Kaum etwas gibt mir ein so wohliges Gefühl wie eine zünftige Brotzeit. Besonders gut schmeckt sie, wenn das Brot mit Liebe selbstgemacht ist. Mein Dinkelvollkornbrot ist dafür die perfekte Grundlage!
• Direkt zum Rezept • Rezept ausdrucken •
Frisch und aromatisch kommt das saftige Brot mit knuspriger Kruste aus dem Ofen. Mein Dinkelbrot-Rezept ist so einfach, dass du es ohne großen Aufwand selbst zu Hause backen kannst.

Zutaten für mein Dinkelbrot-Rezept
Die Hauptzutat für das leckere Brot ist Dinkelvollkornmehl. Vollkorn ist eine tolle Zutat fürs Brotbacken, da es reich an gesunden Nährstoffen ist und länger sättigt. Dinkel ist außerdem eine Getreideart, die als bekömmlich und leichter verdaulich gilt, denn im Anbau muss das robuste Korn vergleichsweise weniger stark behandelt werden.
Weitere Zutaten für mein nussiges Dinkelvollkornbrot:
- Frische Hefe, die zum Aktivieren in Milch aufgelöst wird. Sie gärt im Teig, während er ruht und sorgt für das luftig-lockere Innere des Brotes, die Krume.
- Gequollene Haferflocken machen das Dinkelvollkornbrot saftig und noch fluffiger.
- Salz, Rübensirup und Brotgewürz benötigst du, um einen fein ausbalancierten Geschmack zu erreichen.
- Damit du das Dinkelbrot nach dem Backen gut aus der Kastenform herauslösen kannst, streichst du sie in der Vorbereitung sorgfältig mit Butter ein.

So kannst du den Brotteig variieren
Mein Dinkelvollkornbrot kannst du als einfaches Grundrezept betrachten. Es schmeckt nur leicht nussig und ist sehr mild gewürzt – das macht es zu einer guten Basis für Variationen.
Ein paar Ideen für Abwechslung im Dinkel-Brotteig habe ich hier für dich:
- Körner und Samen: Wenn du dein Brot mit mehr Biss und Ballaststoffen haben möchtest, dann solltest du einmal Kürbis- und Sonnenblumenkerne oder Samen wie Leinsamen, Sesam und Chia ausprobieren.
- Nüsse: Eine extra nussige Geschmacksnote bekommst du, wenn du zum Brotteig Nüsse hinzugibst. Am besten schmeckt mir die Kombination mit Walnüssen. Ein weiterer Vorteil: Nüsse liefern gesunde Fette.
- Kräuter und Gewürze: Neben dem Brotgewürz, das ich für mein Dinkelbrot-Rezept verwende, gibt es noch viele weitere Gewürze, mit denen du dein Brot nach Belieben verfeinern kannst, zum Beispiel Kümmel. Auch mit getrockneten Kräutern wie Koriander oder Oregano bringst du spannende Aromen in den Brotteig.

Darum solltest du das Dinkelvollkornbrot backen
- Gewöhnlich braucht Hefe viele Stunden, um im Teig zu gären. Backst du das Dinkelbrot mit frischer Hefe nach meinem Rezept, kannst du sichergehen, dass schon 30 Minuten Gehzeit für ein aromatisches Ergebnis ausreichen.
- Verwendest du Dinkelvollkornmehl, verleihst du deinem Brot die geballte Kraft des vollen Korns. Du profitierst von Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und einem höheren Eiweißgehalt gegenüber anderen Getreidearten.
- Du backst das Brot ganz nach deinem persönlichen Geschmack, denn du entscheidest selbst, mit welchen Zutaten du es verfeinern möchtest.
- Als Alltagsbrot ist das Dinkelbrot einfach wunderbar, denn aufgrund seines milden Geschmacks kann es so vielseitig belegt werden. Ob klassisch herzhaft mit Salami oder Käse, etwas ausgefallener mit Hummus oder Avocado oder zum Frühstück mit süßer Marmelade oder einem Nuss-Nougat-Aufstrich – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Ich habe auf meinem Foodblog eine große Auswahl an Rezepten, die prima als Aufstrich zu deinem selbstgebackenen Dinkelvollkornbrot, meinem Kartoffelbrot oder meinen selbstgemachten Kartoffelbrötchen passen. Dazu gehören meine Bärlauchbutter, Tomatenbutter und die klassische Kräuterbutter, ebenso wie mein Hummus aus Kichererbsen. Als süße Aufstriche passen natürlich Marmeladen immer ganz hervorragend, wie meine süße Erdbeermarmelade oder die fruchtige Himbeermarmelade.

Dinkelvollkornbrot einfach selber backen
Sterne anklicken zum Bewerten
ZUTATEN
DU BENÖTIGST EINE KASTENFORM MIT CA. 24 x 12 CM
- 600 g Dinkelvollkornmehl - plus etwas für die Arbeitsfläche
- 350 ml Wasser
- 250 ml Milch, 3,5%
- 150 g Haferflocken, zart/fein - plus 1 EL zum Ausstreuen der Form
- 1/2 Würfel frische Hefe (21 g)
- 10 g Salz
- 1 TL Zuckerrübensirup - alternativ flüssiger Honig
- 1 TL Brotgewürz nach Wunsch
- Butter für die Form
ANLEITUNG
- Heize deinen Backofen rechtzeitig auf 225 °C Ober- und Unterhitze vor und stelle eine backofenfeste Tasse oder eine kleine Edelstahlschüssel mit in den Ofen damit sie sich mit erhitzen kann, sie wird später mit Wasser befüllt.

- In einem kleinen Topf erwärmst du 250 ml Milch und verrührst in der lauwarmen Milch ½ Würfel Hefe bis sie aufgelöst ist. Die Kastenform mit Butter einfetten oder mit Backpapier auslegen. Dann streust du 1 EL Haferflocken auf den Boden der Kastenform. HINWEIS: Die Milch darf nur lauwarm sein, ist sie zu heiß geraten kann die Hefe nicht arbeiten und ihre Triebkraft entwickeln, denn die Hefepilze sterben ab 40°C.

- Nun erwärmst du 350 ml Wasser in einem weiteren kleinen Topf und streust 150 g Haferflocken hinein. So lange quellen lassen, bis das Wasser vollständig aufgesogen ist (dauert ca. 4 Minuten: man nennt dies das Brühstück).

- Für den Hefeteig füllst du die warmen Haferflocken (Brühstück) in die Rührschüssel der Küchenmaschine oder einer anderen Rührschüssel, gibst die Hefe-Milch, 10 g Salz, 1 TL Rübensirup und nach Wunsch 1 TL Brotgewürz dazu.

- Dann gibst du 600 g Dinkelvollkornmehl dazu und knetest das Ganze mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Handmixers – erst auf kleiner Stufe 4 Minuten und dann auf höherer Stufe 3 Minuten. Der Teig ist eher weich und leicht klebrig.

- Dann deckst du die Schüssel mit einem Geschirrtuch ab und lässt den Teig 30 Minuten an einem zimmerwarmen Ort ruhen.

- Anschließend knetest du den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch kurz durch, indem du ihn von außen nach innen faltest – vorsichtig, er ist weich und etwas klebrig – und füllst ihn mithilfe einer Teigkarte in die Kastenform. Dann schneidest du den Teig mit einem scharfen Messer in der Mitte längs ein. Das bewirkt, dass der Teig beim Backen nicht unkontrolliert aufreißt.

- Kurz bevor das Brot in den Ofen kommt, gibst du 150 ml Wasser in die Tasse/Schüssel, die im Backofen steht. Vorsicht, das kann etwas spritzen! Das erzeugt Dampfschwaden für ein saftiges Ergebnis mit schöner Kruste. Das Brot backst du nun im vorgeheizten Ofen, auf der zweiten Schiene von unten, für zuerst 10 Minuten, dann die Backofentemperatur auf 180 °C reduzieren und das Brot in ca. 35 Minuten fertigbacken.

- Das Brot aus dem Ofen nehmen und kurz in der Kastenform auskühlen lassen. Beim Draufklopfen soll es sich hohl anhören – dann ist es fertiggebacken. Im Anschluss stürzt du es aus der Form und lässt es auf einem Gitter auskühlen.

- Ich wünsche einen guten Appetit!
NÄHRWERTE PRO PORTION
WAS MEINST DU?

Merci Susan, es freut mich wenn bei meinem Rezept alles gepasst hat 🙂 . Viele LG
Ich danke dir von Herzen für dein schönes Feedback zu meinem Rezept, Petra❤️. LG
Sehr gerne Jasmin💚👍. Viele LG
Hallo Emmi, Deine Rezepte sind grundsätzlich klasse, schmecken und haben eine Gelinggarantie. Bei diesem Brotrezept fehlt mir allerdings der Geschmack und ich vermisse die Körner eines Kornbrotes. Klar, Vollkornbrot ist es schon, wenn ich Vollkornmehl verwende aber meine Vorstellung ist eine andere. Brotgewürz ist eine Krücke, hat aber m. E. nach in einem guten Brot nichts zu suchen. Fazit: Die Emmi-Rezepte sind Weltklasse aber das Brotrezept finde ich nicht so gut. VG Birdie
Danke für deine Anregung Berti – so unterschiedlich sind eben Geschmäcker 🙂 Viele LG
Liebe Emmi, ich liebe Deine Rezepte. Sie gelingen einfach immer! Ich habe mich hier genau ans Rezept gehalten, leider war der Teig dennoch sehr klein, sodass er kaum zu kneten war. Was könnte ich falsch gemacht haben? Viele Grüße und alles Gute!
Liebe Anke, vielen Dank für deine liebe Rückmeldung, das freut mich sehr. Wenn der Teig so klein geblieben ist, hat die Hefe vermutlich nicht richtig gearbeitet. Hast du dich ganz genau an die Mengen und die angegebenen Temperaturen gehalten? Manchmal liegt es auch daran, dass die Flüssigkeit zu heiß war oder die Hefe schon etwas älter ist. Liebe Grüße