Rinderfilet Rahmgulasch à la francaise

von Emmi
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[ENTHÄLT WERBUNG] Als ich das erste Mal nach Frankreich reiste war ich 15 Jahre alt. Mein lieber Onkel nahm meinen Bruder und mich mit nach Paris. Ich weiß, es gibt Stimmen die sagen, Paris ist nicht Frankreich. So wie es Stimmen gibt die sagen, New York ist nicht Amerika. Aber ich als Touristin mache doch da keine Unterschiede und Paris liegt nun mal in Frankreich. Also bitte!


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Jedenfalls verfrachtete uns mein Onkel samt Gepäck in sein kleines, in die Jahre gekommenes Auto und fuhr mit uns gen Westen. Ich behaupte heute immer noch, dass ich auf dieser Autoreise den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen habe. Mit 15, voller Aufregung und Vorfreude auf die Stadt der Mode, der Liebe und des guten Essens. „La vie en rose“, sage ich nur.

Am ersten Abend kamen wir bei seinen Freunden unter, mitten in Paris, und Du kannst Dir denken, wir aßen mehrere Gänge gefühlt bis spät in die Nacht. Nach dem Motto gespart wird woanders, niemals am Essen. Was ich seitdem weiß und später erneut erlebt habe ist, dass Essen für den Großteil unserer französischen Nachbarn ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens ist. Die Liebe zu guten Zutaten und der Respekt vor den Tieren ist zutiefst verankert. Sie sprechen auch gerne über das Essen, über die Zusammensetzung, die verschiedenen Zubereitungsarten und natürlich die passenden Weine. Sie legen außerdem sehr großen Wert auf landwirtschaftliche Traditionen und Regionalität, also auch darauf woher die Zutaten kommen.

Charolais Rindfleisch - Das besondere Rindfleisch - www.emmikochteinfach.de

DAS CHAROLAIS RIND – EIN BESONDERES RINDFLEISCH AUS FRANKREICH

Für mich hat es zum Beispiel eine ganz besondere Bedeutung zu wissen woher das Fleisch kommt, das meine Familie und ich essen. Denn ich glaube ganz fest, dass nur „glückliche“ und gesunde Tiere bestes Fleisch entwickeln können. Für mich ist es Ehrensache, dass ich Fleisch aus nachhaltiger Aufzucht kaufe, um den Tieren in gewisser Weise etwas zurückzugeben.

Die Rinderzucht in Frankreich ist nicht nur nachhaltig, sondern hat sogar eine jahrhundertealte Tradition. Die Tiere werden noch zum Großteil in sehr ursprünglichen Zuchtbetrieben gehalten, die gerade mal 56 Rinder im Durchschnitt haben. Die dürfen sich frei auf der Wiese oder im Stall bewegen. Dabei futtern sie frisches Weidegras und Kräuter sowie Heu und Gärfutter, was wiederum aus eigenem kontrollierten Anbau stammt. Die Züchter kümmern sich noch um jedes einzelne ihrer Tiere, wie es die Tradition verlangt, das muss man sich mal vorstellen. Dazu hat jedes Tier einen individuellen Rinderpass womit sein Leben von der Geburt bis in die Fleischtheke lückenlos nachvollziehbar wird.

Eine schnelle Feierabendküche - www.emmikochteinfach.de

Was mich außerdem beeindruckt ist, dass es sage und schreibe 22 Rinderrassen in Frankreich gibt, denn ich habe Frankreich nie mit Rinderzucht in Verbindung gebracht. Darunter sind ganz besondere Rassen die da heißen: Limousin, Blonde d’Aquitaine oder das Charolais Rind. Das Fleisch dieser Rinderrassen ist von ganz besonderer Qualität, sehr aromatisch, zart und saftig und hat ein gleichmäßiges fein marmoriertes Fleisch.

Ich kam in den Genuss des Charolais Rindes für die Entwicklung dieses Rezeptes. Der französische Fleischverband Interbev und das Magazin EatSmarter! fragten mich, ob ich für sie ein Rezept unter dem Motto „Soulfood für den Herbst“ kreieren möchte. Da meine Männer und ich sehr gerne hochwertiges Fleisch essen, war ich dafür natürlich sofort zu gewinnen und glücklicherweise habe ich das Teilstück Rinderfilet bekommen.

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RINDERFILET RAHMGULASCH – SO EINFACH UND LECKER

Für mich war schnell klar, wenn mein Rezept Leib aber auch vor allem Seele verwöhnen soll, braucht es ganz viel leckere Soße. Ergo, ein Rinderfilet Rahmgulasch sollte es werden. Ich wollte gerne Zutaten dafür verwenden, die in der französischen Küche häufig Anwendung finden. Wie zum Beispiel Sahne, also Rahm, Creme Fraiche, Butter und nicht zu vergessen Dijon Senf und Schalotten. Hinzu kamen dann noch kleine Cornichons (Gewürzgürkchen).

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EIN SCHNELLES RAHMGULASCH MIT BESTEM RINDFLEISCH

Mein Rinderfilet Rahmgulasch ist ein einfaches und schnell gemachtes Soulfood-Gericht kreiert mit bestem Charolais Rindfleisch, das Du im gut sortierten Lebensmitteleinzelhandel oder bei diversen Online-Fleischversandhändlern kaufen kannst, solltest Du es einmal probieren wollen. Es schmeckt einfach köstlich und ist wirklich etwas ganz Besonderes.

Vom Baguette, über selbst gemachtem Kartoffel-Pü bis hin zu Nudeln, Reis oder selbst gemachten Semmelknödeln passen sehr viele Beilagen zu meinem Rinderfilet Rahmgulasch. Falls Du Spätzle mal selber machen möchtest, findest Du hier mein einfaches Spätzle-Rezept.

Für Gulasch-Fans kann ich Dir noch mein klassisches Rindergulasch empfehlen.

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Rinderfilet Rahmgulasch à la Française

5 von 33 Bewertungen
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VORBEREITUNG15 Minuten
ZUBEREITUNG20 Minuten
ZEIT GESAMT35 Minuten
PORTIONEN4 Personen

ZUTATEN

  • 500 g Rinderfilet, zum Beispiel vom französischen Charolais Rind - in Würfel geschnitten
  • 150 g Schalotten - in Viertel oder Achtel geteilt
  • 100 g kleine Cornichons (Gewürzgürkchen) - in Scheiben klein geschnitten
  • 250 ml Rinderfond - Selbstgemacht oder aus dem Glas
  • 250 g Sahne
  • 50 g Creme Fraiche
  • 3 EL Cornichon-Gurkenwasser
  • 2 EL Dijon Senf
  • 1 EL brauner Zucker
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 TL Butter
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle - zum Würzen/Abschmecken

ANLEITUNG

  • Dein wertvolles Rinderfilet solltest Du ca. 20 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank holen, damit es nicht zu kalt ist bevor Du es verarbeitest. Außerdem kannst Du es mit einem Küchentuch gegebenenfalls etwas trocken tupfen
  • Dann schneidest Du das Rinderfilet mit einem sehr scharfen Messer erst in ca. 2 cm dicke Scheiben und die Scheiben in beliebig große Würfel.
  • Die Schalotten schälen und in Viertel oder Achtel schneiden - die Cornichons in ca. 3 mm dicke Scheiben
  • Jetzt erhitzt Du in einer Pfanne 1 EL Butterschmalz, gibst die Schalotten hinein, streust 1 EL braunen Zucker darüber und dünstest sie ca. 4 Minuten an, bis sie schön braun sind.  
  • Jetzt rührst Du den Dijon-Senf und die klein geschnittenen Cornichons kurz unter und löscht mit 3 EL Gurkenwasser und 150 ml Rinderfond ab. Das Ganze für 10 Minuten einköcheln, bis die Flüssigkeit nahezu verkocht ist.
  • Jetzt kommt die Sahne und das Creme Fraiche hinein und Du lässt es auf sehr niedriger Stufe ganz leicht vor sich hinköcheln. 
  • Während dessen würzt Du die Rinderfilet-Würfel mit etwas Salz, erhitzt in einer weiteren Pfanne 1 EL Butterschmalz und brätst die Würfel auf hoher Stufe für ca. 1,5 Minuten pro Seite portionsweise an. Danach gibst Du sie zu der Soße.
    HINWEIS: Die Rinderfilet-Würfel solltest Du auf jeden Fall in zwei Portionen anbraten. Denn wenn Du das gesamte Filet auf einmal in die Pfanne gibst, bildet sich schnell Flüssigkeit, weil die Bodenhitze für das viele Fleisch nicht ausreicht. Dann kocht das Fleisch statt zu braten und wird zäh. Das Rinderfilet gart übrigens durch Ruhen bzw. in der Soße noch nach. 
  • Den Bratensatz (ist je nach Pfannentyp viel oder wenig) löscht Du mit dem restlichen Rinderfond ab, lässt ihn kurz aufkochen und rührst 1 TL Butter unter.  
  • Die entstandene leichte Soße gibst Du zu Deinem Rahmgulasch, verrührst alles miteinander und schmeckst es mit Salz und grobem schwarzen Pfeffer nach Belieben ab. 
  • Ich wünsche einen guten Appetit!

WAS MEINST DU?

Hast Du das Rezept einmal ausprobiert? Wie findest Du es? Ich freue mich immer über Lob, freundliche Kritik oder Deine Tipps und Erfahrungen. Lass uns sehr gerne über die untenstehende Kommentarfunktion im Austausch bleiben. Das würde mich sehr freuen.
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DIESER BLOG-BEITRAG IST IN KOOPERATION MIT INTERBEV, DEM FRANZÖSISCHEN FLEISCHVERBAND, ENTSTANDEN. VIELEN DANK FÜR DIE VERTRAUENSVOLLE ZUSAMMENARBEIT.

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89 Kommentare
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89 Kommentare

Isabel 13. Oktober 2020 - 11:10

Hallo Emmi, das Rezept hört sich einfach und toll an. Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren. Kann man das Gulasch auch 3 Tage vorher vorbereiten? Friert man es dann ein oder wie bereite ich es dann am besten zu. Oder ist frisch besser? Danke Dir. Isabel

Reply
Emmi
Emmi 13. Oktober 2020 - 19:53

Liebe Isabel, frisch ist immer besser. Du kannst es einen Tag vorher zubereiten, dann musst Du es nicht einfrieren. Bei 3 Tagen vorher solltest Du aufjeden Fall einfrieren, sanft auftauen lasse und auch sanft erwärmen. Ich hoffe ich konnte Dir helfen. LG

Reply
Isabel 15. Oktober 2020 - 13:42

Dankeschön für Deine schnelle Antwort. Ich mache es dann doch lieber frisch…

Reply
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