunkt meines Jägersoße-Rezepts. Sie haben ein kräftiges, leicht nussiges und erdiges Aroma und entwickeln beim scharfen Anbraten intensive Röstaromen. Champignons sind das ganze Jahr über erhältlich und eignen sich daher ideal für eine leckere, einfache Soße. Achte beim Einkauf auf feste, trockene und unbeschädigte Pilze. Braune Champignons schmecken etwas aromatischer als weiße und geben der Soße dadurch mehr Tiefe.
Außerdem brauchst du:
- Schalotten, für eine milde Zwiebelnote und feine Süße.
- Bauchspeck bringt leicht rauchige Aromen in die Soße.
- Knoblauch verleiht der Soße zusätzliche Würze.
- Gemüsebrühe bildet die herzhafte Flüssigkeitsbasis.
- Sahne macht die Jägersoße cremig und rund.
- Tomatenmark und Sojasauce sorgen für die charakteristische Farbe, eine leichte Süße und jede Menge Umami.
- Butterschmalz – ideal zum kräftigen Anbraten der Champignons.
- Thymian ergänzt die Pilze mit einer würzigen Kräuternote.
- Salz und Pfeffer runden den Geschmack ab.
- Petersilie sorgt zum Schluss für Frische und Farbe.

7 Tipps: Jägersoße selber machen
- Champignons richtig anbraten: Brate die Champignons in einer sehr heißen und nicht zu vollen Pfanne an und salze sie dabei nicht. So bekommen sie eine schöne goldbraune Farbe und kräftige Röstaromen, statt im eigenen Saft zu dünsten.
- Pilze variieren: Du kannst die Champignons problemlos mit Kräuterseitlingen, Pfifferlingen oder einer gemischten Pilzauswahl ergänzen. So bekommt deine Jägersoße jedes Mal eine etwas andere Geschmacksnote.
- Vegetarische Jägersoße: Wenn du die Jägersoße vegetarisch zubereiten möchtest, lässt du den Bauchspeck einfach weg. Für zusätzliches Aroma kannst du etwas mehr Pilze verwenden und eine kräftige Gemüsebrühe nehmen.
- Röstaromen aus der Pfanne lösen: Lösche die Pfanne mit Brühe ab und löse dabei den Bratensatz vom Boden. Darin steckt besonders viel Geschmack und er macht deine Jägersoße noch aromatischer.
- Erst zum Schluss abschmecken: Warte mit Salz und Sojasauce bis zum Ende der Zubereitung. Speck und Brühe bringen bereits viel Würze mit, sodass du so einfacher den richtigen Geschmack triffst.
- Jägersoße aufbewahren: Fülle die abgekühlte Soße in einen luftdicht verschlossenen Behälter und gib diesen in den Kühlschrank. Dort hält sie sich etwa zwei bis drei Tage. Erwärme sie langsam im Topf und gib bei Bedarf einen kleinen Schuss Brühe oder Sahne dazu.
- Jägersoße einfrieren: Du kannst mein Rezept portionsweise einfrieren und innerhalb von zwei bis drei Monaten verbrauchen. Nach dem Auftauen solltest du sie langsam erwärmen und gut verrühren, da sich die Sahne etwas trennen kann.

Wozu passt die Jägersoße am besten?
Das originale Jägersoßen-Rezept ist vielseitig und passt besonders gut zu herzhaften Gerichten, bei denen ihre kräftigen Pilzaromen zur Geltung kommen. Ob klassisch zu Fleisch oder als vegetarische Variante – mit der richtigen Beilage wird daraus ein rundes Gericht.
- Zu Fleisch: Besonders gut passt mein Jägersoßen-Rezept zu Jägerschnitzel mit Pommes, Schweinemedaillons und Steak. Die cremige Soße ergänzt das herzhafte Fleisch und sorgt für zusätzliche Würze und Saftigkeit.
- Zu Kartoffeln: Bratkartoffeln, Kartoffelpüree oder Herzoginkartoffeln sind ideale Begleiter. Die Kartoffeln bringen eine milde, leicht knusprige oder cremige Komponente mit und nehmen die Soße wunderbar auf.
- Zu Spätzle und Knödeln: Spätzle oder Knödel passen besonders gut, wenn die Soße im Mittelpunkt stehen soll. Beide nehmen viel von der cremigen Pilzsoße auf und machen das Gericht schön sättigend.
- Vegetarisch: Du kannst die Jägersoße ganz einfach vegetarisch zubereiten, indem du den Bauchspeck weglässt. Dazu passen beispielsweise Schnitzel aus Sellerie oder Kohlrabi besonders gut.

Andere herzhafte Gerichte, die für ein wohliges Gefühl im Bauch sorgen, sind mein Zürcher Geschnetzeltes, das Zwiebel-Sahne-Hähnchen oder mein Pilzragout.

Jägersoße selber machen
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ZUTATEN
- 250 g braune Champignons
- 250 ml Gemüsebrühe
- 250 ml Sahne
- 50 g Schalotten
- 50 g Bauchspeck
- 50 g Butterschmalz - Menge geteilt
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL Tomatenmark
- 1 TL Sojasauce
- 1 TL Thymian - getrocknet
- 1 Msp Salz
- 1/8 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
- Petersilie - zum Servieren
ANLEITUNG
- Die 50 g Schalotten und die 1 Knoblauchzehe schälst du und würfelst sie fein. Die 250 g braunen Champignons putzt du und schneidest sie in 2 bis 3 mm dünne Scheiben. Den Bauchspeck schneidest du in kleine Würfel.

- In einer heißen Pfanne zerlässt du 20 g Butterschmalz und brätst die Schalotten und die Speckwürfel für ca. 3 Minuten an.

- Im Anschluss fügst du die Knoblauchwürfel hinzu und lässt sie mitbraten, bis sie duften.

- Dann füllst du die Zwiebel-Speck-Knoblauch-Mischung in eine kleine Schüssel und stellst es kurz beiseite. Die restlichen 30 g Butterschmalz erhitzt du in der Pfanne und brätst darin die Champignonscheiben für ca. 8 Minuten scharf an.

- Die Zwiebel-Speck-Knoblauch-Mischung gibst du zurück in die Pfanne, fügst 1 EL Tomatenmark hinzu, verrührst alles und brätst es für 1 weitere Minute an.

- Mit 250 ml Gemüsebrühe löschst du ab und lässt diese 1 Minute einköcheln.

- Die 250 ml Sahne gießt du dazu, würzt mit 1 TL Thymian, 1 Messerspitze Salz, und 1/8 TL schwarzen Pfeffer aus der Mühle. Mit 1 TL Sojasauce schmeckst du die Soße ab, garnierst sie mit etwas Petersilie und servierst sie noch heiß.

- Ich wünsche dir einen guten Appetit.

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