Sobald das erste Mal der Duft nach Butter und Vanille durchs Haus zieht, beginnt für mich ganz offiziell die Weihnachtszeit. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als ein Blech frisch gebackener Butterplätzchen aus dem Ofen zu holen und diesen Moment mit meiner Familie zu teilen.
Ein feiner Mürbeteig, ein paar Ausstechförmchen und ein freier Nachmittag für die Weihnachtsbäckerei – mehr braucht es nicht für diese Butterplätzchen. Sie sind schnell vorbereitet, herrlich buttrig und perfekt zum Verzieren. Und das Beste: Der Teig ist so unkompliziert, dass du sofort loslegen kannst.

Butterplätzchen-Rezept mit nur 5 Zutaten
Die wichtigste Zutat steckt schon im Namen: Butter. Sie sorgt für den typisch feinen Geschmack, macht den Teig wunderbar mürbe und verleiht den Plätzchen ihren zarten Biss. Verwende dafür am besten Butter der Handelsklasse „Deutsche Markenbutter“ – sie liefert die beste Qualität und genau das Aroma, das die klassischen Butterplätzchen ausmacht. Margarine oder „streichzarte“ Mischungen funktionieren nicht, denn ihnen fehlt die Festigkeit und der charakteristische Buttergeschmack.
Dazu kommen folgende Zutaten:
- Weizenmehl Type 405 – ideal für feines Gebäck, weil es für ein besonders zartes Ergebnisse sorgt.
- Zucker – weißer Kristallzucker macht die Plätzchen schön süß und knusprig.
- Eigelb verbindet die Zutaten optimal und macht den Teig geschmeidig. Wenn du auf Zuckerguss verzichtest, kannst du die ausgestochenen Plätzchen zusätzlich mit einem Eigelb bestreichen, damit sie nach dem Backen goldgelb glänzen.
- Beim Verzieren kannst du kreativ werden: Puderzucker für den Guss (mit etwas Wasser angerührt) sowie Streusel, Perlen oder Lebensmittelfarbe für bunte Butterplätzchen.

5 Tipps für die Weihnachtsbäckerei
- Knete den Teig gründlich – aber nicht zu lange. Du wirst merken, wenn sich die Zutaten gut miteinander verbunden haben, ein bis zwei Minuten sind ein Richtwert.
- Lasse den Teig im Kühlschrank ruhen, dadurch wird er wieder fester und lässt sich leichter ausrollen und ausstechen.
- Bemehle leicht die Arbeitsfläche und Teigrolle, so bleibt nichts kleben und du kannst ganz entspannt arbeiten. Ein Hauch Mehl reicht meist – zu viel verändert die Teigkonsistenz, macht ihn trockener und brüchiger, was sich auf die Plätzchen auswirkt.
- Verziere deine Butterplätzchen erst, wenn sie komplett ausgekühlt sind. Dann kannst du dich richtig austoben: Zuckerguss, Streusel, Perlen oder Kuvertüre – mach’s dir so bunt, schlicht oder festlich, wie du möchtest. Das ist der schönste Teil, besonders mit Kindern.
- Mit dem übriggebliebenen Eiweiß kannst du im Handumdrehen Kokosmakronen oder Walnussmakronen zaubern. Und falls die Zeit knapp ist, kannst du es auch für zwei bis drei Tage in deinem geschlossenen Gefäß in den Kühlschrank stellen und anschließend verarbeiten. So wird garantiert nichts verschwendet!

Häufige Fragen zu Butterplätzchen
- Kann man Teig für Butterplätzchen über Nacht stehen lassen? Ja, der Teig kann über Nacht im Kühlschrank bleiben und lässt sich am nächsten Tag problemlos ausrollen. Wickele ihn einfach fest in Frischhaltefolie ein, damit er nicht austrocknet oder fremde Gerüche annimmt. Vor dem Ausrollen lässt du ihn kurz Zimmertemperatur annehmen – so kannst du ihn besser verarbeiten.
- Warum werden meine Butterplätzchen hart? Plätzchen werden hart, wenn sie zu lange im Ofen waren, zu dünn ausgerollt wurden oder nicht luftdicht aufbewahrt werden. Hole sie am besten schon hellgolden aus dem Ofen – sie härten beim Abkühlen noch leicht nach. Sind sie dir trotzdem zu hart geworden, kannst du sie ganz einfach retten: Lege zwei frische Apfelscheiben mit in die Keksdose, dann werden sie wieder weich und mürbe.
- Warum zerlaufen meine Butterplätzchen? Meist liegt es an zu weicher Butter oder nicht gekühltem Teig. Verwende kalte Butter und lass den Teig vor dem Ausrollen im Kühlschrank fest werden, damit die Plätzchen beim Backen ihre Form behalten und dir garantiert gelingen.
- Wie lange halten sich selbstgebackene Butterplätzchen? Wenn du deine Butterplätzchen in einer Aluminium-Keksdose aufbewahrst, bleiben sie etwa drei Wochen frisch und aromatisch. Achte darauf, dass sie vorher vollständig ausgekühlt sind, damit sie ihren zarten Biss behalten.

Du suchst noch mehr Ideen für die Weihnachtsbäckerei? Dann probiere doch meine klassischen Spitzbuben oder Vanillekipferl. Auch meine Sternbusserln sind echte Stars in der festlichen Keksdose! Mehr Klassiker findest du bei meinen Weihnachtsplätzchen-Rezepten.

Butterplätzchen aus einfachem Mürbeteig
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ZUTATEN
ERGIBT INSGESAMT CA. 60-90 PLÄTZCHEN JE NACH TEIGSTÄRKE UND DER GRÖSSE DER AUSSTECHER.
DER BUTTERPLÄTZCHEN TEIG MUSS 30 MINUTEN GEKÜHLT WERDEN.
- 250 g Mehl, Type 405
- 150 g Butter
- 100 g Zucker
- 1 Eigelb, Größe M
- 1 Prise Salz
ZUTATEN ZUM VERZIEREN NACH BELIEBEN.
- 60 g Puderzucker
- 1,5 EL Wasser
- Lebensmittelfarbe
- Zuckerstreusel
ANLEITUNG
- Den Backofen rechtzeitig auf 180 °C Ober- / Unterhitze vorheizen.
- Für den Butterplätzchen-Teig vermengst du mit den Händen, dem Handmixer oder der Küchenmaschine die 250 g Mehl, 150 g kalte Butter, 100 g Zucker, 1 Eigelb und 1 Prise Salz. TIPP: Für eine feinere Konsistenz und Optik kannst du das Mehl durch ein Küchensieb sieben.

- Im Anschluss verknetest du den noch bröseligen Teig kräftig mit den Händen. Danach drückst du ihn flach zu einer Scheibe, wickelst ihn in Frischhaltefolie ein und legst ihn 30 Minuten in den Kühlschrank. HINWEIS: Mit dem Küchen- oder Handmixer alleine, je nach Marke / Typ, erhältst du nicht immer direkt einen homogen Teig. Deshalb könntest du auch von vorne herein, wenn du magst, die Hände zum Kneten verwenden.

- Danach rollst du den Teig auf deiner sehr leicht bemehlten Arbeitsfläche max. 4 mm dick aus und stichst mit den Ausstechformen deiner Wahl die Plätzchen aus. HINWEIS: Wenn du dünne Plätzchen haben möchtest, rolle weniger als 4 mm aus, so bekommst du auch mehr.TIPP: Die Teig-Reste immer wieder neu verkneten, eine flache Scheibe formen und erneut ausrollen bis der Teig aufgebraucht ist. Falls der Teig zwischenzeitlich zu weich geworden ist, wickelst du ihn einfach noch einmal in Folie und gibst ihn für eine Weile in den Kühlschrank zurück.

- Die Plätzchen verteilst du mit etwas Abstand auf ein oder zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche und backst sie nacheinander auf der mittleren Schiene im heißen Backofen für ca. 8-10 Minuten, bis die Ränder leicht gebräunt sind. Danach vollständig abkühlen lassen.TIPP: Für eine goldgelbe Farbe, kannst du die Plätzchen vor dem Backen mit verquirltem Eigelb bestreichen. Dieses mit ein paar Tropfen Wasser vermengen, damit es sich besser verstreichen lässt.

ZUM VERZIEREN
- Für den Zuckerguss rührst du aus 60 g Puderzucker und 1 bis 1,5 EL Wasser an. Je nach Belieben färbst du den Zuckerguss noch mit Lebensmittelfarbe ein, ich nehme ca. 4-5 Tropfen.

- Die Butterplätzchen bepinselst du nach Belieben mit Zuckerguss und verteilst Zuckerstreusel darauf.Die Plätzchen halten sich bis zu 2 Wochen in einer Keks- oder Plätzchendose. Die Dose sollte nicht luftdicht sein, sonst wird das Gebäck zu weich.

- Ich wünsche dir mit meinem Butterplätzchen-Rezept viel Freude und einen süßen Appetit.
NÄHRWERTE PRO PORTION
WAS MEINST DU?

Merci Christiane❤️. Immer sehr gerne und viele LG
Das freut mich Angelika 🙂 Merci & LG❤️
Das freut mich zu hören Chrissi😊💖. Vielen Dank und viele LG zurück
Herzlichen Dank Barbara😊
So muss es ja auch sein💖. Lieben Dank Petra & LG
Ja prima Heidi😊. Danke dir & lass es dir gerne wieder schmecken. LG
Ganz lieben Dank Jutta😊💟. Das freut mich sehr. Alles Liebe!
1000 Dank Karin. Das freut mich zu hören 😉 Alles Liebe!
Es freut mich wenn mein Plätzchen-Rezept überzeugen konnte, Hildegard 🙂 LG
Danke für dein Lob, Tanja🙂 Das freut mich. Viele LG
Liebe Maike, Vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung. Das klingt wirklich frustrierend, und es tut mir leid, dass der Teig dir solche Schwierigkeiten gemacht hat. Wenn der Teig stark am Nudelholz klebt, kann es gut sein, dass er beim Kneten oder Zusammenbringen zu warm geworden ist. Dann wird er weich und verliert seine Struktur. In solchen Fällen hilft es, den Teig für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank zu legen, damit das Fett wieder fest wird. Wenn du mehr Mehl hinzugegeben hast, um das Kleben zu verhindern, wird der Teig leider automatisch bröseliger, was dann auch erklärt, warum die Plätzchen beim Abnehmen schneller zerfallen. Liebe Grüße
Ich Danke dir Felicitas🥰. Weiterhin viel Freude beim Ausprobieren meiner Rezepte. Viele Grüße!
Liebe Nicole, also, ein Vollei würde es noch knuspriger machen, wegen des enthaltenen Eiweiß. Wenn du sie weicher haben willst, musst du das Mehl reduzieren, ich würde im ersten Versuch 50 g empfehlen. Wenn der Teig beim Ausrollen gerissen ist, dann weil sich eventuell zusätzlich mehr Mehl von der Arbeitsplatte hineingearbeitet hat. Ich hoffe, ich konnte dir helfen. LG, Emmi
Es freut mich wenn mein Plätzchen-Rezept überzeugen konnte, Dörte🙂. Danke auch für deine schöne Anregung! LG
Liebe Barbara, vielen Dank und lass es dir weiterhin schmecken 🙂 Alles Liebe!
Lieber Adrian, mein Rezept ist in der Tat ohne Eiweiß, dieses macht Mürbeteige fester, ja, aber auch nicht so fein. LG, Emmi